"Kielpinski" wrote:
Was das Schlimmste an dieser ganzen Geschichte ist, ist nicht, daß das Wetter so ein Chaos angerichtet hat, dafür kann keiner etwas, aber:
- daß ein so wichtiger Knotenpunkt wie Kopenhagen (mehr Passagiere als HAM angeblich!) mit diesem Chaos scheinbar total überfordert war, machte die Situation unerträglich;
- am frustrierendsten war, daß einige Maschinen rausgingen, obwohl andere Flüge mit ähnlichen Zielen gecancelled wurden (hauptsächlich betroffen SAS-Flüge - haben die schlechtere Maschinen oder keine einsatzfähigen Maschinen, oder wieso sind zu 90% SAS-Flugzeuge betroffen?)
- daß noch morgens, als wir auf den Hannover-Flug online umbuchen wollten, da die Hotline so früh noch nicht operierte, genau dieser Flug online buchbar war - wieso???
- daß es keine Alternativen zum Flug von Seiten der Airline gab; auch die Kosten sind von den Passagieren zu zahlen gewesen.
P.s. Wenn Ihr Tipps für uns habt, was wir nun von der Airline als Ersatz und Ausgleich verlangen können/sollten, würden wir uns freuen... Nur, wie kann mir eine Airline den emotionalen "Verlust" ersetzen, daß ich mein Ziel nicht erreicht habe und somit eine nicht wiederholbare "Verabredung" wahrnehmen konnte???
Viele Grüße von einer müden Viola ;=)
Hi Viola,
bei dieser, für Dich wahrscheinlich schon von vornherein unangenehmen Reise, hast Du auch sonst ins "braune" gegriffen.
Richtigerweise sagst Du schon daß für das Wetter keiner was kann...
Für die Auswirkungen hier vielleicht ein paar Hintergrundinfos - die für diese Wettersituation für ALLE Flughäfen gilt:
Das Flugaufkommen richtet sich u.A. nach dem Leistungsvermögen des Platzes. Dieses wird für normale Wetterlagen festgelegt. Könnten im Normalfall 70 Flieger pro Stunde "abgefertigt" werden, so wird sich dies bei Schneelage und der hier immer wieder nötigen Schneeräumung zumindest halbieren.
Nicht nur die Pisten müssen gräumt werden, auch die Flugzeuge bedürfen einer Reinigung bzw. "Anti-eisbehandlung" was ebenfalls nicht nur Zeit kostet sondern meist auch auf ein paar Enteisungspositionen begrenzt ist (da das Enteisungsmittel entsorgt werden muß kann nicht überall gesprüht werden). Hier liegt einer der Gründe warum SAS hauptsächlich betroffen war.
Es liegt auf der Hand, daß in solchen Situationen nicht das gesamte Flugprogramm durchgeführt werden kann; bei vergleichbaren Wetter in FRA trifft´s die LH, in ZRH die Swiss und in Wien die AUA...
Jetzt kann eigentlich nur noch der Schaden begrenzt werden und versucht werden die "wichtigsten" Flüge durchzuführen. Z.B. Langstrecke, Flüge mit hoher Umsteigerate (Netzwerkcarrier) oder Flüge für die´s keine Alternativen in vernünftiger Zeit gibt etc.
Daß das Personal überfordert ist wundert glaub´ ich keinen der mal mit Unregelmäßigkeiten im Kundendienst zu tun hatte. Dienstpläne richten sich nach "ops normal"; Krisenmanagement wär hier gefragt - wird aber meist durch Personalmangel und schlechter/später Kommunikation behindert. Daraus müssen Lehren gezogen werden - und sie werden es auch.... nur hift Dir das in diesem Moment sicher nicht.
Da Dir SAS wahrscheinlich schon die Übernachtung gezahlt hat denke ich daß es das auch schon gewesen ist was Du erwarten kannst. Plus der Rückerstattung der Tickets die nicht abgeflogen wurden.
Von wem würdest Du Ersatz für "emotionalen Verlust" verlangen wenn Du im Schneesturm mit Deinem Auto auf einer Autobahn festgesessen wärst? Von der Tankstelle mit deren Benzin Du den Tank gefüllt hast, dem Hersteller Deines Autos, dem Autobahnbetreiber (wenn diese mautpflichtig ist), dem Reifenfabrikanten, ....?
Wenn ich in den Alpen Schifahren bin, die Sonne vom blauen Himmel scheint und mir das Herz blutet weil ab Mittag die Lifte wegen starken Sturmes am Gipfel nicht gehen krieg´ ich nicht einmal das Geld für die Tageskarte zurück...
Hoffe ´s war jetzt nicht zu langatmig ...
LG
Andy