Klar, für Reisespezialisten ist alles wichtig.
Aber, ich mache eine solche Reise zu ersten mal im Leben, wahrscheinlich zum letzten mal.
Die Kosten für diese Reise sind für mich enorm hoch, auch wenn man locker das doppelte oder dreifache ausgeben kann.
Ich habe eine Reiseversicherung angeschlossen, nicht nur Reiserücktritt.....damit waren so gut wie alle Möglichkeiten (für Normalsterbliche) abgedeckt.
Klar, mit heutigem Wissen hätte ich auf die Idee kommen müssen, Pandemie! 
Aber, mit dieser Voraussicht hätte ich dann auch alle anderen Möglichkeiten abdecken müssen: Flugzeugabsturz, im Zeifelsfall kein Intensivbett uswusf.
Und damit hätte ich dann unweigerlich zu Schluß kommen müssen: Zuhause bleiben.
Habe ich nicht getan.
Die jetzige Situation ist ganz etwas besonderes. Die Politiker und deren Seuchenspezialisten geben vor (je schlimmer die Situation ist, desto mehr) wie sich die Menschen verhalten sollen. (mit allen möglichen Maßnahmen). Die Aussage von Spahn (und anderen wohl auch) war eindeutig: Man möge bitte im Herbst und Winter zuhause bleiben, fast nirgendwo ist es sicherer als in Deutschland - und das vorallem auch wegen der medizinischen Versorgung. Ich würde gerne mal Herr Spahn fragen, was er in einer Situation, in der viele Menschen sind, die vor Corona gebucht haben und jetzt zur Möglichkeit des zuhausebleibens eine Reisewarnung benötigen. Ob der sich aber in die Materie hineinversetzen kann, ist die Frage. Wahrscheinlich macht der in jedem Jahr Urlaubsreisen für ein vielfaches, das Ottonormalverbraucher für die Reise investiert und somit wären 1000 Euro Stornokosten für den Peanuts.
Der Punkt, dass diese Reise etwas einmaliges für mich ist: Coronatest vor der Reise am Flughafen (dafür sind in meinem Fall mit Hin- und Rückfahrt ca. 5 Stunden einzulanen), Masken tragen auf der kompletten Hin- und Rückreise, zusamen auf eine Miniatoll wahrscheinlich mit Menschen aus England, Frankreich usw., in deren Länder ihnen die Coronazahlen um die Ohren fliegen, ständig auf Abstand achten, schlechtes Gefühl beim essen gehen, nach dem Urlaub die Möglichkeit in Quarantäne zu müssen (nicht dass weitere 1-2 Wochen kostenloser Urlaub schlecht wären - aber, dem Arbeitgeber ist m. A. sowas nicht zuzumuten, wenn überhaupt dann unbezahlt).
Mir kann keiner erzählen, dass das die Reise ist, die erstrebenswert ist und die jeder unbedingt machen will, der zum ersten und vielleicht einzigen mal eine solche Reise machen möchte.
Wenn ich die Reise kostenfrei stornieren Kann (wohl nur bei Reisewarnung), dann buche ich im nächsten November die gleiche Reise zum gleichen Preis und bin geimpft.....und meine Reiseversicherung schließt Pandemie ein, und ich habe für das eine Jahr eine Rechtschutzversicherung. Kostenfrei stornieren kann ich aber nur wenn ich weiter abwarte.
Wenn ich aufgrund fehlender Reisewarnung nicht stornieren kann, dann spiele ich wieder Lotto und setze genau wie bei meiner Buchung auf die Tatsache, dass die schlimmsten anzunehmenden Möglichkeiten normalerweise nicht eintreffen.
Habe ich dabei soviel Glück wie bei meiner Buchung, dann gute Nacht.

