...abwarten und Tee trinken
ja richtig. Mehr kann man im Moment nicht machen. Und es wird sich noch eine ganze Weile hinziehen.
nun, ich selbst war/bin mehrfach betroffen und mir hat sich ein erschreckendes Bild offenbart.
Erst heute führte ich ein Telefonat mit einem Mitarbeiter der Kaera-AG Versicherung. Dieser hatte mir unmissverständlich klar gemacht das alle Betroffenen noch lange auf ihr Geld (wenn es überhaupt was gibt) warten müssen.
Der Versicherer legt alle Buchungen der Thomas-Cook Gruppe zusammen. Dabei wird nicht unterschieden ob ein Schaden vor- oder nach dem Insolvenzantrag statt fand.
Reisende mit Reisebeginn im Jahr 2020 werden also nicht im neuen Geschäftsjahr des Versicherer (01.11.2019-31.10.2020) abgewickelt, sondern sie werden dem alten Geschäftsjahr zugeordnet.
Somit spart sich der Versicherer mal eben bis zu 110 Millionen Euro an Schadenersatzleistung.
Um so argumentieren zu können wurde kurzer Hand das Buchungsdatum zu Grunde gelegt und nicht, wie bei Versicherungen üblich, der Zeitpunkt des Schadeneintritt.
Einer meiner Urlaube fiel genau in den Zeitraum (20.9. - 29-09-) des Insolventsantrages.
Ich wurde aufgefordert das Hotel noch einmal zu bezahlen oder ich müsse es verlassen. Die Zimmerkarte wurde unterdessen gesperrt.
Im Gespräch mit der Gästebetreuung stellte sich heraus das dieses Hotel nicht einmal einen Vertrag mit "BUCHER" hatte. Bucher-Reisen hat ein anderes Unternehmen beauftragt die Unterkunft (das Hotel) abzuwickeln.
Leider ist es mir nicht gelungen herauszufinden, um welches Unternehmen es sich handelt.
Dennoch wusste ich nicht (wie auch bestimmt viele andere) das in dieser Branche so eine "subunternehmerische Vergabe" überhaupt statt findet.