Ok, ich habe auch einen....
Also es war 1998 oder 1999, Oktober Urlaub in Side, wir flogen mit Air Anatolia von Hannover nach Antalya und zurück. Der Hinflug verzögerte sich um 3 Stunden, dann saßen wir in einem uralten Airbus, es war mittlerweile weit nach Mitternacht als es endlich los ging. Heftiger Regen und Gewitter, direkt neben uns eine Familien mit zwei Kleinkindern, welche fast die gesamte Flugdauer nicht aufhörten zu schreien, bis sich die Mutter entschloss das kleinere der beiden Kinder zu stillen, aufgrund der Enge in so einem Flieger sah das aber dann so aus, dass ich das Kind halten sollte und die Mutter hat es angelegt.... nun denn was man nicht alles tut....
Aber das eigendliche Erlebnis kam dann auf dem Rückflug. Wir sitzen in der Wartehalle und sollten um 21.00 Uhr starten, aber von unserem Flieger war nichts zu sehen. Dann landete ein Flieger der Air Anatolia und wir freuten uns schon, da es ja jetzt nicht mehr lange dauern würde. Aber weit gefehlt, aus der Wartehalle konnte wir erkennen, dass sich eine ganze Menge Techniker an dem Flieger zu schaffen machten. Als wir dann gegen 22.30 endlich einsteigen durften, hantierten die Techniker mit verschiedenen Bauteilen immer noch am und im linken Triebwerk. Zu unserem Erstaunen sollte es dann aber doch bald losgehen. Mit einem sehr mulmigen Gefühl starteten wir und da wir am linken Triebwerk saßen, konnten wir hören, das dieses keine "normalen" Geräusche von sich gab. Unsere Einschätzung wurde dann auch durch den Kapt. bestätigt, der von technischen Problemen sprach und in Istanbul wieder landen wollte. Die gesamte Strecke hat der Flieger nicht wesentlich an Höhe gewonnen, wir hatten immer das Gefühl, wir fliegen soeben über die Bergspitzen. Wir haben es aber dann doch bis nach Istanbul geschafft und wurden dort in eine Wartehalle "abgeschoben", keine Info, keine Getränke.... Es war mittlerweile 2 Uhr nachts, als wir die Info bekamen, "Flugzeug kaputt - neues kommt"?!? Na ja, es dauerte 2 weitere Stunden, bis wir einen neuen Flieger besteigen durften (oder vielleicht besser mussten), der uns dann ohne weitere Zwischenfälle nach Hannover brachte. Der krönende Abschluss der Geschichte war dann, dass wir total übermüdet in den Morgenstunden, nach 2 Wochen 30 Grad und Sonne, unser Auto vom ersten Nachtfrost befreien durften.