Hallo,
ich persönlich bin der Meinung, dass die Angestellten, die in einer Touristenregion durch die Touristen ihren Lebensunterhalt bestreiten, auch Fremdsprachen können sollten. Ich nehme das Beispiel Sonnenstrand in Bulgarien. Hier handelt es sich um ein reines Seebad, das ausschließlich von den Touristen lebt. Etwa 35 - 40% der Touristen sind Deutsche. Die Engländer sind (noch) etwas weniger. Ist es da wirklich zuviel verlangt, dass in von deutschen Reiseveranstaltern angebotenen Hotels zumindest die Mitarbeiter an der Rezeption Deutsch können? Es können übrigens viele. Das liegt daran, dass es in Bulgarien Sprachgymnasien gibt, unter anderem deutsche.
Um Missverständnisse zu vermeiden, ich spreche Bulgarisch. Nicht sehr gut, um es vorsichtig auszudrücken, aber ich kann wesentlich mehr als nur ein paar Floskeln. Und mit den Engländern an der Poolbar bin ich auch immer zurecht gekommen, sprachlich, und auch sonst. Aber es gibt eben auch viele Deutsche (und wesentlich mehr Engländer!), die überhaupt keine Fremdsprache können. Die haben das in der Schule nie gelernt. Ist das schlimm?
Ich weiß von einigen Chefs am Sonnenstrand, dass sie drauf bestehen, dass ihre Mitarbeiter mindestens zwei Fremdsprachen beherrschen, davon eine westliche. Würde ich als Chef auch!
Ach ja, und nochwas: Woher nehmen hier eigentlich einige die Arroganz zu vermuten, dass, wer keine Fremdsprache spricht, im Ausland auf Eisbein mit Sauerkraut besteht? Wer das pauschal vermutet, der ist genau der Spießer, für den er andere hält.
Gruß
Bulgarienfan