Hallo wally,
ich finde es immer wieder erfrischend, wie charmant du dich ausdrücken kannst:
dann solltest vielleicht mal besser zuhören und >>>das hier<<< genauer durchlesen.
Vielleicht solltest du dir mal die Mühe machen, geschriebene Meinungen und Beiträge genauer zu lesen, und wenn du dich anstrengst, wirst du es vielleicht auch verstehen. Der Artikel im Spiegel gibt doch ganz genau meine Ansicht über den täglichen Überlebenskampf vieler Ägypter wieder. Und das was du von mir zitiert und nicht kapiert hast, sagt aus, dass der run nicht (allein) dadurch ausgelöst wird, dass sich die Leute kein Fleisch mehr leisten können (was für sehr viele schon immer ein Luxus war und höchstens an Festtagen auf den Tisch kam) sondern dass es immer mehr Menschen gibt, die auf das subventionierte Brot angewiesen sind, weil sie sich das "normale" beim Bäcker oder im Supermarkt nicht mehr leisten können:
Der Brotmangel hat sich vor allem deswegen verschärft, weil sich immer mehr Angehörige der Mittelschicht ebenfalls nur noch subventioniertes Brot kaufen können.
Nachzulesen hier
Wie Misch-Mischa richtig schreibt, gab es vor den subventionierten Läden schon immer Warteschlangen, nur dass neuerdings gewalttätig um dieses Brot gekämpft werden muss, ist neu.
Und wie du auf die Idee kommst, zu schreiben, Misch-Mischa beschreibe den Alltag, ist mir auch sehr rätselhaft. Misch-Mischa beschreibt den Alltag aus ihrer Sicht und ihrer Erfahrungswelt. Und wie auch Cleopatra schon geschrieben hat: Nasr City ist nicht stellvertretend für das "arme Ägypten" zu sehen, da es eher ein gehobenes Viertel ist. Und wenn du denkst, Misch-Mischa (gegen die ich überhaupt nichts habe) beschreibe den Alltag, dann lies auch mal ihren ersten Beitrag zu diesem Thema durch und vergleiche ihn mit dem Spiegelartikel, den ich lange vor deiner freundlichen Aufforderung gelesen habe, so wie auch diesen hier.
gruss
chepri