Eine besondere Weihnachtsparty
Freundin Bille hatte in diesem Jahr eine Idee. Am Abend des zweiten Weihnachtstages soll sich „die übliche Clique“ bei ihr treffen. Nach dem Motto „Verwandte hat man, Freunde sucht man sich; und in unserem Alter mangelt es teilweise auch schon an den ersteren!“ stellt sie ihre Wohnung zur Verfügung. Jeder soll Kind und Kegel, in unserem Fall Dackelmädchen, und was zu essen und zu trinken und evtl. auch Spiele mitbringen, wie er halt meint.
Die Idee kam beim letzten Treffen im Freundeskreis gut an. Ein lockeres Beisammensein im mehr oder weniger festlichen Rahmen, ohne Zwänge zum einen. „Nun iss doch noch was, wofür habe ich solange in der Küche gestanden? Schmeckt es Dir etwa nicht?“ oder „Die Torte habe ich extra für Dich bei Bäcker Jansen bestellt, weil Du sie doch immer so gerne isst.“ „Aber nach dem üppigen Mittagessen passt noch nichts wieder hinein.“ Dies haben wir wohl alle schon zur Genüge erlebt…. Andererseits ein kleines Weihnachtsfest im Freundeskreis, zumal einige von uns nicht gerade mit Familie gesegnet sind, einfach zum drauf freuen! Und nicht das Gefühl zu haben, dass man an Weihnachten geladen ist, weil der Gastgeber eine gute Tat vollbringen wollte.
Jetzt war natürlich die Frage, was so jeder mitbringen soll. „Hoffentlich nicht nur die eine oder andere gute Flasche eines edlen Tröpfchens, was an Weihnachten noch nicht vernichtet wurde.“, unkte Willi.
Nun, ich hatte mich schnell entschieden, was zum Essen zuzubereiten, aber nichts „Weihnachtliches“, davon hatten dann bis dato sicherlich alle genug. Außerdem wollte ich für eine nette Tischdeko sorgen, Bille nahm dies erleichtert zur Kenntnis, da sie es mit solchen Dingen einfach nicht hat.
Renate schlug vor, an dem Abend Pantomime zu spielen. Es soll sich jeder schon mal ein paar nette Begriffe, weihnachtlich oder nicht, ausdenken…. Und so ging es weiter. Willi wollte sich um die Musik zur Christmas-Party kümmern. Freudige Erregung machte sich an dem Abend bei den Planungen noch breit. Und schließlich kam man doch zu der Auffassung, dass die kulinarischen Genüsse doch ein bisschen miteinander abgestimmt sein sollten. Es soll ja nicht in Arbeit für einige wenige ausarten und auch nicht in eine einzige Völlerei nach Weihnachtsbraten und Co.; Brot, evtl. einen Dipp, Knabbereien, was auch immer. Sonst hätten wir womöglich auch noch drei verschiedene Sorten Kartoffelsalat auf dem Zufalls-Buffet. Nun, bei den nächsten Treffen, evtl. auf dem einen oder anderen Weihnachtsmarkt, ist noch Zeit genug, das zu klären…