Gestern abend mußte ein Flug der Sun Express von FDH nach AYT aufgrund zweier "Witzbolde" :? auf unbestimmte Zeit verschoben werden:
Bombendohung auf Flughafen Friedrichshafen
Eine Bombendrohung hat auf dem Flughafen Friedrichshafen am Bodensee für Aufregung gesorgt.
Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Passagier erklärt, in seinem Gepäck befinde sich eine Bombe.
Ein startbereites Flugzeug wurde daraufhin geräumt und durchsucht. Laut Polizei wurde aber kein Sprengstoff gefunden.
Der Passagier erklärte daraufhin, er habe nur einen Scherz gemacht, weil er über eine Verspätung verärgert gewesen sei.
Quelle:
http://www.mdr.de/nachrichten/meldungen/2607397.html
Polizei evakuiert Flieger wegen Bombendrohung
19.20 Uhr im Charterflieger der türkischen Fluglinie SunExpress: Längst sind dutzende Koffer verstaut, die Passagiere bereits
angeschnallt und in Gedanken wohl schon im warmen Süden, in Antalya. Da trübt urplötzlich die Durchsage des Kapitäns die
Urlaubsstimmung: Bombenalarm. Zwar herrscht unter den 182 Passagieren kein bisschen Panik, doch jetzt
geht alles Schlag auf Schlag, wie ein Passagier im Nachhinein erzählt. Wie aus dem Nichts seien plötzlich zwei Polizisten aufgetaucht
und hätten das gesamte Gepäckfach durchsucht. Ohne Erfolg. Kurz darauf evakuierte die Polizei die gesamte Maschine.
Zwangspause für ungewisse Zeit. Und während sich die Passagiere im Warteraum die Zeit um die Ohren schlagen, Zeitung lesen
oder müde alle Viere von sich strecken, wandern zwei Verdächtige auf direktem Weg hinter Gitter. Für sie ist der Flug gestrichen.
Da ist sich Jürgen Renz, Leiter des Polizeireviers Friedrichshafen, ganz sicher. Völlig unklar ist unterdessen, ob tatsächlich eine Bombe
im Urlaubsflieger tickt. Oder war"s nur ein Spaß? Entsprechendes sei einem Passagier zu Ohren gekommen, als die Stewardess einen
türkischstämmigen Mann eine Sitzreihe vor ihm angesprochen habe. Kein Wort habe er verstanden, doch der Nachbar habe sogleich
übersetzt, der Spaßvogel habe die Bombendrohung nicht ganz ernst gemeint. Und mit den Folgen rechnete er wohl auch nicht.
Ruckzuck sind wenige Minuten nach der Bombendrohung mehr als ein Dutzend Polizisten im Flughafengebäude zusammengezogen,
ohne dass das Sicherheitsaufgebot für Stargast Oettinger leiden muss. Wer als Sicherheitskraft bei Depeche Mode entbehrlich ist,
rast zum Flughafen. Mit dabei der Sprengstoffspürhund, der Stunden zuvor die Messehalle A1 nach Explosivem durchschnüffelt hat.
Doch diese Menge schafft selbst der beste Spürhund nicht. Renz fordert einen zweiten Hund an, der seine Nase ins Gepäck stecken soll.
Sicherheit hat Vorrang
Gegen 22 Uhr heißt es erst einmal aufatmen: kein Sprengstoff in der Boing 737. Die Suche quer durchs Gepäck dauert noch an,
bis kurz vor Mitternacht. So genau lässt sich das nicht sagen. "Sicherheit hat Vorrang", macht Renz die Priorität klar. Da bleibe nicht
einmal mehr Zeit, die beiden Verdächtigen, einen 49-Jährigen und einen 44-Jährigen, genau zu befragen.
Sollte sich herausstellen, dass die explosive Geschichte als Gag gemeint war, dürfte das wohl der teuerste Spaß in ihrem Leben
gewesen sein. Denn, so die etwas flappsige, aber logische Folgerung von Michael Wosching, Verkehrsleiter der
Flughafen GmbH: "Wer bestellt, zahlt auch." Welche Kosten allerdings auf die beiden vermeintlichen Scherzkekse zukommen,
kann an diesem Abend keiner der Verantwortlichen sagen.
Kurz vor Mitternacht darf der Charterflieger mit der Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums abheben.
Allerdings nur mit 180 Passagieren. Die beiden Verdächtigen sitzen vorerst mal hinter Gitter.
(Stand: 11.03.2006 00:16)
Quelle: http://www.szon.de/lokales/friedrichshafen/stadt/200603110492.html
Ich denke, da hört der Spaß auf. Bleibt zu hoffen, daß die Strafe für die "Scherzbolde" so hoch wie möglich ausfällt. Billig wird das bestimmt nicht, wenn man bedenkt, welche Kosten der Fluggesellschaft, den Flughafen und auch dem Steuerzahler dadurch entstanden sind...