Am 7. Tag war das ja schon eine ganz andere Situation. Da waren ja schon sehr viele ausgeflogen und neue kamen nur wenige bis gar keine nach, da viele umgebucht/storniert hatten. Den spanischen Text hattet ihr wahrscheinlich, weil die Mobilfunknetze (bis auf Orange) alle außer Betrieb waren... Aber siehst du, genau das meine ich mit Eigeninitative. Wärt ihr am 4. Tag, nachdem der Regen nachgelassen hatte, mal hoch zu der Hauptstelle von Neckermann gelaufen, hätte man euch vielleicht auch schon eine Lösung angeboten. Aber hätte, wäre wenn, ich würde mir darüber jetzt eh nicht mehr so den Kopf machen. Ich hoffe, ihr hattet dann wenigstens noch einen einigermaßen schönen Resturlaub? In welches Hotel seid ihr denn dann gekommen?
Elfie
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Hurrcane Jeanne in der DOM Rep Hotel Bavaro Princess -
Hurrcane Jeanne in der DOM Rep Hotel Bavaro PrincessNoch was zu deinen Ausführungen zur Hotelleitung. Dass das Hotel geschlossen wird, war wahrscheinlich genau dann beschlossene Sache, nachdem eine Schadensaufnahme gezeigt hat, dass das Hotel so nicht weiter mit Gästen zu betreiben ist, ohne Reparaturmaßnahmen, Aufräumarbeiten etc. in Ruhe vornehmen zu können. Diese Entscheidung wird wahrscheinlich schon 2 - 3 Tage nach dem Hurrican gefallen sein. Aber nochmal: wohin mit den Leuten, wenn schon alle anderen Hotels rundrum voll sind? Man versucht dann eben, so viele es eben geht woanders unterzubringen und kann danach einfach nur abwarten, bis die letzten mit ihrem regulären Flug abreisen.
Wenn du den englischen Text aufmerksam liest, wirst du sehen, dass amerikanische Gäste von dem evakuierten Hotel die amerikanische Botschaft um Hilfe gebeten haben. Sogar Vertreter der dominikanischen Regierung haben sich die Lage vor Ort im Hotel angeschaut. Es wurde also von den Gästen ein enormer Druck auf die Hotelleitung etc. ausgeübt, so dass die Evakuierung durchgeführt wurde. Mit einer besseren Reise- oder Hotelleitung hat das gar nichts zu tun. Die Gäste haben selbst dafür gesorgt, dass die Dinge in die entsprechenden Wege geleitet wurden. Ihr hättet auch mal ein bisschen Eigeninitiative zeigen müssen! Wenn ich an eurer Stelle gewesen wäre, wäre ich weit penetranter vorgegangen, und hätte nicht nur zum 20sten mal die Hotelleitung, die sowieso nichts machen kann, gefragt, was jetzt weiter passiert, sondern hätte klare Antworten verlangt. Ich glaube dir auch, dass die Reiseleitung sich nicht gekümmert hat. Aber wenn ihr wusstet, dass sie 150 m entfernt im Nachbarhotel oder wo auch immer ist, warum seid ihr dann nicht selbst zu ihr hin und habt sie zur Rede gestellt und sie aufgefordert für eine Umquartierung etc. zu sorgen? Ob das dann möglich gewesen wäre, ist die andere Frage. Aber einfach nur darauf warten, dass die Reiseleitung erscheint und sofort selbst für Abhilfe sorgt, wo sie wahrscheinlich noch nicht mal genau wußte, wie es in eurem Hotel aussieht, das ist schon etwas viel verlangt, finde ich.Ich kann dir im Übrigen sagen, dass TUI Gäste genauso in den Hotels festsaßen. Auch bei TUI hat das Krisenmanagement während den Tagen zum großen Teil nur, naja sagen wir mal, "mäßig" geklappt. Da kannst du dir auch Geschichten im Internet durchlesen von Leuten die in Hotelhallen übernachten mussten, tagelang nicht wussten, was jetzt mit den Rückflügen ist etc. Die entsprechenden Reiseleitungen waren einfach komplett überfordert mit der ganzen Situation, ich glaube nicht dass das bei den einzelnen Veranstaltern großartig unterschiedlich war. Du sagst ja, die spanische Leitung hat sich auch erst nach vier Tagen blicken lassen, eure nach sechs Tagen. Das sind zwei Tage Unterschied.
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Hurrcane Jeanne in der DOM Rep Hotel Bavaro PrincessHallo Claudia,
hier ein Ausschnitt aus einem Bericht von einem amerikanischen Gast des Secrets Excellence. Das Sirenis wurde wohl auch kurz danach per Helikopter evakuiert.
We lost power and running water at some point during the early hours of Friday morning. I think everyone realized on Friday that the situation was pretty serious. There were various rumors throughout the day about evacuation and rationing of food. The management appeared to be non-existent. At some point, several of the guests appointed themselves emergency coordinators. They appeared to do equal parts good and bad. They passed along information, but much of it was bad or recycled rumor. They started yelling at people taking food, saying it should be saved for the old and sick. There was never food shortage during the crisis though. They did say that they had called the US Embassy and talked to the Ambassador. It also appears that this may have been the first outside communication that the guests at the resort were in trouble. There was talk of a rescue at that point, but timelines were very unclear.Saturday: Got to the lobby at around 6:30 a.m. We were definitely leaving today (maybe). Went back to the room to tell my wife. Electronic doorlocks didn’t work, so one of us had to remain in the room to avoid being locked out. We locked our luggage in the room and left for good. It wasn’t really clear who was leading the organization, but the American guests from the day before were definitely in the middle of things. The remaining sick and elderly were singled out for early departure. Next came people with once-a-week charter flights leaving that day, including Europeans and Apple Vacations customers (they had a rep on-site). Around 7-8 a.m. five Dominican military helicopters started taking people out in priority order. Most everything I saw went pretty smoothly for the rest of the day. The American organizing the helicopter departure lines got very verbally abusive with a guest at one point, but that was the only such incident I witnessed. The notable thing again was the absence of management leadership.
This is getting long, so I’ll try and wrap things up quickly. We got out around 1-2 p.m. We went through six hours of hell at the airport trying to get on a flight, but finally made it out at 10:30 that night. One call home produced some relieved relatives (they hadn’t heard a thing from us). Two calls to American Airlines Vacations produced sympathetic personnel who told me that they couldn’t help with anything. We had to overnight in Miami before a Sat connection, and AA Vacations couldn’t even help with booking a hotel for us. [...]The first 40 guests (priority to guests under medication etc..) being evacuated on the Friday afternoon and the further 400 guests evacuated on Saturday between 8.30am and 3.00pm. Sirenis, a hotel located not far from Secrets, without water or electricity, still had 400 guests to be evacuated on Sunday 19th pm, and no helicopters came to their aid at Sirenis. These guests were probably evacuated on Monday 20th.
Noch was zu den Flügen. Von spanischen, amerikanischen Flügen usw. hab ich natürlich keine Ahnung, aber die Condor und LTU Flüge waren - als sie denn wieder aufgenommen wurden - definitiv randvoll! Es mussten ja auch noch die Leute mitgenommen werden, die ihren Rückflug eigentlich schon währende des Hurricans bzw. die Tage danach hatten...
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Hurrcane Jeanne in der DOM Rep Hotel Bavaro PrincessNaja, ist schon klar, das man da Verständnis hat. Meine Eltern waren auch zu der Zeit in Punta Cana, insofern kann ich schon mitfühlen, was ihr mitgemacht habt. Aber Schadensersatz wegen nicht vorhandener Reiseleitung? Von meinen Eltern weiß ich z. B., dass ihre Reiseleiterin bei ihnen im Hotel drei Tage festsaß und von dort nicht mehr wegkam, da sämtliche Zufahrtswege und Verbindungstr. unpassierbar waren. Glück für meine Eltern, Pech für Urlauber in anderen Hotels.
Allerdings kann die Reiseleitung in solch einem Fall sowieso absolut überhaupt nichts machen, außer die Lage an die Heimatbasis mitteilen und so dafür sorgen, dass nicht noch mehr Urlauber angekarrt werden, wie ja z. T. geschehen.
Aber nochmal zurück zu dem Schadensersatz wegen nicht vorhandener Reiseleitung. Das impliziert ja, das euch der Schaden nicht entstanden wäre, wenn die Reiseleitung da gewesen wäre. Nur was hätte sie tun sollen? Viele Hotels haben nach dem Hurrican geschlossen und die, die noch offen hatten waren voll bis unters Dach, da zusätzlich noch Leute aufgenommen werden mussten, die aus ihrem Hotel evakuiert werden mussten. Und mit "evakuiert" meine ich wirklich evakuiert, und nicht wegen zeitweise aussetzendem Strom oder Wasser. Du hast ja mit Sicherheit auch die Militärhubschrauber gesehen, die die Leute aus den Hotels ausgeflogen haben, die völlig von der Außenwelt abgeschnitten und in denen Trinkwasser- und Essensvorräte aufgebraucht waren?
Was wäre also die andere Alternative? Da bleibt nur noch die Leute vorzeitig heimschicken. Nur leider ging auch das nicht, da erst mal einige Tage gar keine Maschinen flogen und dann alle bis zum letzten Platz ausgebucht waren...
Du siehst also, so einfach ist das alles nicht. Und jetzt zu sagen, die Reiseleitung ist an allem Schuld, ich weiß nicht... Es ist nun mal eine Naturkatastrophe und ihr hattet das Pech in einem Hotel zu sein, das es halt ziemlich schwer erwischt hat. Aber gegen solche Naturereignisse kann man nunmal nichts machen und im Übrigen ist das auch der erste Punkt, für den JEDER Reiseveranstalter Schadensersatz in seinen Bedingungen explizit ausschließt... Wie schon vorher geschrieben, jeder der im August, September, Oktober in die Karibik fliegt, weiß dass dort zu dieser Zeit Hurricanzeit ist. Klar hofft man immer, dass es einen selbst nicht trifft, aber so ist das halt, mit dem Risiko muss man dann wohl leben. Wenn mir in Ägypten, der Türkei oder sonstwo eine Bombe unter dem Hintern explodiert, kann ich mich auch nicht hinstellen und sagen, da hätte sich die Reiseleitung aber mal ein bisschen besser kümmern müssen. Klingt hart, ist aber so. Mit solchen Risiken muss man leben, wenn man in andere Länder reist. Und selbst beim Urlaub auf Balkonien kann mir ein von oben angeflogener Blumentopf das Hirn zertrümmern.

Ach ja, meine Eltern haben noch das beste aus ihrer verbliebenen Woche gemacht und noch richtig Spaß gehabt. Sie haben mir allerdings auch von Leuten berichtet, die dann mit der Digicam in der Anlage rumspaziert sind und gleich mal "Beweisfotos" für die anstehende Geldrückforderung gemacht haben und den ganzen Tag nur am Meckern waren, weil es hier noch feucht war, oder da noch Sand lag oder der Pool abgelassen werden musste. Gut, wer so seinen Urlaub verbringen will, bitte schön...
Die Angestellten haben jedenfalls schier unmenschliches geleistet! Während die Straßen blockiert waren, und somit die Ablösung nicht ins Hotel kam, haben sie tlw. 72 Stunden durchgearbeitet, wohl wissend, dass zu hause ihre Hütte dem Sturm zum Opfer gefallen ist und sie somit quasi obdachlos sind. Daran sollte man auch mal denken, wenn man hier nach Schadensersatz schreit... -
Hurrican JeanneHallo zusammen,meinen Eltern gehts gut!
Ich hab wieder mit ihnen telefoniert und sie sind soweit guter Dinge. Sie haben wieder Strom und Wasser. Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange. Meine Eltern hatten unwahrscheinliches Glück ein Zimmer zu haben, welches den Regenfluten standgehalten hat. Das Palladium besteht ja aus einzelnen Häuschen mit jeweils 8 Zimmern. Teilweise hat es die Dachkuppeln weggerissen, so dass Wasser in Strömen diese Häuser überflutet hat. Auch zu den Türen ist wohl teilweise Wasser reingekommen, da die Eingangsbereiche und Terassen wohl z. T. etwas schräg abfallend sind. Die Nachbarn gegenüber haben das Wasser z. B. mit Eimern aus dem Zimmer geschöpft, da stand es bis zum Bett. Bei einem ist die komplette Deckenverkleidung, unter der sich die Klimaanlage etc. befindet runtergekommen. Teilweise haben die Leute zu sechst in einem Doppelzimmer geschlafen. Vier in den Betten, einer auf der Couch, einer in der Badewanne... Eine Umquartierung in nicht betroffene Zimmer war auch nicht möglich, da das Hotel praktisch vollkommen ausgebucht ist. Die Lobby/Rezeption ist abgedeckt und stand unter Wasser, ebenso wie beide Speisesäle. Der Hauptspeisesaal (Catedral) wurde professorisch mit Plastikplanen abgedichtet und ist wohl mittlerweile wieder benutzbar, wenn auch die Polster usw. noch nass sind. Von der Gartenanlage scheint nicht mehr viel übrig zu sein. Der Strand ist jetzt einen Meter tiefer, ein paar Palmen haben allen Angriffen getrotzt und stehen da jetzt mit freigelegten Wurzeln und ohne "Dach" rum. Ach ja, der Strand befindet sich jetzt auch teilweise im Arrecife Restaurant und im Spa Zentrum, diese sind beide nass und eingesandet. Von den Strandbuden der Einheimischen am Ende der Hotelanlage ist fast nichts mehr übrig. Strassen sind z. T. noch unpassierbar, es hat Brücken weggerissen, in den Häfen sind fast sämtliche Boote abgesoffen usw. Die Aufräumarbeiten sind aber wie gesagt in vollem Gange, es werden mit Hochdruck auch Zeitarbeiter eingesetzt um das ganze möglichst schnell wieder auf vordermann zu bringen. Aber die Grünanlagen werden wohl noch eine ganze Weile brauchen, bis sie sich wieder einigermaßen erholt haben... -
Hurrican JeanneHallo zusammen,
meine Eltern sind gerade im Palladium in Punta Cana, ich hab vorhin mit ihnen telefoniert. Jeanne wütet dort seit ca. 4 Uhr Ortszeit und - nachdem kurze Zeit Windstille war (im Auge) - wütet er immer noch... Mittlerweile wird Jeanne als Hurrican klassifiziert. Er hat Punta Cana voll erwischt!
Die Gartenanlage ist praktisch komplett zerstört, überall liegen entwurzelte Palmen, Äste, Sträucher etc. rum, die Rezeption ist teilweise abgedeckt, die Zimmer stehen teilweise unter Wasser. Seit einigen Stunden herrscht kompletter Strom- und Wasserausfall. Meine Eltern meinten, es schaut schlimmer aus wie nach einem Bombenangriff...