"Die Deutsche Bahn wird wegen ihres Sonderangebots für 29 Euro heftig kritisiert. Viele Kunden beklagen, dass sie selbst Reiseverbindungen mit erheblichen Umwegen nicht für den Aktionspreis buchen können.Mit diesem massiv beworbenen Produkt sollen vor allem Neukunden zur Bahn gelockt werden. Das Angebot verspricht für Juli und August eine Reise auf einer beliebigen Verbindung in Deutschland für diesen niedrigen Preis. «Sogar im ICE», wie es auf der Angebotsseite der Bahn im Internet heißt.Es häufen sich aber Medienberichte, Internetdiskussionen und Fahrgastbeschwerden von erfolglosen potenziellen Kunden, die selbst Reiseverbindungen mit erheblichen Umwegen oder Bummelzügen nicht für den Aktionspreis buchen konnten. Auf den großflächigen Plakate und zahlreichen Internetbanner der 29-Euro-Kampagne sind die Einschränkungen des Angebots unauffällig platziert. Wie bei Sonderangeboten üblich besteht Pflicht zu Frühbuchung und Festlegung auf einen Zug, außerdem ist die Zahl der Fahrkarten pro Zug begrenzt.
Laut Bahn-Pressestelle werden täglich 30.000 Tickets für die 29 Euro angeboten. Bei 1300 Reisezügen pro Tag relativiert sich diese Zahl: 23 Plätze bleiben dann durchschnittlich pro Zug. Dabei ist noch nicht eingerechnet, dass bei vielen Verbindungen zwei oder mehr verschiedene Züge genutzt werden müssen.
Für den Kunden kann das Buchungsverfahren des 29-Euro-Tickets mühsam werden. Durch einen Aufschlag für Kauf am Schalter oder an der Telefon-Hotline werden Kunden zum Buchungssystem im Internet gelockt. Obwohl sich dort schnell passende Verbindungen finden, ist es nicht einfach, das Sommer-Angebot zu buchen. Jede normale Zugverbindung hat neben dem Standardpreis auch den Hinweis: «ab 29 Euro». Gewissheit, ob die Fahrt denn wirklich so günstig wird, gibt es erst mehrere Mausklicks später - und dann auch nur für die gewählte Verbindung.
Quelle: NETZEITUNG.DE
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Elli