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  • Marienkäfer Reisen
    FarquarsonF Farquarson

    Warnung vor Marienkäfer Reisen GmbH!

    Der Horrortrip ist zwar schon über ein Jahr her, aber beim Durchforsten des Internet habe ich jetzt so viele Berichte über das Geschäftsgebaren dieses Reiseveranstalters gelesen, welche sich mit meinen Erlebnissen decken, daß ich auch gerne einige Zeilen schreiben möchte.

    Ich habe die Busreise "Schottlands Highlands" vom 01.06. bis 06.06.2014 gebucht. Meine Erinnerung daran ist noch sehr frisch, da ich erstens alles genau notiert habe und zweitens auch sehr gerne im Freundeskreis über diese wirklich unglaubliche Reise berichte. Mein Bericht ist nicht chronologisch aufgebaut, sondern handelt einzelne Punkte ab. Ich erwähne auch nur die Highlights, sonst würde ich morgen noch hier sitzen und schreiben.

    Der "Komfortreisebus" (Zitat aus dem Werbeprospekt) der Firma Schu...rt (Subunternehmer) hatte einen Kilometerstand von 625.000 km und zeigte sich (wie leider auch das Personal) ungepflegt und schmuddelig. Beispielsweise funktionierte die Bordtoilette nicht, was der Fahrerin und ihrem sie begleitenden Lebensgefährten auch bekannt war, denn sie wiesen ausdrücklich darauf hin, die Toilette aus diesem Grunde nicht zu benutzen. Einmal fuhr die Fahrerin an ein Waldstück heran und forderte die zumeist älteren Mitreisenden auf ihr Geschäft im Wald zu verrichten! Das war bei Antwerpen. Es hätte sicherlich Möglichkeiten genug gegeben, eine normale Raststätte aufzusuchen.

    Sowohl die Fahrerin als auch ihr Begleiter schlugen sehr oft einen unverschämten, ruppigen und unangemessenen Ton gegenüber den Mitreisenden an. Teilweise mag das daran gelegen haben, daß die beiden mit der Situation vollkommen überfordert waren. Begrüßung morgens beispielsweise: "Hinsetzen, anschnallen!" Und das war nicht humorvoll gesagt und gemeint.

    Der Bus kam schon viel zu spät in Braunschweig an. Das lag aber nicht an vollen Straßen von Berlin nach Braunschweig, denn die sind am Sonntagmorgen leer. Vielmehr hatte sich die Busfahrerin verfahren. Das kam im Verlaufe der Reise noch häufig vor. Weder die Fahrerin noch ihr Begleiter waren imstande, das Navi zu bedienen. Erschwerend kam in Großbritannien hinzu, daß beide nicht ansatzweise der englischen Sprache mächtig waren.

    Zusätzlich zu der Verspätung in Braunschweig hatten wir eine Verzögerung durch einen Stau im Ruhrgebiet, wofür freilich weder die Fahrerin noch Marienkäfer Reisen verantwortlich gemacht werden können. Letzten Endes verpassten wir die Fähre in Zeebrügge aber auch nicht wegen dieses Staus. Hätte sich die Fahrerin nicht in Braunschweig verfahren, hätte sie sich nicht in Antwerpen verfahren, hätte der Begleiter nicht seine Fahrerlaubnis zuvor verloren, so daß sich beide Schu...rt-Angestellten hätten abwechseln können, dann wäre die Fähre in Zeebrügge zu erreichen gewesen.

    Irgendwann standen wir in einem Gewerbegebiet irgendwo in Belgien. Die Fahrerin und ihr Begleiter waren ratlos. Unter der Notrufnummer der Firma Marienkäfer Reisen, die die beiden wiederholt angerufen haben, nahm niemand ab. Ich selbst habe auch mehrere Male versucht, die 0174-8292666 anzurufen. Auch ich hatte keinen Erfolg. So etwas ist unmöglich! Eine Firma Schleuter Touristik half dem Schu...rt-Team dann weiter. Es hieß, wir sollten statt nach Zeebrügge nach Rotterdam fahren um von dort die Abendfähre nach Hull zu bekommen. Das wäre auch ohne Probleme zeitlich möglich gewesen. Plötzlich ging das dann aber nicht mehr, weil die Lenkzeit der Fahrerin überschritten gewesen sein soll. Stattdessen sollten wir dann nach Calais fahren um noch am selben Abend nach Dover überzusetzen. Seltsamerweise war dann gar nicht mehr von der Lenkzeitüberschreitung die Rede, obwohl Calais nicht näher an diesem Gewerbegebiet lag als Rotterdam. Wie sich später herausstellte, soll die Fähre von Rotterdam zu teuer gewesen sein. Das sollte mir als Kunde eigentlich egal sein, denn ich ging davon aus, am Montagabend im Hotel in Blairgowrie zu sein, so wie es geplant und angekündigt war. Ich hatte dort einen für mich wichtigen Termin. Mit der Route Calais-Dover wäre es gar nicht möglich gewesen, am Montagabend in Blairgowrie zu sein.

    Letzten Endes ging es gar nicht nach Calais, sondern nach Dünkirchen, wo die Firma Schleuter Touristik (deren Rolle in diesem Spiel mir nicht ganz klar wurde) für die Reisegesellschaft ein Hotel organisiert hatte. Marienkäfer Reisen kümmerte sich um gar nichts! Noch immer war die Notrufnummer tot. Der Begleiter/Lebensgefährte der Fahrerin sagte uns, für die Unannehmlichkeiten würden wir einen Tag länger in Schottland bleiben dürfen als vorgesehen. Das sei ihm zugesagt worden. Vermutlich, falls es denn überhaupt stimmte, von der Firma Schleuter Touristik, denn Marienkäfer Reisen war ja nicht zu erreichen. Wegen dieser Aussage kehrte einigermaßen Ruhe ein, wenn gleich einige Mitreisende es nicht witzig fanden, gar nicht gefragt zu werden, ob ihnen der zusätzliche Tag überhaupt recht sei, denn sie hätten direkt nach der geplanten Ankunft in Deutschland Termine und könnten keinen Tag dranhängen.

    Am nächsten Vormittag setzten wir von Calais nach Dover über. In Großbritannien zeigte sich, daß die Fahrerin und ihr Freund vollkommen überfordert waren. Sie konnten aufgrund ihrer nicht vorhandenen Sprachkenntnisse keine Hinweisschilder lesen ( "Slow, was heißt denn slow, was hier überall steht?" ) Auch waren sie, wie gesagt, nicht imstande, das Navi zu bedienen. Ich habe das dann übernehmen müssen. Ein anderer Mitreisender (gebürtiger Schotte) und ich mussten auch oft dolmetschen, zum Beispiel beim Einchecken in Hotels oder auch als der Bus einer Kontrolle unterzogen wurde (bei der nicht viel an einer Stilllegung fehlte!). Auch die Firma Schu...rt hat sich nicht durch große Kompetenz hervorgetan. So rieten sie der Fahrerin telefonisch, London weiträumig zu umfahren. Hätte irgendjemand eine Straßenkarte dabeigehabt, so wäre klar geworden, daß man, von Dover kommend, London gar nicht "weiträumig umfahren" kann wenn man nach Norden möchte.

    Die Fahrerin war der Meinung, wenn sie tüchtig Gas gibt würde sie die rund 800 km von Dover nach Blairgowrie an einem Tag schaffen, also genaugenommen an einem halben Tag, da wir ja erst Mittags in Dover von der Fähre fuhren. Sie wurde auf der Autobahn nach London in einen Unfall verwickelt. Ich kann nicht beurteilen, ob sie Schuld hatte oder der LKW-Fahrer, dem sie mit ihrem "Komfortreisebus" beim Überholen den Außenspiegel abrasierte. Fakt ist, daß sie da sehr schnell unterwegs war. Keiner der Mitreisenden fühlte sich bei ihr so recht sicher....

    Kurz vor dem Themsetunnel fragte ich den Begleiter, ob er Bargeld dabeihabe um an der üblichen Mautstelle zu bezahlen. Er war völlig erstaunt und es zeigte sich, daß er erstens von der Existenz von Mautstellen nichts wusste und zweitens noch nicht einmal Englische Pfund in der Tasche hatte. Wenn schon der Reiseveranstalter die Fahrer/Begleiter nicht mit etwas Bargeld ausstattet, so sollte er sie wenigstens darauf hinweisen, daß man auf der Fähre tauschen kann.

    Recht bald wurde es offenbar, daß wir es nicht bis Blairgowrie schaffen würden. Die Besichtigung der Melrose Abbey, auf die sich alle sehr gefreut hatten, musste ohnehin schon ausfallen. Wären wir über Rotterdam gefahren, hätte das nicht sein müssen! Die Reisenden waren nicht begeistert, aber durch die Aussicht auf einen zusätzlichen Tag verhielten sie sich noch ruhig. Schleuter Touristik organisierte uns dann ein Hotel unweit von Birmingham. Es war Montag, und noch immer hatte der Begleiter es nicht geschafft, Marienkäfer Reisen zu erreichen. Dazu gleich mehr.

    Am Dienstagmorgen ging es weiter Richtung Schottland. Wieder verfuhr sich die Fahrerin mehrmals. Wir sollten eigentlich um 11 Uhr in Edinburgh sein, wo ein schottischer Reiseleiter auf uns wartete. Ich muß wohl nicht erwähnen, daß wir erst drei Stunden später unter dem Castle anlangten. Wieder völlige Inkompetenz seitens der Schu...rt-Truppe beim Bedienen des Navis. Durch die Zeitverzögerung fiel die Besichtigung des Palace of Holyroodhouse aus. Auch das war sehr schade, denn es war, wie Melrose Abbey, ein angekündigter Programmpunkt.

    Zwischendurch (Dienstag) versuchte ich, Marienkäfer Reisen über die normale Festnetznummer in Hannover zu erreichen. Dort meldete sich auch, lange nach 9 Uhr allerdings, eine Mitarbeiterin, der ich die Probleme vortrug. Sie fragte, warum sich niemand früher gemeldet habe. Ich erwiderte, bei Marienkäfer Reisen (Notrufnummer!) ginge niemand ans Telefon. Ich gab meine Kundennummer durch und meldete vorsorglich Schadenersatzansprüche für die jetzt schon verpfuschte Reise an. Auch bat ich darum, die völlig hilflose Busfahrerin bzw. ihren Begleiter anzurufen. Die hannoversche Mitarbeiterin sagte zu, die Berliner Zentrale deswegen zu benachrichtigen. Mir fiel danach auf, daß beim Begleiter das Telefon mehrmals klingelte, dieser jedoch nicht abnahm. Eine Mitreisende rief direkt in Berlin an (man ging schließlich ran!) und beklagte sich unter anderem über die mangelnde Kommunikation zwischen Marienkäfer Reisen und dem Freund der Busfahrerin. In Berlin war man sehr erstaunt und sagte, man würde dauernd anrufen, aber niemand (also der Begleiter) würde reagieren. Das glaube ich jetzt gerne, aber beweisen kann ich es natürlich nicht. Tatsache ist, daß unter der Notrufnummer am Sonntag niemand zu erreichen war.

    Weitere Details erspare ich der Leserschaft. Da wäre noch die gebuchte Einzelkabine auf der Rückfähre von Hull nach Rotterdam zu erwähnen, die ich mir mit einer älteren Dame teilen sollte. Das ganze Chaos beim Einchecken auf diese Fähre. Vieles andere noch. Der versprochene zusätzliche Tag fand, man wird es sich denken können, natürlich auch nicht statt.

    Das Hotel in Blairgowrie war okay und das Personal sehr freundlich. Der schottische Reiseleiter, der von Edinburgh bis zur Besichtigung der Distillerie dabei war, war großartig. Der schottische Entertainer im Hotel war Extraklasse. Das Wetter war meistens gut. Ansonsten war das, was Marienkäfer Reisen abgeliefert hat, eine unbeschreibliche Katastrophe. Ich habe übrigens etliche Zeugen für das Erlebte!

    Überflüssig zu erwähnen, daß ich nie wieder mit dieser Firma zu tun haben möchte!

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