Im Februar 2015 war im Mannheimer Morgen (morgenweb.de) von einer möglichen Entstehung eines Hotels mit 36 Zimmern im Ladenburger Industriegebiet "Hundert Morgen" zu lesen. Geschmeidige drei Jahre später steht nun die Aufstellung des Bebauungsplans bevor und im März 2018 stand in der Rhein-Neckar-Zeitung (rnz.de) u.a. zu dieser Thematik zu lesen: "Auch Betriebe, die mit dem innerstädtischen Gewerbe konkurrieren, werden im Gebiet Hundertmorgen keinen Platz haben. Zum Beispiel ist es untersagt, Geschäfte wie Metzgereien oder Bäckereien zu eröffnen, auch Hotelbetriebe haben keine Chance." Seinerzeit, 2015, war der Artikel mit "Hotel im „Hundert Morgen“ macht dem Gastgewerbe Sorgen" überschrieben. In dem Text stand u.a. zu lesen: "Für das genannte Areal laufe gerade ein Bebauungsplanverfahren. In dem als Industriegebiet ausgewiesenen Bereich sei ein Hotel grundsätzlich zulässig." Laut Bürgermeister Ziegler "dürfte wahrscheinlicher sein, dass sich eine Kette von Billig-Hotels hier niederlässt." Weiter heißt es im Artikel: "Für Ladenburger Verhältnisse wäre ein Hotel mit 72 Betten vergleichsweise groß." Und dann hat im Artikel der Inhaber der Krone, Claus Hardung, das Wort: "Natürlich hätte ein weiteres Hotel negative Auswirkungen auf die vorhandenen Betriebe". Und weiter heißt es: "Mit einer Auslastung von 60 bis 65 Prozent im Jahresschnitt sei er derzeit zwar zufrieden: "Aber es ist noch Luft nach oben." Schon heute seien die Hotels in der Stadt nur sehr sporadisch komplett belegt, und zwar vor allem dann, wenn in der Region Großveranstaltungen stattfinden. Als Beispiele nennt er Formel-1-Rennen und den Kardiologen-Kongress in Mannheim. Von der Stadt Ladenburg kommen nach Ansicht von Hardung dagegen sehr wenig Impulse für den Tourismus: "Die Stadt tut kaum etwas." Und dann nennt Hardung noch Veranstaltungen, die es mittlerweile nicht mehr gibt und dass er vor allem von Stammkunden lebt. So, genug zitiert. Ich stelle hiermit fest: die Stadt hat anscheinend mittlerweile jede Menge getan um ihn und seine Frau zu schützen vor der Konkurrenz. Da wird man sich in den letzten drei Jahren wohl mehrfach getroffen haben. Das Ganze könnte dem Gast dann egal sein, wenn er auch so ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis geboten bekommt. In (mindestens) einem Hotel in Ladenburg ist das der Fall, im Fall der "Krone" kann ich das aus Erfahrung nicht bestätigen. Offenbar haben sich mittlerweile die Stornierungsbedingungen noch weiter zu Ungunsten des buchenden Gastes verschlechtert: während die Bedingungen schon vor einigen Jahren vergleichsweise ungünstig waren, gibt es derzeit z.B. beim Portal "booking.com" anscheinend nur noch die Buchungsoption "Niedriger Preis - kein Geld zurück", d.h. es wird im Falle einer notwendigen Absage oder Änderung, z.B. Erkrankung, andere wichtige Gründe, der volle Buchungsbetrag von der Kreditkarte abgebucht. Das habe ich selber aufgrund einer ähnlichen Konstellation seinerzeit schmerzlich erfahren müssen. Mit einem Entgegenkommen der Geschäftsführerin Frau Hardung sollte man besser nicht rechnen. Fazit: Wer vor einer Buchungsentscheidung steht, sollte sich vor allem die Anzahl der Bewertungen bei den Buchungsportalen ansehen! Und ein Blick ins "Kleingedruckte", v.a. in die Stornierungsbedingungen, sei natürlich auch empfohlen.
frank5678
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"Romantik-Hotel" in Nähe Heidelberg :-( -
"Romantik-Hotel" in Nähe Heidelberg :-(Kugelkäfer gibt's in diesem völlig überteuerten Hotel auch noch, wie man aus Bewertungen lesen kann. Die sind doch, werden Nahrungsmittel hier befallen, für den Menschen sogar gesundheitsschädlich!!!
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"Romantik-Hotel" in Nähe Heidelberg :-(Hotel "Zur Goldenen Krone" in Ladenburg, Brauergasse 2
Vom 13.10.-19.10.2014 hatten meine Eltern (gemeinsam mit meiner Tante und meinem Onkel) anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit in der "Zur Goldenen Krone" über booking.com zwei Doppelzimmer zum Preis von jeweils 159 €/Übernachtung für 6 Übernachtungen/Frühstück gebucht. Dem Anlass entsprechend sollte es für die Beiden und ihre Verwandten (alle vier sind zwischen 75 und 78 Jahren alt) ein besonders schönes Erlebnis werden, das man in einem gehobenen Wohlfühl-Ambiente in der Nähe von Heidelberg verbringen wollte. Bei den auf booking.comeingestellten Bildern (die heute immer noch dieselben sind wie damals) musste man, zumal für diese 7 Tage immerhin 1.908 € bezahlt wurden, davon ausgehen eine Unterkunft auf sehr gehobenem Niveau vorzufinden. In der Beschreibung war das Hotel mit 3*, an einer anderen Stelle auf derselben Seite sogar mit 4* ausgewiesen. Auf der Homepage des Hotels, die sich meine Eltern nicht angesehen hatten, wird sogar von "höchsten Ansprüchen" gesprochen. Als die vier älteren Herrschaften dann eintrafen waren sie beim Anblick der Treppe zu den Zimmern geschockt: sehr steil, sehr hoch und mit recht schmalen Absätzen so dass sie für ältere Menschen nicht bequem und damit gefahrlos zu benutzen gewesen wäre. Man hielt sie für unzumutbar; man hätte immer die Befürchtung haben müssen auf der Treppe zu stürzen. Seitens der vier hatte man keine Veranlassung gesehen auf gesundheitliche Einschränkungen hinzuweisen. Beide Ehepaare wohnen in Einfamilienhäusern und die beiden Männer haben kein Problem dort oder woanders normale Treppen zu benutzen; lediglich längeres Gehen fällt etwas schwer. Ein Bild der Treppe oder ein Hinweis im Text hätte sie von einer Buchung abgehalten. Dass kein Fahrstuhl vorhanden ist in einem Haus dieser Preiskategorie hätten sie auch nicht für möglich gehalten. Die anwesende Hotelangestellte bot, nachdem die Beschwerde vorgetragen wurde, keine Ersatzzimmer im Erdgeschoss an, sondern empfahl, um Rat gebeten, das Leonardo-Hotel, ein 4*-Haus, wo man für 1.320 € einen sehr schönen Aufenthalt hatte, sogar mit Frühstücksbuffet. Dort stimmte das Preis-/Leistungsverhältnis. Die Doppelzimmer in der "Zur Goldenen Krone" boten außerdem nur schmale "Spinde", anstelle von normalgroßen Kleiderschränken wie man sie sonst kennt und im Leonardo auch vorfand. Zudem machten Terrasse, Blumen und abblätternder Putz außen einen vernachlässigten Eindruck. Einen Parkplatz am Hotel gibt es übrigens nicht; es muss ein öffentlicher Parkplatz, der mehrere Hundert Meter entfernt ist, aufgesucht werden, wobei noch nicht mal sicher ist, dass man auch einen freien Stellplatz findet.
Was aus der Sache geworden ist (nachdem sich die vier entschlossen in diesem Hotel nicht zu bleiben)? Nachdem die vier pünktlich um 15 Uhr eingetroffen waren und nach Begutachtung der Treppensituation, der Zimmer und des "dunklen Ambientes" des Hotels dieses wieder verlassen hatten wurde von der Hotelinhaberin Frau H. bereits kurz nach 17 Uhr 80% der Gesamtsumme, d.h. 1.526,40 €, über meine Kreditkarte abgebucht. Unser Wunsch nach einer Erstattung wurde abgelehnt ( "ein Reklamationsanspruch ist leider ausgeschlossen" ). Ihre Antwort-Mail endet mit: "Gerne möchten wir Ihnen jedoch anbieten, uns bei Ihrem nächsten Besuch vorab Ihre Wünsche mitzuteilen, so dass wir diese für Sie und Ihre Eltern zufriedenstellend umsetzen können." Zynischer geht's wohl kaum! Ein Anruf im Hotel brachte nichts, mehrere Einschreibebriefe sowie E-Mails meinerseits blieben unbeantwortet. Erst als ich über einen Anwalt der Verbraucherzentrale das Hotel anschreiben ließ, kam am letzten Tag der gesetzten Frist doch noch eine Antwort, von der Anwaltskanzlei der Hotelinhaber: "unsere Ansprüche werden zurückgewiesen, falsche Angaben seien nicht gemacht worden". Da ich keine Rechtsschutzversicherung habe, die vier älteren Herrschaften auch keine Beweisfotos machten und sich das Hotel auf die Rücktrittsklausel von der Buchung beruft habe ich von weiteren rechtlichen Schritten abgesehen. Muss allerdings schon sagen dass ich mich um mein Geld betrogen und natürlich auch über die tatsächlichen Gegebenheiten getäuscht fühle. Mit wem man es hier zu tun hat kann man übrigens an etlichen Hotelbewertungen ersehen die es mittlerweile gab (Klagen über den Zustand des Hotels, u.a. die Treppe und das absolut unpassende Preis-/Leistungsverhältnis usw.) (damals hatte es leider nur 17 Bewertungen gegeben; bei dieser geringen Anzahl hätten alle Warnlampen angehen müssen!) sowie der Tatsache, dass während meiner Korrespondenz mit booking.com und dem Hotel sämtliche Sterne-Angaben von der Seite verschwanden, später aber die 3*-Angabe wieder gemacht wurde (die 4* sind jetzt weg)! Dass es sich um ein sehr altes Haus handelt wird auf booking.comnicht erwähnt. Nach wie vor nicht! Trotz meiner Einschreiben, E-Mails und dem Schreiben des Anwalts. Die Situation mit dem Parkplatz wird auf den verschiedenen Portalen ebenfalls nicht richtig dargestellt. Die Angaben sind zudem widersprüchlich. Bei mindestens einem Portal hat das Hotel 4*, bei anderen 3*. Ein Mal wird die Zimmerzahl mit 11, woanders mit 14 angegeben. Meine Meinung: Gerade der, der viel Geld verlangt, soll auch eine dementsprechend angemessene Gegenleistung bieten.
"Update:"
Aktuell, 24.08.2015, gibt es bei booking.com für u.a. die Hotels "Zur Goldenen Krone" und "Leonardo Hotel" in Ladenburg Schnäppchen-Angebote.
Die Stornierungs- und Vorauszahlungsbedingungen weichen dabei deutlich voneinander ab wie man sehen kann:
"Leonardo-Hotel"
Stornierung: Stornierungen und Änderungen, die vor 18:00 Uhr am Tag der Anreise erfolgen, sind kostenfrei. Stornierungen und Änderungen, die verspätet erfolgen sowie Nichtanreisen, werden mit 100 Prozent des Preises der ersten Übernachtung berechnet.
Vorauszahlung: Eine Anzahlung ist nicht erforderlich."Zur Goldenen Krone"
Stornierung: Stornierungen und Änderungen, die bis zu 7 Tage vor Anreisedatum erfolgen, werden mit 50 Prozent des Preises der gesamten Buchung berechnet. Stornierungen und Änderungen, die verspätet erfolgen sowie Nichtanreisen werden mit dem Gesamtbetrag berechnet.
Vorauszahlung: Eine Anzahlung in Höhe von 50 Prozent der Buchungssumme wird jederzeit nach Abschluss der Buchung fällig. Eine Anzahlung in Höhe von 50 Prozent der Buchungssumme ist spätestens 7 Tage vor der Anreise fällig.Heute, am 01.09.2015, gibt es in der "Zur Goldenen Krone" kein Schnäppchen-Angebot mehr. Für das "Letzte Chance!"-Zimmer sind die Konditionen hinsichtlich Stornierung und Vorauszahlung laut den "besonderen Bestimmungen" allerdings dieselben wie beim Schnäppchen-Angebot.
Seinerzeit, im Oktober 2014, hatte es sich übrigens um kein Schnäppchen-Angebot gehandelt. Am 07.10.2014 hatte ich für den Zeitraum 13.10.-19.10.2014 gebucht. Die Reservierungsbestimmungen waren:
Stornierung: Kostenlose Stornierung vor dem 6. Oktober 2014. Stornierungen und Änderungen, die bis zu 7 Tage vor Anreisedatum erfolgen, sind kostenfrei. Stornierungen und Änderungen, die verspätet erfolgen, sowie Nichtanreisen werden mit 80 Prozent des Preises der gesamten Buchung berechnet.
Vorauszahlung: Eine Anzahlung ist nicht erforderlich.In der Reservierungsbestätigung von booking.comvom 07.10.2014 steht, jeweils bei beiden Doppelzimmer-Positionen, dementsprechend bei "Stornierungsgebühren": ab 7. Oktober 2014 17:45 Uhr: € 763,20 . Die Stornierung dieser Buchung ist kostenpflichtig.
Konkret hätte das bedeutet: bei einer Stornierung noch am 7.10.2014, nur wenige Minuten nach der Buchung, hätten die Stornierungskosten (wie im vorliegenden Fall des Nichteinzugs) 2 x 763,20 € = 1.526,40 € betragen!