@wuelfi71 sagte:
Allen Einzelleistungsbuchern, denen AMEX das Chargeback verweigert, würde ich raten, sich beim BaFin zu beschweren! Hier der link zum entsprechenden Formular:
https://www.bafin.de/beschwerdeformular_start.html
Das geht schnell und ohne Kosten, ihr bekommt eine Rückmeldung, ob man der Sache nachgeht, zu Eurem Einzelfall wird das BaFin zwar keine Stellung nehmen, wenn sie Anzeichen für ein Fehlverhalten sehen, hat das aber einen ziemlichen Hebel für alle Betroffenen.
Ich würde davon ausgehen, dass Amex -genau wie der Acquirer für VISA und Mastercard- eine Sicherheitsleistung von FTI einbehalten hat, aus der das Chargeback vorgenommen werden kann. Ggfls. hatten sie aber eine falsche Risikoeinschätzung (wie so viele) und die Sicherheitsleistung reicht nicht für alle Chargeback Ansprüche, daher vielleicht die Verweigerungshaltung.
Und ein Hinweis aus einem anderen Forum für die Mietwagenbucher: Dort berichten User, dass sie den Wagen bei Alamo ohne erneute Zahlung abholen konnten, da Alamo Vorkasse von FTI vereinnahmt hat (hätte ich mir auch nicht anders vorstellen können), ABER, selbst wenn der Mietwagen ohne erneute Zahlung abgeholt werden kann: Man muss wohl bei der Versicherung aufpassen: Es wurden wohl auch Tarife mit hoher Selbstbeteiligung verkauft, die im Schadensfall eine FTI Tochter zum größten Teil übernehmen sollte. Man darf Zweifel haben, dass das nach der Insolvenz noch funktioniert, evtl. läuft man Gefahr, im Schadensfall auf mehreren TEUR sitzen zu bleiben, also ggfls. vor Ort für eine Höherversicherung draufzahlen (wo ja sonst eigentlich immer als überflüssig vor gewarnt wird...)
Sehr guter Hinweis mit der Bafin. Ergänzend kann natürlich auch ein Schreiben an die Schlichtungsstelle bei der Deutschen Bundesbank adressiert werden. Vielleicht erhöht das die Chancen. Wichtig ist jedoch, nur bei Vorliegen einer Stornierungsbestätigung kann man diese Wege direkt gehen und natürlich mit dem Ablehnungsschreiben von Amex. Hat man keine Stornobestätigung muss man warten, bis der Mietzeitraum vergangen ist. Nur so ist ein Nachweis gegeben, dass die Leistung nicht erbracht wurde. Schreiben auch einige Banken inzwischen zum Chargeback.
Wegen Mietwagen und der Versicherung, ja da muss man aufpassen und Check24 hat seine Kunden darauf schon hingewiesen. Ebenso das Thema Vorkasse an den Vermieter. Wobei ich persönlich den Voucher direkt wenige Sekunden nach Buchung bekommen habe. Daher kann ich nicht davon ausgehen, dass in meinem Fall Europcar die Kohle schon bekommen hat. Europcar selbst kann dazu keine Antwort geben. Ich hätte gedacht, ein Blick ins System müsste die Antwort geben. Aber sobald die FTI hören, wollen sie das Gespräch gerne schnell beenden.