So, da sind wir jetzt wieder im kalten Deutschland und können nun unsere Erfahrungen mit: Nach Sousse über Tunis, weitergeben !
Also erstens waren unsere Bedenken+Sorgen über eine mögliche Odysee absolut unnötig gewesen, denn zweitens hat alles prima geklappt und wir waren angenehm überrascht !!!
Lest selbst:
Ankunft in Tunis mit einer Linienmaschine der Tunis Air um 14.45 Ortszeit.
Der Flughafen selbst ähnelt in Form und Größe etwas dem guten "alten" Monastir, ist aber wesentlich älter (Baujahr 1940).
Dann, wie auch in Monastir üblich, die paar Meter vom Flugzeug bis zum Flughafeneingang mit dem Bus. Dann dachte ich erst wir wären doch in Monastir gelandet, denn die Halle mit der Paßkontrolle, der niedrigen Decke, dem grauen Steinfußboden und die Schalter wo die Beamten sitzen, fast identisch.
Dort lagen auch jede Menge von denen im Flugzeug verteilten Einreisekarten, womit wir uns gleich eindeckten um sie vor der nächsten Reise schon zu Hause auszufüllen um sich das im Flugzeug zu ersparen !
Hinter den Schaltern die obligatorische Tür zum durchlaufen und das kleine Band um Handgepäck und Klamotten zu röntgen. Als ich durch die Tür ging, fingen alle Lampen und Hupen an Alarm zu schlagen weil ich noch Geldbeutel, Handy+ Armbanduhr in den Hosentaschen, bzw. an hatte, was aber wie immer in Tunesien niemanden interessierte und man mich durchwinkte !!! 
Eine Kalaschnikow, als Geschenk für die Rebellen in Libyen, wäre sicher auch kein Problem gewesen. 
Danach kam die Halle mit insgesamt 6 Gepäckbändern und auch jede Menge von Wägelchen standen hier herum.
Gegenüber auf der linken Seite gibt es auch gleich einen Duty Free Shop und daneben, etwas zurückgesetzt und versteckt, eine Wechselstube wo wir uns erstmal "flüssig" gemacht haben denn wir wußten ja nicht was noch alles kommen würde.
Danach problemlos durch die Zollkontrolle, die Zollbeamten dort kontrollierten nur
Einheimische oder welche die wohl so aussahen.
Dahinter standen schon die Reiseleiter verschiedener Veranstalter mit ihren Schildern.
Wir wunderten uns nur, daß wir nicht wie sonst üblich eine Busnummer gesagt bekamen, sondern der Busfahrer schon dort auf uns wartete und sich auch gleich unser Wägelchen schnappte um sich auf den Weg Richtung Ausgang und Busparkplatz zu machen.
Dort vor dem Ausgang rechts ist auch noch mal eine Wechselstube von Western Union, falls man die andere hier beschriebene übersehen haben sollte. Ebenso ein Cafe in dem man Getränke und Snacks kaufen kann, was wir aber sicherheitshalber schon von Frankfurt (M) aus mitgenommen hatten, da wir ja nicht wußten wie lange wir unterwegs sein würden.
Dann kamen wir auf den Busparkplatz, aber der Fahrer lief an allen Bussen vorbei zu einem Jeep der auch dort stand und sagte: Das ist euer Taxi nach Sousse.
Wir waren nämlich die einzigen im ganzen Flugzeug die nach Sousse wollten!!!
Der Jeep war relativ neu, geräumig und komfortabel ausgestattet.
So fuhren wir nun bequem und entspannt über die Autobahn 1 vom Flughafen Tunis
Nonstop in 1 Stunde und 15 Minuten bis direkt vor unser Hotel in Sousse.
Das hätten wir uns bei der Buchung nie träumen lassen ! Sicher, es hätte auch anders kommen können, aber Glück muß der Mensch haben !
Auf unsere Frage an den Fahrer, ob bei mehr Touristen, bzw. einem grossen Bus bis Sousse noch andere Ziele angefahren würden antwortete der Fahrer, die Busse würden immer nur nach Hammamet oder nach PEK/Sousse fahren, was auch hier schon von anderen geschrieben wurde und nicht wie wir befürchtet hatten, über Hammamet nach Sousse.
Da die Fahrt ja, wie auch die zurück, bei Tage war konnte man sich die "abwechslungsreiche " Landschaft ansehen.
Weinfelder, Olivenfelder, gar keine Felder mit verdorrtem Gras, Schaf-und Ziegenherden. Oder alternativ sich mit dem sehr netten Fahrer unterhalten.
Auch an dem neuen Flughafen Enfidha, der gegenüber der Stadt Enfidha im "Niemandsland" liegt und nur durch die Autobahn von ihr getrennt ist, kamen wir vorbei. Schon eine imposante, futuristische Erscheinung. Alleine der extrem hohe Tower ist schon aus der Ferne zu sehen. Kein Vergleich mit Tunis oder Monastir.
Nach unserer Ankunft in Sousse fragten wir den Fahrer ob er uns auch zur Rückreise mit dem Jeep abhole, was er aber nicht beantworten konnte weil er nicht wußte wieviel Personen es denn dann seien.
So deckten wir uns vor der Heimreise (9.20 Uhr ab Hotel) wieder sicherheitshalber mit ewas eßbarem und was zum trinken ein und dieses mal nicht umsonst !
Denn oh Schreck, es kam ein großer Reisebus mit ca. 50 Sitzen und wir befürchteten, daß nach der komfortablen Anreise uns nun das Schicksal auf der Rückreise treffen würde. Dem war aber nicht so !
Wir fuhren lediglich noch 3 Hotels in PEK (Port El Kantaoui) an, wo 10 Personen zustiegen und wir somit in dem großen Bus insgesamt nur 12 Personen waren und man es sich gemütlich machen konnte.
Die gesamte Fahrt von unserem Hotel in Sousse, inclusive 3 Hotelanfahrten in PEK, bis zum Flughafen in Tunis(Abflug 13.45 Uhr)dauerte 2 1/2 Stunden.
Bei mehr Hotelanfahrten natürlich entsprechend länger.
Der Rückflug selbst fand wieder mit einer Linienmaschine der Tunis Air statt.
Fazit: Wir würden, falls erforderlich, diese doch "erträgliche" Alternative
jederzeit wieder****wählen !!!
Gruß
Kurt & Gaby 