Hallo,
also in Alanya scheint einiges anders zu sein, wie im Bereich Antalya bis Manavgat.
Wie die führende Lokalzeitung Alanyas, Yeni Alanya, berichtet, hat die Reisebranche der Stadt nach zwei schlecht verlaufenen Jahren auch im laufenden Jahr ihre Hoffnungen nicht erfüllt sehen können. Allgemein heißt es, dass 2017 zwar ein wenig besser als 2016 verlaufen sei, aber noch weit hinter 2015 zurückliegt. Während Gäste aus Russland und dessen Nachbarländern dabei helfen, wenigstens den Betrieb aufrecht zu erhalten, habe man im Hinblick auf Gäste aus Europa einen großen Einbruch erlitten mit Verlusten von bis zu 60 Prozent.
So betont auch Burhan Sili, das Vorstandsmitglied der türkischen Hoteliersföderation TÜROFED und zugleich Vorsitzender des Hoteliervereins Alanya, ALTİD: “Im Hinblick auf die Nachfrage der Gäste aus Russland und dessen Nachbarsländer liegen wir weit über den Zahlen des vergangenen Jahres. Doch im Hinblick auf den Profit liegen wir wegen der mangelnden Nachfrage aus Europa sehr weit unten. Nachdem, was sich 2016 abspielte, haben wir auch nicht damit rechnen können, dass sich die Lage sofort bessert. Wir denken, dass das drei bis fünf Jahre dauern wird.
Sili wies darauf hin, dass die skandinavischen Länder eine große Bedeutung für Alanya besitzen, betonte aber auch, dass Deutschland weiterhin Buchungsrückgänge zeige: “Die Buchungsrückgänge für Skandinavien dauern auch dieses Jahr an, und die Rückgänge für Deutschland setzen sich auch 2017 fort. Wir haben also Probleme in unserem wichtigsten Markt. Wir erwarten, dass sich das in der nächsten Saison bessern wird, aber dieser Prozess kann lange dauern. Unsere Anlagen mussten diese Saison auf Gewinn verzichten. In Belek geht es den dortigen Anlagen ein wenig besser, weil sie beliebter sind.”
Mehmet Dahaoğlu, der stellvertretende Vorsitzende der PR-Stiftung Alanyas, schätzt die Lage ähnlich ein: “Wir hatten höhere Erwartungen, aber die bekannten Probleme hielten an. Aus Russland haben wir eine gute Nachfrage, und die Urlauber sind mit ihrem Aufenthalt auch zufrieden. Die Reiseveranstalter haben noch Plätze frei und können diese auch verkaufen.
Für Europa spricht Dahaoğlu von Rückgängen von zwischen 30 und 60 Prozent: “Deshalb haben die Touristiker in Alanya dieses Jahr keinen Gewinn machen können. Man hat die Preise gesenkt, um die Anlagen wenigstens auslasten zu können. Ohne Preisnachlass wäre das nicht möglich gewesen. Die Hotels hätten für die Saison schließen müssen. Und wir hätten uns sogar nach der jetzigen, schlechten Lage sehnen müssen.”