Ich war im Juni 2015 in Page.
Es gibt drei Möglichkeiten, den Antelope Canyon zu erkunden:
Upper Antelope Canyon:
Das ist der beliebteste und meistbesuchte Teil. Man läuft ebenerdig hinein, ohne Leitern erklimmen zu müssen. Nachteil: Man muss zwingend eine geführte Tour buchen, da es am Eingang keine Parkmöglichkeit gibt. Die Jeep-Touren beginnen im Juni bei 50 $ pro Person. Wenn man die berühmten Sunbeams fotografieren möchte, muss man eine Tour um die Mittagszeit buchen, die dann natürlich deutlich teurer sind.
Lower Antelope Canyon:
Weniger beliebt, weil der Einstieg über Leitern erfolgt und dadurch etwas körperliche Fitness erfordert. Als wir am Parkplatz des Lower Antelope Canyon vorbeifuhren, der sich in der Nähe des Einstiegs befindet, stand dort ein Schild vor einem Kassenhäuschen, dass Touren alle 20 Minuten starten. Sehr überfüllt war der Parkplatz nicht.
Antelope Canyon per Boot:
Ein Teil des Antelope Canyon ist geflutet und kann per Boot befahren werden. Diese Touren kann man auch spontan noch buchen. Sie sind sehr bequem. Die absolut billigste Bootstour zum Antelope Canyon beginnt bei 38 $ pro Person (zuzüglich Marina-Eintritt) und dauert eine knappe Stunde. Nach oben hin werden bei den Preisen schwindelerregende Höhen für die einfachen "Dampferfahrten" erreicht. Die Marinas nehmen als Eintritt 20 $ pro Fahrzeug, nur zum Hinfahren. Nirgends steht, dass der Jahres-Nationalpark-Pass dort akzeptiert wird. Hätte ich nicht im Visitor-Center gezielt gefragt, hätte ich bezahlt.
Höhle im Monument Valley:
Mein Bruder hat 2013 eine Jeeptour mit einem Navajo durch das Monument Valley gemacht. Der Indianer führte sie in eine Art Höhle und sang dort für ihn und seine Familie. Ich habe das Handy-Video gesehen, war niedlich. Ich dachte, das gehört zum Standard-Programm, deshalb habe ich oben diese Höhle erwähnt.
Horseshoe Bend:
Wer nicht mutig und schwindelfrei ist, wird die spektakuläre Fluss-Schleife nicht sehen. Man sieht sie nur, wenn man sich direkt an die ungesicherte, zerklüftete Felskante stellt, von der aus es 300 m senkrecht bergab geht. Also für etwa 70 % der Besucher ist das Erlebnis zwar auch noch nett, aber absolut nicht umwerfend. Es gibt keine Aussichtsplattform, kein Gitter und keinerlei Brüstung jeglicher Art. Es stehen mehrere Schilder der Nationalpark-Verwaltung, die davor warnen, zu dicht an die Kante heranzutreten. Ich habe mal zwei Fotos gepostet, auf denen man das sieht, was aus 1,5 m Entfernung eben zu sehen ist. Natürlich ist der Horseshoe Bend in Page ein Muss, aber erwartet entweder nicht zu viel oder legt euch in den Staub und robbt so an die Kante heran.
Hier der Link: Zwei normale Fotos vom Horseshoe Bend