Auch ich bin von der Insolvenz betroffen. Sowohl privat als auch beruflich.
Statt von TXL um 6:00 gehts nun von HAM um 13:00 los und statt um 14:00 fliegen wir schon um 7:00 zurück. Das ist schon sehr ärgerlich, jedoch kein Fiasko.
Beruflich hingegen hatten meine Kollegen und ich einiges zu tun. Am Tag der Insolvenz haben wir sofort all unsere Kunden, die in den kommenden drei Monaten mit ST geflogen wären, kontaktiert und beruhigt. Bei einigen Kunden kamen die Alternativflüge binnen einer Woche, bei anderen dauerte es länger, je nach Abreisedatum. Einige akzeptierten die Alternative dankbar, da ihr Urlaub gerettet ist, andere wüteten am Telefon, weil sich der Abflughafen zum Beispiel geändert hat. Da half nur tief durchatmen und weitermachen.
Mein Kollege bei einem Veranstalter hat erzählt, dass die Flugabteilungen Überstunden geschoben haben, um alle Kunden so schnell wie möglich umzubuchen, was ich auch den Kunden mitteilte und sie um Verständnis bat. Von daher ein großes Dankeschön an diese gewissen Veranstalter.
Ein weiterer Kollege aus dem Online-Vertrieb hat ebenfalls von Mehrarbeit berichtet. Es wird sich also nicht nur stationär bemüht, es den Kunden recht zu machen.
Von daher großes Lob an die Kunden, welche geduldig waren und nicht die Vermittler und Veranstalter für die Situation verantwortlich gemacht haben.