Eigentlich war der Preis von Interrent recht günstig bei der Online-Buchung, ein Kleinwagen in Porto (Portugal) für 9 Tage nur 87, - €, und somit nahm ich das Angebot an. Aber ich hatte die Rechnung ohne den Verkaufsagenten gemacht. Das 1. Problem ergab sich, die Verleihstelle von Interrent am Flughafen in Porto zu finden. Diese liegt nämlich nicht auf dem Flugfhafengelände wie all die anderen bekannteren Verleiher, sondern versteckt auf der anderen Seite der Schnellstrasse, zu der man nur sehr kompliziert gelang.
Es erwartete mich eine lange Warteschlange, die mich gut eine Stunde meiner Zeit kostete. Als ich dann freundlich bedient wurde, bat mir der dortige Verkaufsagent ein Upgrade (Diesel, Automatik, grösserer Wagen) für 15, - Euro an. Er sagte mir aber nicht, dass dies der Preis extra pro Tag ist. Somit nahm ich dies ohne zu Zögern und dem langwierigen Durchlesen des vielen Kleingedruckten an. Ausserdem machte er mir das verlockende Angebot einer Pauschale von 1,50 € / Tag für die Nutzung der Via Verde (portugiesische Autobahn) Flat Rate. Er sagte mir aber nicht, dass diese 1,50 € lediglich für das elektronische Gerät ist. Also unterzeichnete ich dies und fuhr mit etwa 1 ½ Stunden Verspätung los. Kurz nach Rückgabe des Fahrzeugs wurde meine Kreditkarte mit 2 getrennten Abbuchungen belastet. Die erste in Höhe von 166,-€ war das Upgrade, 15,-€ / Tag (!!!) zzgl. 23 % VAT plus 13,50 € (die waren meiner Meinung nach für die Autobahn). Die zweite Abbuchung, welche etwas später kam, war in Höhe von 60,70 €, ohne irgendwelcher Erklärung. Erst nach mehreren Anschreiben, welche alle unbeantwortet blieben, rief ich an und erfuhr, dass 53,70 € die eigentlichen Autobahngebühren waren. Die verbleibenden 7,- € h waren für die Reinigung des Fahrzeugs, wovon man mir auch nichts bei der Mietung sagte. Nebenbei bemerkt, das Fahrzeug war in einem sauberen Zustand bei der Zurückgabe.
Also hatte der Verkaufsagent zweimal gelogen, und mit meiner Unterschrift (leider hatte ich mir diese mündlichen Abmachungen nicht schriftlich zeigen lassen) wurde alles besiegelt.
Auf jede meiner Beschwerde wurde lediglich geantwortet, ich habe ja den Vertrag unterschrieben. Auf den Hinweis, dass mich der Verkaufsagent falsch informiert hat, und meine Freundin ist Zeuge, wird in keinster Weise eingegangen.
Die 7,- € Reinigungsgebühren hat man mir zwischenzeitlich gutgeschrieben, aber das ist auch alles. Somit habe ich anstelle der anfänglichen 87,- € über 300,-€ für den Leihwagen bezahlt.
Dazu kann ich nur sagen: Alles Kleingedruckte durchlesen, bevor man unterschreibt, was allerdings umso schwieriger ist, wenn der Vertrag in einer Fremdsprache ist, und alles mündlich Abgesprochene schriftlich geben lassen. Nur so hat man bei Unstimmigkeiten etwas in der Hand.
Um in Zukunft dem Missbrauch meiner Kreditkarte vorzubeugen, habe ich deren Limit auf 100- € begrenzt.