Düren wrote:
Wir haben für Anfang Februar gebucht, und ich persönlich sehe kein Problem in ein Nachbarland von Haiti zu fahren. Aus folgendem Grund, Erdbeben können einen überall treffen, das die Leute arm sind hat politische Gründe. Gespendet habe ich bereits, weil dem Leid ein Ende gesetzt werden muss. Aber wieso sollte man eine Reise stornieren, wieso sollte man ein schlechtes Gewissen haben? Jeden Tag gibt es mehere Erdbeben überall auf der Welt, es kommen tagtäglich Menschen zu Tode.Vielleicht hast Du ja Recht.
Um die Armut geht es ja auch gar nicht - schrieb ich ja. Es geht eher um den Kampf ums Überleben und das man eben ganz nah dran ist und hinter dem Zaun sitzt uns sich so verhält als wäre nichts.
Aber sicher lebt man mit deiner Einstellung besser.Also ich versuche dann eben auch unbeschwert meinen Urlaub dort zu verbringen und werde tunlichst vermeiden Gespräche mit den Angestellten über das Thema zu führen. Ist ja keine objektive, sondern eine subjektive Sache.
Objektiv hilft es keinem wenn ich meinen Ulraub dort nicht verbringe. Let's Party.
Es gibt überrall einen Zaun und man sitzt überrall daneben wenn was in unmittelbarer Nähe passiert, selbst hier in Deutschland. Selbstverständlich ist man betroffen, aber wenn es in Italien ein Erdbeben gibt z. B. Friaul 1976, dann fahren trotzdem viele nach Rimini in den Urlaub. Selbt wenn man in der Dom Rep ist und es passiert etwas im Nachbarland, was will man tun, außer betroffen sein? Sicher man kann helfen mit Spenden, doch selbst ins Krisengebiet zu fahren dazu müsste man in der Form ausgebildet sein, als Arzt würde ich es z. B. tun, aber als Büroangestellter nicht, ansonsten steht man nur im Weg und behindert Rettungsmaßnahmen. In Deutschland kommt es jeden Tag auch zu Unfällen, kriminellen Taten und auch Katastrophen z. B Köln U-Bahnbau. Es gibt immer irgendwo Taten und Ereignisse bei denen wir nur daneben stehen, und betroffen sind. Selbst in der unmittelbaren Nähe.
