Die Woche ist vorbei und ich bin etwas schlauer.
Erkenntnis 1: Trau keiner Wettervorhersage. Die meisten Wetterdienste lagen für die meisten Tage daneben. Oft konnte noch nicht mal das Wetter für die nächsten 3 Stunden zuverlässig vorhergesagt werden. So behauptete z.B. wetteronline.de am Morgen noch öfters, es gäbe 9 Sonnenstunden, musste sich dann im Laufe des Tages aber auf 4 Sonnenstunden korrigieren.
Erkenntnis 2: Die Kanaren und Teneriffa werden die Insel des "ewigen Frühlings" genannt. Das ist durchaus korrekt, nur ist Frühling eben kein Sommer. Auch wenn uns die Tourismusindustrie glauben machen will, dass auf den Kanaren ständig die Sonne scheint, hat das Wetter - insbesondere im Norden - im Januar/Februar eher was mit mitteleuropäischem Frühling zu tun als mit Sommer. Und zum Frühling gehören eben auch Sturm, Regen und länger andauernde Schlechtwetterperioden. So waren von den 2 1/2 Tagen, die wir in Puerto de la Cruz verbrachten 1 1/2 komplett verregnet. Am letzten Donnerstag konnte man sich zwar vor die Tür trauen und auch ein kurzer Blick auf Wolkenlücken mit Sonnenschein war möglich, aber auch hier wurden wir zwischendurch von Schauern überrascht.
Erkenntnis 3: Wenn schon Teneriffa im Winter, dann nur in den Süden - zumindest, wenn man Wert darauf legt trocken zu bleiben. Auch gab es hier längere sonnige Abschnitte. Aber: auch im Süden (also von Costa Adeje bis Los Cristianos) schoben sich vom Inselinneren kommend immer wieder Wolken vor die Sonne. Und dann ohne direkten Sonnenschein bei gefühlt 15-17 Grad am Strand zu liegen oder gar noch schwimmen zu gehen, ist doch eher was für die hartgesotteneren Urlauber. Das hatte dann eher was von windiger, deutscher Nordseeküste als von mediterranem Strand im Sommer. Zum bummeln an der langen Strandpromenade oder auf der Avenida de las Americas - sogar im T-Shirt - war das Wetter jedoch absolut in Ordnung.