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  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @vonschmeling sagte:

    Natürlich würde ein zu Unrecht ausgestellter Sicherungsschein nichts nützen,

    So ganz selbstverständlich ist das nicht. Der Anspruch hätte ja durch Zuverfügungstellung des Sicherungsscheines begründet werden können. Das klappt aber leider nicht.

    aber weshalb sollte das geschehen und man den Verbraucher unbeachtlich aller damit verbundenen Risiken auf diese Weise täuschen wollen?

    Vielleicht ein technischer Fehler? Häkchen falsch gesetzt?

    Mit viel (!) Glück (!) könnte man einen Schadensersatzanspruch durch die (sehr vereinfacht gesagt) falsche Übersendung des Sicherungsschein begründen. Der würde sich aber gegen FTI richten.

    Glück hat auch, wer neben der Hotelübernachtung eine nicht unwesentliche(!) weitere touristische Leistung gebucht hat. Das ist dann auch eine Pauschalreise sein. Faustformel: ab 25% des Reisepreises. Die üblichen Hotelmahlzeiten gehören aber nicht dazu.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @vonschmeling sagte:

    Nochmal zu den Hotel only Buchungen und dem hierbei Wesentlichem, dem Sicherungsschein. Dieser wurde wohl bei einigen Buchungen ausgegeben, obwohl keinerlei zusätzliche Leistungen (verbundene Reiseleistungen) im Reisevertrag vereinbart waren.
    Also bitte genau nachsehen, denn das kann auch nur eine kleine Zeile sein und ist nicht etwa eine umfangreiche Police, die beigelegt wird.

    Ich fürchte, dass auch ein zu Unrecht verschickter Sicherungsschein nichts hilft. Das Vermögen des DRSF ist zweckgebunden, d.h. die können es nicht jenseits des Zwecks ausgeben und für den Sicherungsschein selbst gibt es ein gesetzlich vorgeschriebenen Muster in Anlage 18 zu Art. 252 EGBGB. Und darin heißt es, der Anspruch besteht unter den gesetzlichen Voraussetzungen. Die Liegen aber nicht vor.

    Was sein kann ist, dass eine Leistung freiwillig abgesichert wird. Dann hat das aber nichts mit dem DRSF zu tun. Und wenn FTI das gemacht hätte, hätten die das vermutlich kommuniziert.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @vonschmeling sagte:

    Oder sind es eben doch, da ja hier der ein oder andere einen entsprechenden Hinweis dazu bei seiner Rechnung erhalten hat.
    Ich nehme an du meinst die Nivellierung der §§ 651 BGB 2018? Tatsächlich bezweifle ich, dass der BGH heute zu einer anderen Entscheidung kommen würde.
    Sei´s drum, ich würde jedenfalls nochmals genau nachsehen und ggf. um eine Erklärung bitten.

    Doch dürfte schwierig werden. Der Gesetzgeber hat, auf Druck der Touristikverbände klargestellt, dass er die Fortführung dieser Rechtsprechung nicht wünscht (Link. - S. 66, 1. Absatz). Dafür wurde auch nichts eingezahlt. Und die Pauschalreisenden bekommen das ja auch eingepreist.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @guenter-holidaycheck sagte:

    Ich sags nochmal-- mit eher verwirrenden und episch breite Beiträgen wie Deinem ist hier keinem geholfen.
    Man sollte einfach keine falschen Hoffnungen wecken mit dem Thema.. Darum gehts.

    Das ist schade. Wenn ich mit meinen Erläuterungen niemandem helfen kann, halte ich mich zurück.

    Ich wüsste nur nicht, wo ich falsche Hoffnungen geweckt habe? Ich hatte selbst geschrieben, dass wir - und das hätten wir sicher nicht gemacht, wenn wir das für überflüssig hielten - schon eine neue Reise gebucht haben. Das heißt aber nicht, dass der vorläufige Insolvenzverwalter Augenwischerei betreibt.

    Allen Betroffenen wünsche ich, dass Sie für sich die richtigen Entscheidungen treffen und noch irgendwie entspannt in den wohlverdienten Urlaub kommen.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @guenter-holidaycheck sagte:

    "Die Durchführung aller Reisen mit Start ab 6. Juli 2024 wird aktuell geprüft"
    Liest Du dort etwas von anderen Veranstaltern? Eben.
    Auch andere VA hätten die Reise komplett neu aufbauen müssen, das wäre zu aufwändig und technisch kaum leistbar.
    Aber all das steht hier im Thread, von Wiederholungen Deinerseits wird die Info nicht frischer!

    Wir reden, glaube ich, aneinander vorbei.

    Es gibt ein Statement des vorläufigen Insolvenzverwalters, nachzulesen auf der Website seiner Kanzlei. Daraus habe ich zitiert. Und daran muss er(!) sich messen lassen, wenn es darum geht, ob er(!) Augenwischerei betreibt. Dort spricht er auch von "Verhandlungen mit Wettbewerbern" von FTI, das sind wohl andere VA.

    FTI kommuniziert mit "die Reise stattfinden lassen" etwas anderes. Das klingt in der Tat so wie 1:1 die gebuchte Reise. Die Presse macht daraus nochmals etwas anderes.

    Auf diese Diskrepanzen hinzuweisen, war mein Anliegen. Und das soll nicht heißen, dass ich diese Kommunikation gut finde. Aber vermutlich fehlt schon zwischen FTI und dem vorläufigen Insolvenzverwalter schlicht die Abstimmung. Das sollte nicht so sein, ist aber häufig so.

    Ja, die Veranstalter müssen die Reise neu aufbauen und das ist praktisch kaum leistbar. Das habe ich hier gelernt und da widerspreche ich dir gar nicht.
    So wie es beim vorläufigen Insolvenzverwalter steht, geht es aber nicht darum, dass ein VA eine identische Reise neu aufbaut, sondern dass er eine ähnliche Reise aufbaut. Du bist da näher dran, ich als Laie könnte mir nur vorstellen, dass das etwas leichter ist, und für VA, die jetzt nicht eh schon die FTI-Kunden durch ihre Aktionen abgreifen, doch noch lukrativ sein könnte.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @kourion sagte:

    Ja, und das ist auch in dem Artikel über deinem Posting zu lesen, im dem mitgeteilt wird: "FTI verzichtet vorerst auf Restzahlungen". (hier)

    Den Beitrag habe ich u.a. auch gesehen.
    Da frage ich mich: Haben die Experten (wer ist in dem Zusammenhang überhaupt Experte?) nicht die Pressemitteilung seiner Kanzlei gelesen?
    Ich darf ja leider nicht auf seine Kanzlei verlinken, zitierte aber nochmals: "Unser Ziel ist, den Kunden eine Reise in der geplanten Urlaubszeit an das geplante Reiseziel zum vereinbarten Reisepreis unter Anrechnung der bereits geleisteten Anzahlung zu ermöglichen."
    Zum Reiseziel bekommt man die Reisenden auch in einem anderen Hotel, vielleicht sogar auch im Nachbarort. Und dann kann es für einen anderen Veranstalter eben mehr Sinn machen, "einzusteigen". Und der Reisende könnte wählen, ob er das Angebot annimmt (= alter, in der Regel günstigerer Preis) oder nicht. Dass sich kein Veranstalter findet, der die FTI-Reisen übernimmt, leuchtet ein. Aber das, wozu sich die Experten äußern (ob jemand anderes die FTI-Reisen durchführt), ist eben nicht das, was er in der Pressemitteilung in Aussicht stellt (dann würde er ja sagen, dass jemand anderes die FTI-Reisen wie gebucht durchführt).

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @guenter-holidaycheck sagte:

    Allgemeine Beiträge sind hier nicht das,was wir brauchen, der Thread ist für den Austausch von betroffenen Usern gedacht-- aber nicht für allgemeine juristische Abhandlungen. Betroffen ist er auch nicht-- und Rechtsberatung durch Juristen schließen wir hier aus, dürfen wir auch nicht.
    Hat schon alles seinen Grund, warum wir hier deutlich intervenieren.

    Konkreter Rat wäre Rechtsberatung, die ist nicht zulässig und zu Recht nicht erwünscht. Aber allgemeiner juristischer Rat wird auch nicht benötigt? Stattdessen will man lieber den Austausch betroffener User, die sich die (juristische) Welt so ausmalen, wie sie sich vorstellen❓

    Dass meine Ausführungen so allgemein sind, hängt schlicht auch damit zusammen, dass es bei Insolvenzverfahren kein 08/15 gibt und auch jeder Insolvenzverwalter deshalb immer in Alternativszenarien denkt. Und für jeden betroffenen Reisenden gibt es auch kein 08/15. Für uns war - unter Abwägung von Szenarien, die wir für wahrscheinlich halten - der beste Weg, einen Reise auf einem Flextarif gebucht haben. Der Felxtarif kostete zwar zusätzlich, aber wir waren uns eben nicht sicher, dass wir nicht doch noch auf günstigerem Weg zum (Reise)Ziel kommen (wenngleich die Wahrscheinlichkeit klein ist). Auch das ist sicher keine neue Info. Aber vielleicht hilft sie doch jemandem.

    Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen. Und vielleicht habe ich deshalb wirklich nichts Neues gebracht (wobei ich mir recht sicher bin, dass ich schon das eine oder andere dabei war). Neben durchaus guten Ideen enthält der Thread aber leider auch jede Menge rechtlich unzutreffender Ausführungen. Und ja, dass Herr Bierbach Sport Scheck saniert hat, ist nichts Neues. Aber vielleicht macht der Hinweis, dass man hier einen sehr erfahrenen vorläufigen Insolvenzverwalter hat, die momentane Situation für den einen oder anderen Betroffenen etwas erträglicher. Ich weiß, Spekulationen sind nicht gern gesehen und auch das ist wieder eine: Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer der führenden Insolvenzverwalter in Deutschland seinen guten Ruf gefährdet, indem er - wie mancher glaubt - den Reisenden falsche Versprechungen macht. Umgekehrt kann ich aber auch die Skepsis der Reisenden verstehen, wenn auflagenstarke Zeitungen mal eben raushauen, dass das, was er ankündigt, rechtlich gar nicht geht. Es ist nicht die naheliegendste Lösung und ich weiß auch nicht, ob er sie umsetzen wird oder überhaupt in Betracht gezogen hat (deshalb sprach ich gestern auch da von Spekulation), rechtlich gäbe es aber einen gangbaren Weg.

    Gestern lese ich übrigens die neueste Überschrift "Experten bezweifeln, dass ein anderer Veranstalter die FTI-Reisen übernimmt". Eine Vertragsübernahme (= der neue tritt 1:1 in die Rechtsstellung von FTI ein) ist etwas völlig anderes, als das, was ich in den Raum gestellt habe. Und wenn man die Pressemitteilung auf der Kanzleiwebsite von Herrn Bierbach liest, steht dort eben nicht, dass die Reisen übernommen werden sollen (wenngleich ich zugebe, dass FTI das wieder leicht anders in den FAQ schreibt). Herr Bierbach lässt sich zitierten: Eine Reise zum ursprünglichen Reisepreis zum selben Datum zum gebuchten Reiseziel. Das soll, so seine Worte, insbesondere denen helfen, die sich gegenwärtig ohne die Erstattung aus dem DRSF keine zweite Buchung leisten können.

    Vielleicht geht das Moderatorenteam hier noch einmal in sich.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    Sollten damit meine Posts gemeint sein: Nicht jeder Jurist ist Rechtsanwalt und sucht Mandanten. Und recht allgemein gehaltene Posts sind iMHO auch keine Rechtsberatung. Vielleicht ist es aber für manche(n) hilfreich, auch noch mal etwas anderen Input zu sehen, als das, was man überall liest.

    Für Reisen ab dem 6.7. kann man nichts zu 100% ausschließen. Und im Ergebnis ist alles, was man jetzt bucht oder nicht bucht, Wahrscheinlichkeitsabwägung. Der einzige Trost ist, dass Pauschalreisende die geleisteten Zahlungen zurückbekommen.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    Der Reisesicherungsfonds läuft außerhalb des Insolvenzverfahrens.
    Nur Forderungen, die dort nicht beglichen werden, müssen zur Insolvenztabelle angemeldet werden.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @vonschmeling sagte:

    @Schwebi0202
    Auf "Hineinlesen" und weitere Spekulationen bitte ich zu verzichten.

    Ich präzisiere das mal, weil es (wenn man nicht Geschäftsführer von FTI oder vorläufiger Insolvenzverwalter ist) momentan für alles, was noch nicht ausdrücklich kommuniziert wurde, ohne Spekulation nicht geht - man weiß ja nicht, welche Überlegungen die gerade anstellen. Nur muss man umgekehrt (und deshalb hatte ich auch das in den Raum geworfen) auch überlegen, wie man selbst Vorsorge trifft (z.B. durch Neubuchung).

    Rechtliche Eckparameter sind IMHO:

    • Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens gibt es bestimmte Erleichterungen, die insbesondere auch dazu dienen sollen, ein insolventes Unternehmen fortzuführen. Wenn FTI selbst schreibt, dass das nicht vor September geschieht, kann man die Besonderheiten, die das Insolvenzverfahren bietet, vergessen. Wenn der Geschäftsbetrieb von Juni bis September faktisch eingestellt ist, wird FTI ihn nicht wieder aufnehmen. Damit kann man Vieles andere auch ausklammern.
    • Wenn ein Dritter (neuer RVA) einen bestehenden Vertrag übernehmen soll, hängt das zivilrechtlich von der Zustimmung des Gläubigers (Reisender) ab (§ 415 BGB). Das würde bei allen Beteiligten erhebliche Ressourcen binden. Jeden FTI-Vertrag 1:1 zu übertragen, wird nicht möglich sein - allein schon, weil nicht jedes Hotel wird mit jedem Reiseveranstalter zusammen arbeiten wollen und weil vermutlich auch Hotels gibt, die das FTI-Zimmer schon anderweitig verkauft haben. Letzteres kann vielleicht eine Vertragsverletzung im Verhältnis FTI-Hotel darstellen, aber kein Reiseveranstalter wird sich die Gefahr, dass der Reisende dann auch noch Mängelrechte geltend macht, ans Bein binden.

    Wenn man wirklich das Ziel hat, Reisenden, die nicht neu buchen können, eine Reise zu ermöglichen, wäre Kündigung verbunden mit neuem Reiseangebot ein juristisch sauberer Weg. Ob das wirtschaftlich ist, muss der eintretende RVA entscheiden.

    Auch wenn es (eine Form von) Spekulation ist, vielleicht ist es für den/die eine/n oder andere/n hilfreich, auch das einzukalkulieren.
    Wenn wir ehrlich sind machen wir ja für die Zeit ab dem 6.7. alle nichts anderes außer Spekulieren - wenngleich vielfach auf der Grundlage fundierter Informationen.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @schwebi0202 sagte:

    Ich hatte oben eine Lösung in den Raum gestellt: Er kündigt den Pauschalreisevertrag und bietet zugleich an, einen neuen Pauschalreisevertrag mit einem anderen Veranstalter abzuschließen.

    Es muss hier natürlich heißen (da das Insolenzverfahren noch nicht eröffnet ist): FTI kündigt den Pauschalreisevertrag und...

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @anna-26 sagte:

    Wieso? Er will die Reisen durch andere Veranstalter durchführen lassen und storniert deshalb nicht. Leider ist das datenschutzrechtlich und logistisch nicht möglich und es findet sich eher kein VA der die Reisen übernimmt und der Kunde muss zustimmen. Also was will er prüfen,? Augenwischerei das ist ese

    Ich hatte oben eine Lösung in den Raum gestellt: Er kündigt den Pauschalreisevertrag und bietet zugleich an, einen neuen Pauschalreisevertrag mit einem anderen Veranstalter abzuschließen.
    Das kriegt man auch datenschutzkonform hin.

    Ich hatte es in meinem längeren Post schon geschrieben: Er ist vom Gericht bestellt worden, um die Insolvenzmasse zu sichern, das heißt, das bei FTI vorhandene Vermögen.
    Die Interessen der Reisenden sind - leider - (und wir sind selbst betroffen) zweitrangig. Wenn jetzt im Raum steht, dass Veranstalter xyz etwas zahlt, damit FTI ihren Kunden ein Angebot schickt, mit xyz zu verreisen, dann kann er das nicht einfach so übergehen. Und davon abgesehen: Vielleicht bietet es denjenigen, die sich eben keine Neubuchung leisten können, die Chance, doch noch weg zu kommen.

    Herr Bierbach ist im Übrigen in Fachkreisen recht anerkannt. Eines seiner Verfahren in jüngerer Zeit war SportScheck.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    @philipp-ratz sagte:

    Wie kann ich meine Reise stornieren und welche Stornokosten kommen auf mich zu?

    Wir können leider nichts mehr an getätigten Buchungen verändern. Die Reisen werden automatisch storniert, falls diese nicht stattfinden sollten.

    Natürlich verliert der Reisende nicht sein (überigens auch gesetzlich geregeltes) Rückttittsrecht. Was ist denn, wenn ich krank werde? Dann muss ich, wenn ich eine Reiserücktrittsversicherung habe, sogar frühestmöglich zurücktreten, um unnötige Stornokosten zu vermeiden. Und für manchen, der eine Alternative gebucht hat, kann es auch interessant sein, zu kündigen und (z.B. bei Flextarif) die Anzahlung abzuschreiben oder zu hoffen, dass der DRSF sie bei eigenem Rücktritt zurückerstattet.

    Wenn Sie "wir können leider" tatsächlich ernst meinen, würde das bedeuten, dass sie schon keine funktionierende IT mehr haben. Vielleicht ist auch da schon der Dienstleister abgesprungen.

    Vielleicht lese ich da zu viel hinein, aber es klingt unterschwellig so ein bisschen mit... Wir (FTI) sagen (eh) ab.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    Vieles wird sich am Ende auch durch die Macht des faktischen erledigen: Egal, ob man kündigen durfte, oder nicht - wenn das Hotel die Zimmer nicht mehr hat, sind sie weg:

    Zugegeben, reine Spekulation (basierend auf ein bisschen Jura und den spärlichen Infos, die man ja nur aus der Presse hat): Vielleicht läuft es für Reisen ab dem 6.7. auch auf eine Wahllösung hinaus:
    FTI kündigt den Vertrag und verbindet das (wo es machbar ist) mit dem Angebot eines "eintretenden" Reiseveranstalters, mit ihm ins Zielgebiet zu verreisen und dabei die Anzahlung an FTI anzurechnen (die vom DRSF an ihn erstattet wird). Das würde allen, die eine Alternative haben, Flexibilität geben und allen, die kein anderes Angebot gefunden haben, den Urlaub sichern.
    Das wird sicher nicht für alle Verträge klappen. Wenn ich da an unser Hotel denke, die werden vielleicht 1 oder 2 Zimmer/Monat mit FTI belegt haben, da lohnt sich der Aufwand nicht. Wenn aber ein Hotel 20, 30, 40% FTI-Gäste hat, kann es auch für die lukrativ sein, nachzuverhandeln, weil sie die Betten sonst nicht mehr losbekommen.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    Und noch eine Sache:
    Weil das Insolvenzverfahren noch nicht eröffnet ist, hat der Insolvenzverwalter auch kein Wahlrecht. Wer einem hier geäußerten Rat gefolgt ist, und ihn aufgefordert hat, zu erklären, ob er den Vertrag erfüllt (§ 103 InsO), muss das nach der Verfahrenseröffnung erneut tun. Eine Aufforderung vor Eröffnung ist unwirksam und wirkt nicht fort.

    Reiseveranstalter

  • FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
    HC-Mitglied2872728H HC-Mitglied2872728

    Wir sind von der FTI-Insolvenz auch betroffen (Reise aber erst im Herbst).
    Wir haben jetzt auf einem Flextarif eine neue Reise gebucht, mit der wir leben können. Bis zu einer Entscheidung des vorläufigen Insolvenzverwalters müssen wir abwarten. Das fällt uns unendlich schwer.

    Was das Verhalten des vorläufigen Insolvenzverwalters angeht, bin ich hin- und hergerissen, weil ich den vorläufigen Insolvenzverwalter als selbst Betroffener innerlich verfluche, aus fachlicher Expertise aber weiß, dass er vermutlich gar nicht so viel falsch macht. Auch uns hat das Hotel mitgeteilt, dass alle FTI-Buchungen storniert sind. Aber auch wir können (wie mancher schon schrieb) der Email nicht entnehmen, wer storniert hat, d.h. ob FTI oder das Hotel? Und nicht jede erklärte Kündigung eines Vertrags ist wirksam.

    Ich weiß nicht, ob es hier schon mal geschrieben wurde: Eine Pressemitteilung findet sich übrigens auf derXXX Das ist hier nicht erlaubtXXXIch zitiere mal daraus:
    "Unser Ziel ist, den Kunden eine Reise in der geplanten Urlaubszeit an das geplante Reiseziel zum vereinbarten Reisepreis unter Anrechnung der bereits geleisteten Anzahlung zu ermöglichen. Gerade für Kunden mit hohen Anzahlungen oder kleinem Budget wäre dies eine Möglichkeit zu reisen, ohne erst auf die Erstattung der bereits an FTI bezahlten Reisekosten durch den DRSF warten zu müssen. Gleichzeitig ist uns allen bewusst, dass wir für eine solche Lösung nur wenig Zeit haben, da die Unsicherheit - gerade angesichts der bevorstehenden Sommerferien - eine große Belastung für alle betroffenen Urlauber darstellt“, fügte er hinzu. Daher soll eine Entscheidung darüber, ob alle übrigen Buchungen storniert oder von anderen Anbietern übernommen werden, sehr zeitnah fallen." (Hervorhebung nicht orig.).
    Wenn man das wörtlich nimmt, soll wohl auch nicht jede Reise 1:1 wie gebucht stattfinden, sondern dass man nur versucht, etwas Vergleichbares zu finden.

    Vielleicht noch ein paar ergänzende Gedanken, die in der öffentlichen Diskussion gar nicht so deutlich werden und die hier auch schon zu dem einen oder anderen falschen Rat geführt haben: Noch ist nur der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt und auch nur ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat zunächst nur die Aufgabe, die Insolvenzmasse bis zur Verfahrenseröffnung zu sichern (wer es nachlesen will: § 21 Abs. 1 InsO). Und wenn er jetzt FTI vorschnell Reisen absagen lässt, läuft er natürlich Gefahr, dass das der Insolvenzmasse schadet.

    Wie lange es bis zur Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens dauert, kann man nur schwer sagen: Von wenigen Wochen bis mehreren Monaten ist alles denkbar (abhängig davon, ob das Gericht noch Gutachten braucht und wann die Gutachter liefern).

    Und noch etwas, was man nicht vergessen sollte: Wir alle kennen den Sachverhalt nicht. Schon nach deutschem Recht können Verträge nicht nur deshalb gekündigt werden, weil jemand einen Insolvenzantrag gestellt hat. Bei allen Diskussion tut man immer so, als würde deutsches Recht weltweit gelten. Das ist nicht der Fall: Wenn ein Hotelier von einem deutschen Pauschalreisenden kein Entgelt verlangen kann, weil der Veranstalter das Zimmer nicht gezahlt hat, heißt das nicht, dass das weltweit gilt. Und für die Frage, wann und unter welchen Voraussetzungen die Hotels die Verträge mit FTI kündigen können, gilt das entsprechend. Das hier dürfte wegen der Rechtsfragen, die sich stellen, schon eines der anspruchsvolleren Insolvenzverfahren werden.

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