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  • Ikarus Tours
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    Wenig Luxus und Genuss in Ägypten bei Ikarus Tours für 3.700 € pro Person (10 Tage, inkl. eines An- und eines Abreisetages)
    Gerne beschreibe ich ausführlich, dass die Reise in vielen Teilen von unserer Erwartungshaltung und der Reisebeschreibung abgewichen ist. Zu dem Preis würden wir die Reise auf keinen Falle empfehlen.
    Unsere Eindrücke sind im folgenden beschrieben und mit der offizellen Reisebeschreibung verglichen:
    Reisebeschreibung Tag 1:
    Das Abendessen in einem typischen Restaurant.
    Tatsächlicher Verlauf:
    Es wurde keinerlei Verpflegung angeboten. Die Abwicklung am Flughafen Kairo, die anschließende Fahrt zum Hotel
    und das Einchecken ermöglichten uns zudem keine alternative Verpflegung aufzunehmen, so dass wir diesen Abend
    leider ohne Essen, bis zum Zubebettgehen um Uhr 01:00 verbringen mussten. Wir danken für die alternative
    Verpflegung, am darauffolgenden Abend. Sie schmälern jedoch nicht die unangenehmen Umstände der Ankunft.

    Reisebeschreibung Tag 2:
    Beginn des Besichtigungsprogramms mit einem kurzen Spaziergang zum Ägyptischen Museum.
    Tatsächlicher Verlauf:
    Der Beginn des Besichtigungsprogramm begann mit einer dreiviertelstündigen Busfahrt um 08:00 Uhr. Dies nachdem
    wir im Laufe der Nacht erst um Uhr 01:00 im Hotelzimmer zu Bett kamen.
    Da ein Koffer einer Famile am Vortag nicht mit dem Flieger ankam, waren sie zusätzlich gezwungen am späten
    Abend, bis in die Nacht hinein sich um die Abholung am Flughafen Kairo zu kümmern. Eine konkrete
    Unterstützung der Organisation, bzw. Begleitung zum Flughafen und zurück durch die Reiseleitung war nach mehrmaliger
    Nachfrage nur bedingt gegeben.

    Reisebeschreibung Tag 3:
    Vormittags circa einstündiger Linienflug nach Luxor
    Tatsächlicher Verlauf:
    Die durch den Veranstalter gebuchte Abflugzeit lag bei Uhr 06:15 und bedingte eine Abfahrtzeit vom Hotel um Uhr
    03:30 in der Nacht. Alternative spätere Flüge stehen täglich mehrfach zur Verfügung. Nach der kurzen Nacht zuvor,
    führten diese Umstände erneut zu extremen Ermüdungserscheinungen und stehen im deutlichen Kontrast zu einem
    avisierten Flug am Vormittag.

    Reisebeschreibung Tag 5:
    Wir bummeln durch den Basar, lassen uns von den Düften und Gerüchen begeistern.
    Tatsächlicher Verlauf:
    Ein Basarbesuch war offensichtlich weder geplant noch wurde er durchgeführt. Die Souvenirstände die zwangläufig
    am Ausgang des Horus-Tempels durchschritten werden, stehen im krassen Kontrast zum Bummeln durch einen Basar,
    in dem wir von Düften und Gerüchen begeistert werden. Stattdessen sollten wir auf Anraten unseres Guides
    möglichst schnell und ohne Kontaktaufnahme an den äußerst aufdringlichen Souvenirverkäufern vorbeigehen.

    Reisebeschreibung Tag 6:
    Wir segeln weiter und erreichen am frühen Abend unseren Ankerplatz für die Nacht, eine der kleineren Nilinseln.
    Tatsächlicher Verlauf:
    Der tatsächliche Ankerplatz befand sich an einer vermüllten Wiese am Stadtrand von Assuan, eingerahmt von einer
    vierspurigen Schnellstraße und vielbefahrenen Brücke über den Nil. Unsere Reklamation, dass auch dass nicht der
    Reisebeschreibung entspricht und auch nicht der grundsätzlichen Erwartung an ein eine Reise mit Luxus und Genuss,
    wurde mit dem Hinweis kommentiert, dass Übernachtungen an Nilinseln grundsätzlich nicht erlaubt seien und kein
    anderer Ankerplatz zur Verfügung stände. Diese und die folgende Nacht waren wir aufgrund der Lärmbelästigung von
    hupenden Fahrzeugen, LKWs und Partybooten gezwungen mit Ohrstöpseln zu Schlafen.

    Reisebeschreibung Tag 7:
    Im Laufe des Vormittags erreichen wir „unter Segeln“ Assuan, das als schönste Stadt Ägyptens gilt. Wir besichtigen
    den im Nasser See liegenden Philae-Tempel, den neuen Hochdamm und die Granitbrüche mit dem unvollendeten
    Obelisken. Nachmittags Fahrt mit einer kleinen Segel-Felukka zur Kitchener-Insel mit dem botanischen Garten.
    Tatsächlicher Verlauf:
    Laut Reiseleitung sollten wir den Vormittag zu unserer „Erholung“ auf dem, am Ankerplatz liegenden Schiff,
    verbringen. Unserem Wunsch, stattdessen den Souk in Aswan zu besuchen, wurde nicht nachgekommen. Angeblich
    sei er geschlossen, was nachweislich nicht stimmte, da die anderen Gäste auf dem Schiff diesen besuchten. Auf den
    nachdrücklichen Protest der gesamten Reisegruppe, verließen wir dann den lauten und vermüllten Ankerplatz um für
    ca. 2 Stunden auf dem Nil zu fahren. Die nachmittägliche Fahrt mit einer Segel-Felukka entfiel. Stattdessen wurden wir aufgefordert in ein Motorboot zusteigen, da es zu windig sei. Dies schien aber nicht für die vielen anderen Segelboote zu gelten, die unter Segeln zwischen den Inseln vor Aswan unterwegs waren. Philae-Tempel, der neue Hochdamm und die Granitbrüche wurden auf den nächsten Morgen verschoben.

    Reisebeschreibung Tag 8:
    Der Vormittag steht zur freien Verfügung in Assuan. Alternativ frühmorgens halbtägiger Bus-Ausflug nach Abu Simbel
    (circa € 150,- ).
    Tatsächlicher Verlauf:
    Zeit zur freien Verfügung in Assuan stand weder am Vortag noch am 8. Tag zur Verfügung. Auch stand keine
    Transportmöglichkeit in die Stadt bereit, die nötig gewesen wäre, da wir ca. 14 KM außerhalb angelegt hatten.
    Der Vormittag war mit dem Nachholen der ausgefallenen Besichtigungen vom Vortag ausgebucht. Wonach es direkt
    zum Flughafen ging. Der als möglich beschriebene Besuch von Abu Simbel war zu unserem Bedauern wegen der
    großen Enternung (erwartete Gesamtfahrzeit über 7 Stunden, hin und zurück), der verschobenen Besichtigungen
    und dem Flugplan nicht möglich.

    Reisebeschreibung Tag 9:
    Nach der Mittagspause Besuch des neuen Grand Egyptan Museums (GEM)
    Tatsächlicher Verlauf:
    Der Besuch des GEM ist entfallen, da es noch gar nicht geöffnet hatte. Stattdessen Besuch der Stufenpyramide mit
    anschließender Verkaufsveranstaltung für Teppiche.

    Grundsätzliche Abweichungen:
    Segelfahrt:
    Mehrfach wird in der Reisebeschreibung auf den Charakter des Segelns auf einer DAHABEYA hingewiesen und die
    Formulierung „unter Segeln“ verwendet. Während der gesamten, mehrtägigen Schiffsreise wurde zweimal ein Segel
    gesetzt. Insgesamt für eine Dauer von weniger als einer Stunde. Der Charakter der avisierten Segelreise hat sich damit
    völlig erübrigt.

    Verkaufsveranstaltungen:
    Aus der Reisebeschreibung ging nicht hervor, dass lokale Verkaufsveranstaltungen Teil der Reise sind. Vier Mal
    wurden wir unter fadenscheinigen Beschreibungen zu Verkaufsveranstaltungen gelockt, die nicht im Reiseprogramm
    beschrieben waren.
    - Ein überraschend angebotener Besuch eines Papyrusmuseum entpuppte sich als Verkaufsveranstaltung von-dort hergestelltem Papyrus. Es handelte sich nicht um ein Museum.
    - Dies galt auch für das Angebot, sich die Herstellung von Alabastervasen anzuschauen. Eine höchst beschämende Vorstellung, bei der die Arbeiter motviert wurden die Gäste mit „Mensch Meier“ zu begrüßen, oder deutsche Gassenhauer im Takt der Arbeit zu singen. Auch dieser Besuch diente Ausschließlich dem Verkauf dort hergestellter Produkte.
    - Der Beginn des später in der Gruppe organisierten Besuches des Souks in Aswan startete mit der Führung in ein abgelegenes Geschäft, wo Gewürze, Heilessenzen und Salben erläutert und zum Verkauf angeboten wurden. Hier haben bereits Reiseteilnehmer den Raum verlassen und auf der Straße auf das Ende der Veranstaltung gewartet.
    - Das Angebot einer Pause mit sauberen Toiletten und Kaffee/Tee vor dem Besuch der Stufenpyramide, mündete in einer Verkaufsshow von Teppichen. Auch hier haben Teilnehmer die Veranstaltung verlassen und draußen an der vielbefahrenen Straße auf das Ende gewartet.

    Getränke an Bord:
    Kaffee, Tee und Wasser konnten durchgehend ohne Aufpreis bestellt werden. Avisierte, kostenlose Sofdrinks standen lediglich am ersten Abend in Form von 2 Dosen Cola und einer Dose Sprite zur Verfügung. Nachschub sei in Aswan zu erwarten. Wer zum Durstlöschen nicht auf Wasser zurückgreifen wollte, war an Bord gezwungen auf kostenpflichtige alkoholische Getränke zurück zu greifen, die reichlich vorhanden waren. Bis auf den letzten Tag, andem auch kein Bier mehr angeboten werden konnte.

    Grundsätzliche Anmerkungen:
    Im Sinne einer Bewertung on haben wir uns auf konkrete Mängel konzentriert. Diese sind durch Fotos dokumentiert und können durch die Reiseteilnehmer bezeugt werden.
    Auch einfache Wünsche, wie z.B. die Empfehlung eines Restaurants in Kairo für den 8. und 9. Reisetag wurden nicht
    erfüllt. Begründung: „Die möglichen Restaurants entsprechen nicht den notwendigen hygienischen Erfordernissen“. Ein weiterer Grund lautete, wir dürften uns nicht ohne Reisebegleitung in Kairo aufhalten.
    Mit vielen Dingen auf dieser Reise waren wir sehr zufrieden. Ein Reiseleiter der seine überragenden Fähigkeiten bei
    der stets interessanten und lebhaften Beschreibung der antiken Denkmäler hatte. Die ausgesuchten Hotels und die
    bereitgestellte Verpflegung waren sehr gut. Die Besatzung an Bord war zuvorkommend. Die Sehenswürdigkeiten
    waren gut ausgesucht.
    Um der Reise jedoch den Titel „Luxus und Genuss“ zu verleihen fehlte es an notwenigen Erholungsphasen (vgl. Tag 1
    +2) und an der Erfüllung von Leistungsversprechen (vgl. Segelfahrten………..). Die immer wieder versteckt
    untergebrachten Verkaufsveranstaltungen taten ihr übriges das Flair von Luxus und Genuss stark zu beeinträchtigen.

    Auch wir werden definitiv nicht mehr bei Ikarus buchen.

    Reiseveranstalter
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