Ja, natürlich hatte ich ein schönes Batik-Hemd an, war frisch rasiert und einfach "rapi" (ind. gutaussehend). Ich habe auch sehr "halus" (gepflegt, fein) geredet. Jedoch würde ich es keinesfalls wagen Geld anzubieten. Das kann ganz gewaltig in die Hosen gehen und man fördert damit den Fortbestand eines illegalen Systems, von dem einige Wenige profitieren, das aber insgesamt dem Land viel mehr schadet als nutzt. Es stimmt, daß es für solche Angelegenheiten Agenten gibt und ich bin mir nach 17 Jahren Aufenthalt in Indonesien auch ganz sicher, daß es hier normalerweise versteckte Korruption gibt, um das Verfahren "flüssiger" zu machen (Geld als Schmiermittel). Es hat sich in meinem Fall um ein Visa-on-Arrival gehandelt, für das man 500.000.-IDR am Flughafen zahlt und das einmalig um 30 Tage verlängert werden kann (worum es ja in meinem Beitrag geht).
Indonesien ist Mitglied der OECD. Diese Mitgliedschaft bedingt Einhaltung gewisser Standards, wie etwa Bekämpfung von Korruption und Steuerhinterziehung. Ich bin der Meinung, daß jeder der Beobachtungen macht, die mit diesen Standards nicht vereinbar sind, dem Land viel mehr hilft, wenn er dieses aufzeigt als wenn er darüber schweigt oder sich gar daran beteiligt.
imigrasi_karawang
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Visa über 30 Tage