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  • Thema: 19291
    infocubaI infocuba

    Hallo zusammen:

    In der Zeit von Mai 2005 bis September 2005 waren Stromausfälle außerhalb Varaderos von 4, 6, und auch 10 Stunden keine Seltenheit. Unser Haus steht in Cárdenas und an "Schlaftemperaturen" von bis zu 34 Grad konnte ich mich einfach nicht gewöhnen. Im Kühlschrank hatten wir nur noch sehr wenig Nahrungsmittel und oft sprang mitten in der Nacht die Alarmanlage mit ohrenbetäubendem Lärm an, weil nach Stunden auch der Akku leer war. Wenn der Strom dann wieder da war, wurde das natürlich von allen sofort ausgenutzt, um Geräte aufzuladen, Wasser mit den Elektropumpen in die Zisternen zu pumpen, zu waschen und nachts natürlich auch die Ventilatoren und Klimaanlagen einzuschalten. Das hatte zur Folge, dass im Nu wieder der Strom zusammenbrach. Es war echt ätzend im vergangenen Sommer. Derzeit haben sich die Stromausfälle landesweit sehr reduziert, zum einen wegen der niedrigen Temperaturen, die Klimaanlagen überflüssig machen, aber auch durch ein landesweites Programm, mit dem Energieeinsparungen erzielt werden. Dazu zählen u.a. der Austausch von normalen Glühbirnen gegen Stromsparbirnen, die Kontrolle und der Austausch defekter Dichtungen an Kühlschränken bis hin zum Austausch von alten stromfressenden Kühlschränken und Ventilatoren gegen neue Energiesparer.
    Großen Anteil an der landesweiten Stromkrise 2005 hatte auch der Hurrikan Dennis, der am 08.07.2005 weite Teile Cubas heimsuchte und seine Spur der Zerstörung hinterließ. Etliche Provinzen waren für mehrere Tage fast vollkommen vom Strom abgeschnitten. Es wurden landesweit sehr viele große Stromaggregate beschafft, um die Situation mgl. schnell in den Griff zu bekommen.
    Gerade wurden die Strompreise gestaffelt erhöht, wodurch Vielverbraucher nur richtig zur Kasse gebeten werden, während es bei geringem Stromkonsum kaum Änderungen gibt.
    Derzeit sind die Stromausfälle für die cubanische Bevölkerung nur die Ausnahme, im vergangenen Sommer waren sie die Regel.
    All dies galt und gilt natürlich nicht für Varadero. Kurz vor Varadero liegt der Ort Santa Marta und dort steht, von der Straße in Richtung Cárdenas gut einsehbar, das Turbinenkraftwerk, das den gesamten Strom für die Hotels in Varadero produziert. In den ganzen letzten Jahren stand das Kraftwerk von Sta. Marta nur an 3 Tagen still, und zwar vom 03. - 05.11.2001, nachdem Hurrikan Michelle mit Stärke 4 über Matanzas hinweggefegt war und auch Beschädigungen am Kraftwerk hinterlassen hatte. Aber auch davon haben die Urlauber nur relativ wenig mitbekommen, denn die großen Hotels sind mit Stromaggregaten ausgestattet. Das gilt natürlich auch für viele Hotels außerhalb der Haupttouristengebiete.
    Das Jahr 2006 steht nach Castros Worten im Zeichen der "Energierevolution"

    Salu2
    infocuba

    Kuba

  • Livegruss aus Havanna
    infocubaI infocuba

    Na ja ist ja nur mal für kurze Zeit aber schön ist das nicht.
    Hier der Auszug aus der cubanischen Presse von heute:

    ¡3,7 grados en poblado habanero!

    El frío se ensañó con los vecinos del poblado habanero de Bainoa cuando al final de la madrugada de ayer lunes el termómetro marcó una mínima de 3,7 grados Celsius, la más baja reportada hasta ahora en el país durante el presente invierno.

    Otros valores notables ocurrieron en el aeropuerto internacional José Martí, con 4,4; Tapaste, 4,8; Batabanó, 5,6; Aguada de Pasajeros, 6,2; Bauta, 6,4; Santo Domingo, 6,7; Unión de Reyes y Melena del Sur, 7,0; Jovellanos, 7,1; Güines, 7,5; Güira de Melena, 7,6; Santiago de las Vegas, 7,8; Esmeralda, 8,4; y Sancti Spíritus, 8,5.

    También los capitalinos tuvieron razón para dormir bien abrigados al notificar la estación de Casablanca 12,6 grados, la más fría de la temporada en la urbe.

    Gruß
    infocuba

    Kuba

  • Livegruss aus Havanna
    infocubaI infocuba

    Nicht nur in Österreich íst´s kalt, nein auch im Westen Cubas.
    4,4 Grad heute morgen am Flughafen José Martí.
    Coñoooo que frío!! und das ohne Heizung!

    Salu2
    infocuba

    Kuba

  • Thema: 19514
    infocubaI infocuba

    Hallo openwater1,
    Dr. Melo kenne ich leider nicht. Wir haben Ende
    1995 mit unserer Arbeit in Holguín begonnen und
    bisher sind etwa 50 der insgesamt 72
    Großcontainer an diverse
    Gesundheitseinrichtungen der Provinz Holguín
    gegangen. Das Kinderkrenkenhaus unterstützen
    wir seit vielen Jahren. Dort haben wir auch mit
    finanzieller Unterstützung des Landes NW die
    Reha-Abteilung neu gestaltet und eingerichtet.
    Außerdem wurden im Laufe der Jahre etliche
    medizinischen Geräte an die Kinderklinik
    geschickt. Ein großes Projekt von uns war auch
    die Gynäkologie im Krankenhaus Lenin, dazu ein
    Zentrum für Problemschwangerschaften, das
    Zentrum für Umweltmedizin, das große
    chirurgische Krankenhaus und einige andere
    Gesundheitseinrichtungen in der Stadt Holguín.
    Insgesamt unterstützen und unterstützten wir
    insgesamt 10 Gesundheitseinrichtungen der
    Provinz Holguín. Die Details kannst du bei
    Interesse ja unserer Websitexxxxxxxxxentnehmen.
    Vielleicht kennst du ja sogar jemanden auf den
    Fotos oder gib mal xxxxxxxxx in die
    Suchmaschine ein.
    Etlichen Ärzten und Krankenschwestern ist die
    HCH in Holguín ein Begriff, kannst ja nächstes
    Mal mal nachfragen.
    Gruß
    infocuba

    @infocuba, leider:auch Dir können wir Links
    nicht erlauben, die Grundsätze gelten für alle

    Gruss vom Admin

    Kuba

  • Thema: 19514
    infocubaI infocuba

    Tja Belinda, das ist nicht so einfach. Ich habe ja schon mal 1 1/2 Jahre dort gelebt, bin derzeit alle 2 Monate dort und ab Mai wieder mal 6 Monate am Stück. Cuba ist halt sehr speziell und es würde hier den Rahmen sprengen, ins Detail zu gehen. Es ist aber natürlich auch eine ökonomische Frage.
    Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns im Juli auf eurem Weg von Havanna nach Holguín mal besucht, dann könnt ihr mal sehen, wie wir so wohnen, wir zeigen euch Cárdenas und haben Zeit zum Erfahrungsaustausch. Wäre prima, wenn´s klappt.

    LG Bernd

    Kuba

  • Thema: 19514
    infocubaI infocuba

    Ich bin stellv. Vorsitzender der NGO Humanitäre
    Cuba Hilfe e.V. xxxxxxxxxxxxxxxxxWir sind seit
    10 Jahren auf Cuba aktiv, hauptsächlich im
    medizinischen Bereich. Was wir so machen,
    siehst du ja alles auf unserer Website. Meine
    Aufenthalte auf Cuba dienen der Koordination
    unserer Projekte und dem entspr. Monitoring.
    Das ist eine ehrenamtliche Tätigkeit, also ohne
    Verdienst. Für die Zeit meiner Cuba-Aufenthalte
    hatte ich in der Vergangenheit entweder
    unbezahlten Urlaub von meinem eigentlichen Job
    oder wie jetzt von Mai bis Oktober das
    Sabbatjahr, wodurch ich finanziell abgesichert
    bin. Meine Frau ist cubanische Ärztin,
    Diabetologin und wir wohnen gemeinsam in
    Cárdenas, wo sie im dortigen Diabeteszentrum
    arbeitet, übrigens auch ein Projekt der HCH.

    LG
    Bernd

    Hallo Bernd, bitte setze keine Links, unsere
    Mail liegt Dir ja vor!

    Gruss
    Admin

    Kuba

  • Thema: 19514
    infocubaI infocuba

    Vielen Dank Mienchen und Belinda für die positiven Kritiken zu meinen ersten Beiträgen in diesem Forum. Ich freue mich, wenn ich euch und hoffentlich auch vielen anderen Usern einige Tipps und Infos geben kann. Es macht mir Spaß und ich werde euch wohl erhalten bleiben.
    Im Laufe der vergangenen Jahre haben meine Frau und ich natürlich auch sehr viele cubanische Hotels kennen gelernt, teilweise auf Dienstreisen aber auch einfach nur mal so am Wochenende.
    Als ich mit meiner Frau im Mai 2005, geplagt von täglich stundenlangen Stromausfällen und Wassersperren in unserem Haus für ein Wochenende "Zuflucht" im *****Hotel Playa Alameda in Varadero suchte, trafen wir dort auf eine Gruppe junger deutscher Akademiker, die dort ihren Urlaub verbrachten.
    Sie schilderten uns ihre Eindrücke vom Hotel und dem, was sie von Cuba kannten und wussten und fragten uns dann, wie es denn so sei, dort, 15km von Varadero entfernt. Ich erzählte ein wenig und berichtete auch von den täglichen Strom-und Wasserausfällen. Eine junge Rechtsanwältin aus der Gruppe meinte dann ganz aufgeregt und hellauf begeistert, ja fast schon euphorisch: "Aber das ist es doch gerade, was es ausmacht"!!!
    Meine Frau und ich hätten uns vor Lachen fast bepinkelt, hatten wir doch in Anlehnung an Future-oder Western-World nicht etwa vom Aufenthalt in "Nostalgic World" sondern "nur" vom normalen Leben, dort draußen, 15 km entfernt erzählt. Es war köstlich.
    Bis demnächst.
    LG Infocuba

    Kuba

  • Wetterthread Kuba
    infocubaI infocuba

    @ Urlaubsfan2006

    Sieh dir bitte mal den nachfolgenden Link des Cubanischen Meteorologischen Instituts an. Du findest dort die gesamten Wetteradaten mit detaillierten Erläuterungen. Ich habe mal den März 2005 ausgesucht aber du kannst natürlich auch die Daten für April 2005 anklicken. Mehr und bessere Daten wirst du nirgends finden. Spanischkenntnisse sind allerdings gefragt. Aber selbst ohne Spanischkenntnisse sind die Diagramme und Piktogramme oft ziemlich deutlich.

    http://www.met.inf.cu/asp/genesis.asp?TB0=PLANTILLAS&TB1=MES&TB2=/Mes/MARZO2005.HTM

    Info für alle:
    Cuba wird bekanntermaßen in der Hurrikansaison vom 01.06. - 30.11. eines jeden Jahres immer wieder von Hurrikans heimgesucht. Die wohl besten, aktuellsten und seriösesten Infos in deutscher Sprache mit hervorragenden Links findet ihr auf der nachfolgenden Website von Thomas Sävert. Besser geht´s wohl nicht.
    http://www.saevert.de/hurr.htm

    Gruß
    infocuba

    Kuba

  • Thema: 19514
    infocubaI infocuba

    @Belinda,

    die wirtschaftliche Situation auf Cuba ist sehr komplex und hat sich in den letzten Jahren tatsächlich verändert, ich sage bewusst nicht verschlechtert, da es in vielen Bereichen auch Verbesserungen für die einheimische Bevölkerung gab und gibt.
    Zum Glück für pflegt Kanada, anders als viele anderen Länder, schon seit vielen Jahren normale Handelsbeziehungen zu Cuba.
    Durch die sehr intensivierte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Venezuela und auch China kommen nun allmählich Artikel ins Land, die es vorher nicht oder nur zu praktisch unerschwinglichen Preisen gab.
    Aber wird doch eine Weile dauern, bis spürbare Verbesserungen erzielt werden und leider nahm die soziale Schieflage in den vergangenen Jahren deutlich zu. Die Cubaner, mit Zugang zu USD wurden immer mehr, wobei auch etliche illegale Geschäfte erheblichen Reichtum einbrachten. Die Cubaner, die nicht über Dollars verfügten, guckten in die Röhre. Es begann eine regelrechte Hatz auf Devisen und meistens aus der Not heraus versuchte man alles mögliche und unmögliche, um an USD heranzukommen.
    Mit der Abschaffung des USD als Zahlungsmittel hatte Cuba nun endlich eine Währung weniger. Der konvertible Peso, der sich über viele Jahre 1:1 am USD orientierte, orientiert sich nun an einer Mischung diverser Währungen, u.a. auch dem Euro.
    Mit der Orientierung des CUC an diverse Währungen war auch gleichzeitig eine Abwertung des Euro verbunden, dessen starke Stellung Kuba lange so attraktiv machte. Diese Attraktivität lässt nun nach, was sich natürlich auch in den Urlauberzahlen der EU-Länder bemerkbar macht und was die Reiseweltmeister Deutschland betrifft, macht sich natürlich auch die hiesige ökonomische Flaute und Unsicherheit bemerkbar.
    Wer immer noch mit USD nach Cuba reist, muss fast 12% Umtauschzuschlag zahlen, dasselbe gilt für die Bezahlung mit sämtlichen auf Cuba gültigen ausländischen Kreditkarten. Du möchtest mit deiner Kreditkarte z.B. 300 CUC abheben, dann werden dir 336 USD abgebucht, was heute 278,60 € entspricht. Noch Anfang April wären dir bei angenommen gleichem Umtauschkurs ohne die 12% Umtauschzuschlag nur 300 USD abgebucht worden, was 248,75 € entspricht.
    Das spricht sich in der Reiseszene herum und deshalb reist der aufmerksame Cuba-Urlauber auch direkt mit Euro ein. Die cubanische Politik läuft derzeit darauf hinaus, den CUC bei beibehaltender Orientierung am o.g. Währungsgemisch im Vergleich zur CUP ab-und die einheimische CUP-Währung allmählich aufzuwerten. Dies soll der cubanischen Bevölkerung zugute kommen, die keinen Zugang zum CUC oder Euro hat, und das sind die meisten auf Cuba! Musste man noch im April 2005 durchschnittlich 27 CUP für einen CUC bezahlen, so bekommt man den CUC nun für 25 CUP. Für einen CUC erhält man (natürlich auch Ausländer) derzeit 24 CUP. Es ist z. B. für den Varadero-Urlauber, der seinen wohlverdienten Erholungsurlaub in einer All inkl. Anlage verbringt, sicher interessant, auch mal nach Santa Marta oder Cárdenas zu fahren, dort oder bereits in Varadero in einer offiziellen Umtauschkasse CADECA ein paar CUC in CUP zu tauschen und auf dem Markt einzukaufen. Man bekommt so auch mal ein gewisses Gefühl für die einheimische Währung und den Wert derselben und weiß besser einzuschätzen, was man für ein Monatseinkommen von durchschnittlich ca. 280 CUP kaufen kann. Auch ein Besuch der Bodegas, in denen (noch) gegen die Libretta (Lebensmittelkarte) staatlich stark subventionierte und rationierte Lebensmittel verkauft werden, ist sicher sehr lehrreich. Natürlich kann der Ausländer in den Bodegas nichts kaufen, aber er kann sich die Preise und entsprechenden Abgabemengen pro Person ansehen. Die Libretta soll übrigens abgeschafft werden und cubanischen Bevölkerung gleichzeitig der unlimitierte Verkauf von Grundnahrungsmitteln ermöglicht werden.
    Die Aufwertung des CUP geht natürlich nur sehr langsam vonstatten aber dadurch steigt allmählich die Zufriedenheit der Bevölkerung, die dann irgendwann nicht mehr hinter Devisen herjagen muss, wie der ****** hinter der armen Seele und damit die Touristen verärgert. Ich war kürzlich in Bayamo und dort, abseits des Tourismus, kann man an einigen Stellen ganz offiziell Dinge für CUP kaufen, die man woanders nur für CUC bekommt. Wenn dies politisch fortgesetzt und landesweit ausgeweitet würde, könnte allmählich (sicher eine Sache von Jahren) die Hatz auf Devisen aller Art sinken und die Touristen fühlten sich nicht mehr so *********, wie es heute oft der Fall ist. Leider machen Preiserhöhungen, wie gerade erst beim Strom, in erster Linie für Vielverbraucher und steigende Preise für Lebensmittel einen Teil der Verbesserungen wieder zunichte und so ist die persönliche wirtschaftliche Verbesserung der cubanischen Bevölkerung ein sicherlich sehr ehrgeiziges Projekt.
    Die Stromausfälle von Mai – September des vergangenen Jahres von täglich 2-8 Stunden in weiten Landesteilen haben zu großer Verägerung in der cubanischen Bevölkerung geführt und man ergriff Maßnahmen.
    Vor drei Wochen wurden bei uns die normalen Glühbirnen kostenlos gegen Stromsparbirnen ausgetauscht, die Dichtungen der Kühlschränke werden überprüft und bei Defekten kostenlos gegen neue Dichtungen ausgetauscht. Dampfkochtöpfe und Reiskocher mit besserem Nutzungsgrad werden zu erschwinglichen CUP-Preisen angeboten. Die cubanischen Sozialarbeiter gehen derzeit von Haus zu Haus und prüfen, ob der komplette Austausch von alten oder defekten Kühlschränken wegen des zu hohen Stromverbrauchs erforderlich ist. Castro hat den Neureichen auf Cuba und der Korruption den Kampf angesagt, dabei geht es in erster Linie um breite illegale *******, die auch den Touristen nicht verborgen geblieben ist und einen schlechten Eindruck hinterläßt
    Allein an den cubanischen Tankstellen, so wurde kürzlich mitgeteilt, gingen dem cubanischen Staat durch illegale Machenschaften täglich 100.000 CUC verloren. In anderen Bereichen wird es ähnliche Ergebnisse geben. Wenn das bisher illegal in die Taschen einer cubanischen Minderheit geflossene Kapital auf die Gesamtheit der Bevölkerung verteilt würde, ginge es dem Volk sicher auch besser und die Touristen“anmache“ ließe nach. Allerdings muss ich auch sagen, dass einige Illegalitäten aus der Not geboren und daher zwar juristisch, oft jedoch nicht moralisch vorwerfbar sind. Bei einem Verdiener mit mtl. 300 CUP und zwei Kindern wird´s schon schwierig, wenn Sonderbedarf auftritt, der nur mit Devisen gedeckt werden kann. Da sorgt man rechtzeitig vor, was vom mtl. Einkommen kaum möglich ist. Ich hoffe, dass der cubanische Staat bei der großflächigen Verfolgung der Illegalitäten Augenmaß und Weitblick beweist.
    Der überwiegende Teil der cubanischen Bevölkerung besteht jedoch nicht aus kriminellen Abzockern sondern aus liebenswerten Menschen. Wer als Tourist das Pech hat, an die Minderheit zu geraten, möge dies trotz des verständlichen Ärgers bitte bedenken.

    Gruß
    Infocuba

    Kuba

  • Thema: 19514
    infocubaI infocuba

    Hallo zusammen,
    ich wohne zusammen mit meiner cubanischen Frau
    ein paar Kilometer von Varadero entfernt und
    kenne Cuba seit 10 Jahren durch meine Tätigkeit
    in einer NGO. Ich pendele derzeit zwischen
    Deutschland und Cuba hin und her, bin aber von
    Mai bis Oktober 2006 wieder ununterbrochen vor
    Ort. Ich würde mich freuen, euch bei Fragen
    rund um Cuba, eurer Urlaubsplanung, eurer
    Routenplanung, usw. behilflich sein zu können.
    Vielleicht trifft man sich auch mal in
    Varadero.
    Zur Frage von Claudine:
    Meiner Meinung nach reicht ein Monat um
    individuell durch Cuba zu reisen vollkommen
    aus. Das normale Touristenvisum hat eine
    Gültigkeit von 30 Tagen mit der Möglichkeit der
    einmaligen Verlängerung um weitere 30 Tage,
    danch ist definiv die Ausreise angesagt und man
    sollte diese Fristen sehr ernst nehmen, denn
    bei Überschreiten des o.g. Zeitraumes, wenn
    auch nur für einen Tag, gibt´s richtig Ärger
    mit den cubanischen Behörden, den man sich
    erparen sollte.
    Hurrikansaison ist vom 01.06. - 30.11. und da
    schlägt´s, wie die Saison 2005 gezeigt hat,
    auch schon öfter mal zu. 2006 wird´s allen
    Verhersagen nach nicht weniger heftig. Zwar
    ist man auf Cuba wegen des guten Zivilschutzes
    nicht in Gefahr aber wer langfristige
    Detailplanungen für eine 1-monatige Cuba-Reise
    machen möchte, sollte den o.g. Zeitraum lieber
    ausklammern. Zwischen Februar und Mai lässt
    sich´s im Allgemeinen gut reisen.
    Als sicheres und sehr zuverlässiges und
    trotzdem relativ preiswertes Transportmittel
    empfiehlt sich die Firma Viazul mit ihrer
    Busfotte, die den größten Teil Cubas gut
    abdeckt. Infos zu Strecken und Preisen
    unterxxxxxxxxxxWer individuell reist und dann
    noch einen ganzen Monat lang, sucht in der
    Regel preiswerte Unterkünfte. Da gibt es zum
    einen recht preiswerte Hotels vor allem
    außerhalb der Touristengebiete.
    Es besteht auch die Möglichkeit sich legal in
    Privathäusern, den Casas Particulares
    einzumieten. Man sollte auch dabei darauf
    achten, dass es sich um legale Vermieter
    handelt. Die legalen Vermieter haben eine
    Lizenz und zahlen Steuern. Über den
    Eingangstüren der Casas Particulares hängt
    regelmäßig ein Schild, dass auf die legale
    Vermietung hinweist. Adressen von Casas
    Particulares auf ganz Cuba findet man z.B.
    unter xxxxxxxxxxxxx

    der Kombination von preiswerten Hotels und den
    Casas Particulares (nicht mehr als 30 CUC pro
    Zimmer u. Nacht, zum teil auch deutlich
    weniger) sollte man gut durchkommen.
    Ich mache mal einen Vorschlag für eine
    1-montaige Rundreise mit An- und Abreise
    Havanna:
    4 Tage Havanna
    Danach 50 km westlich von Havanna in den
    tropischen Regewald von Soróa. (2 Tage)Sehr
    schöne Landschaft und Wanderungen möglich, den
    Wasserfall muss man gesehen haben.
    Ein paar Kilometer weiter lohnt es, sich Las
    Terrazas anzusehen.
    Danach weiter nach Westen bis Pinar del Río.
    Ich würde nicht in Pinar wohnen, sondern im 7km
    außerhalb der Stadt malerisch gelegenen und
    preiswerten Hotel Aguas Claras.
    Das Tal von Viñales, 25 km von Pinar lohnt sich
    für mindestens 3 Tage. Die beiden Hotels Los
    Jazmines und La Ermita liegen zwar sehr schön
    gelegen und sind auch relativ preiswert,
    dennoch gibt es in Viñales sehr viele legale
    Casas Particulares und von dort aus kann man ja
    auch zu den beiden Hotels gelangen, um die
    Aussicht zu genießen. Neben den Mogotes, den
    Tafelbergen und einigen Höhlen sind auch die
    Tabakplantagen sehr interessant. Am Campismo,
    einem Campingplatz mit festen Häuschen inmitten
    des Tales von Viñales zeigen einem die dortigen
    Bediensteten gerne ihre Landschaft.
    Von Viñales aus zurück nach Havanna und dann
    nach Cienfuegos, sehr schöne Stadt und schöne
    Ausflüge möglich, auch viele Casas Particulares
    aber auch zwei schöne u. preiswerte Hotels, La
    Union und Jagua. 2 Tage Cienfuegos lohnen sich.
    Von dort auch ein Ausflug nach Sta. Clara
    lohnend.
    Danach 95km von Cienfuegos entfernt nach
    Trinidad, muss man gesehen haben, sowohl die
    Stadt als auch das Hinterland mit den Topes de
    Collantes, herrliche Wandermöglichkeiten.
    Hotels am Strand und auch am Berg, sowie schöne
    Casas Particulares. 2-3 Tage lohnen sich dort.
    Danach lohnt ein 1-2 tägiger Besuch der Stadt
    Sancti Spiritus mit dem Zaza-Stausee. Die
    Städte Ciego de Avila, Camagüey und Las Tunas
    finde ich persönlich jetzt nicht so aufregend
    aber das ist ja Geschmacksache. Ich würde
    weiterfahren in die Provinz Granma. Von der
    Provinzhauptstadt Bayamo aus gibt es
    Möglichkeiten in die westliche Sierra Maestra
    zu wandern. Beeindruckende Landschaft mit
    Bergen bis knapp 2.000 m Höhe. Natürlich ist
    auch Santiago de Cuba einen Aufenthalt von 3-4
    Tagen wert. Sowohl die Stadt als auch die nahe
    gelegen Strände und die erneut phantastische
    Berglandschaft bieten reichlich Abwechslung.
    Die Gegend um den 1.200 m hoch gelegenen Gran
    Piedra mit Übernachtungsmöglichkeiten oben auf
    dem Berg ist schon klasse, wenn das Wetter
    mitspielt.
    Nach Santiago würde ich über Guantánamo nach
    Baracoa fahren.
    Noch relativ geringe Infrastruktur aber tolle
    Gegend mit Stränden und der Möglichkeit Teile
    des Humboldt-Parks, einem der zahlreihen
    cubanischen Naturreservate, zu betreten.
    Von Baracoa aus würde ich über Móa nach Holguín
    fahren und mich dort ein paar Tage aufhalten.
    Sowohl die Stadt als auch die Strände von
    Guardalavaca sind sehenswert.
    Auf dem Rückweg von Holguín nach Havanna gibt
    es an der Nordküste noch jede Menge schöne
    Strände, sowohl den von Santa Lucía in der
    Provinz Las Tunas als auch die beiden
    vorgelagerten Inseln Cayo Coco und Cayo
    Guillermo in der Provinz Ciego de Avila, wobei
    die beiden letztgenannten Inseln reine
    Touristengebiete sind.
    Ích würde zum Abschluss und zum Ausspannen noch
    einen 2-tägigen Aufenthalt in Varadero in einem
    preiswerten Hotel einplanen und dann von
    Varadero aus mit dem Bus zurück nach Havanna,
    von dort zum Flughafen und zurück nach
    Deutschland reisen. So wäre 1 ganzer Monat
    voller unterschiedlicher Eindrücke gesichert.

    Gruß

    Links wurden gelöscht!

    Admin

    Kuba
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