Hallo Isabell !!!
Mein Mann und ich haben im letzten Jahr die Transatlantikkreuzfahrt mit der Voyager of the seas gemacht. Ich glaube die Route war ein wenig anders als in diesem Jahr: Miami, Bahamas, Azoren, Lissabon, Cadiz, Marseille, Barcelona, und dazwischen ganz viele Seetage
Meine Meinung zu dieser Fahrt :
Zuerst einmal das Schiff.
Der "Kutter" ist wirklich beeindruckend. Wundervolles Ambiente und sehr gepflegt. Für unseren Geschmack allerdings viel zu groß. Die Wege die man zurück legen muss sind doch schon sehr lang. Wenn Du am Pool bist, und vielleicht Dein Buch in der Kabine vergessen hast, dann bist Du schon mal eine Weile unterwegs um es zu holen.
Auch die Menge der Passagiere hat uns doch ein wenig zu schaffen gemacht. Ständig Gedränge, überfüllte Tische und ein wahnsinniger Krach beim Frühstück im "Windjammer" (Egal zu welcher Zeit man kommt).
Bei den Landausflügen ist es das gleiche Problem. Wenn sich über 3000 Menschen um einen Ausgang tummeln, dann kann es schonmal locker eine halbe Stunde und länger dauern, bis man von Bord kommt (extrem erlebt in Lissabon).
Dennoch ist das Schiff ein Erlebnis. Es gibt wirklich viel zu entdecken und zu Staunen.
Was uns leider auch nicht gefallen hat sind die starren Essenszeiten im Hauptrestaurant. Das macht doch schon ein wenig Stress, wenn man um Punkt 20.30 Uhr an seinem Platz sitzen muss.
Wir sind nach wenigen Tagen immer im Buffetrestaurant essen gegangen, weil wir zu allem Überfluß auch noch einen sehr unangenehmen Kellner hatten.
Nach ca. einer Woche wollten wir dann unseren Tisch wechseln, weil wir an Bord ein nettes Pärchen kennen gelernt hatten, mit denen wir gerne zusammen essen wollten. Das hat vielleicht ein Theater gegeben. Wir mussten Rede und Antwort stehen, warum und weshalb... :? Tja, unser Oberkellner hatte halt Angst, dass ihm unser Trinkgeld durch die Lappen geht
Zu den Kabinen:
Wir hatten eine Innenkabine auf Deck 9. Nie wieder Innenkabine !!!
Das war absolut furchtbar.
Die Kabine selber war sehr schön, nur die ständige Finsternis ist uns ziemlich auf die Nerven gegangen.
Was wir auch nicht schön fanden, waren die Bettdecken. Da waren braune Wolldecken eingeschlagen in weisse Bettlaken. Das war schon ein bißchen eklig, weil man Nachts irgendwie immmer diese Wolldecke im Mund hatte und ich mich immer gefragt habe, ob man diese Dinger überhaupt vernünftig waschen kann
Die Passagiere:
Das Alter der Passagiere war bunt gemischt. Vom Baby bis hin zur Oma mit Sauerstoffgerät. An Bord waren etwas über 300 Deutsche wovon wir einige sehr nette Leute kenen gelernt haben.
Wenn ich mich auf eine Zahl festlegen müsste, dann würde ich sagen, der Altersdurchschnitt war bei etwa 40 Jahren.
Die Route:
NIE WIEDER Transatlantik !!!
Tut mir leid, das ich Dir das jetzt so an den Kopf knalle, aber uns hat es nicht gefallen. Als wir die Bahamas verlassen hatten, hieß es für uns: 5 Tage auf See. Der Seegang war teilweise doch recht heftig, und spätestens nach dem dritten Tag will man als Landratte das es doch endlich mal aufhört zu schaukeln
Außerdem war es sehr frisch. Da war nix mit Baden im Pool. Mit langer Hose, dicken Socken und Kapuzenpulli konnte man es ganz gut aushalten.
Das allerschlimmste war aber die Zeitverschiebung. Jede Nacht eine Stunde weniger. Das geht ganz schön an die Substanz. Wir haben nach einiger Zeit bis 10.30 Uhr morgens geschlafen und waren dennoch völlig gerädert. Auch noch ein Argument gegen die Innenkabine. Da merkt der Körper nie von alleine wann es Zeit ist aufzustehen.
Falls ich doch nochmal eine Transatlantikkreuzfahrt machen sollte, dann nur in die andere Richtung.
Das Wetter:
Wie schon gesagt, auf See war es doch recht kalt.
Bei den Landausflügen hatten wir durchgehend tolles sonniges und warmes Wetter. Doch sobald man den Hafen einige Kilometer hinter sich gelassen wird es wieder frisch.
Mein Fazit:
Die Voyager ist ein tolles Schiff mit gutem Essen, viel Komfort und sehr gutem Service. Für mich persönlich war es doch ein wenig zu groß und unpersönlich.
Die Route würde ich auch nicht nochmal fahren, weil mir die Städtetrips doch zu wenig erholsam waren und die Zeitverschiebung doch schon recht grausam ist.
Für uns war nach dieser Kreuzfahrt eigentlich klar: Nie wieder machen wir eine Kreuzfahrt !!!
Im Januar haben wir uns doch noch einmal getraut und sind mit einem kleinen Schiff (2000 Passagiere) von NCL gefahren.
Das hat uns so gut gefallen, das wir nun doch vom Kreuzfahrt-Virus infiziert worden sind und schon unsere nächste Cruise im Oktober mit der AIDA Diva gebucht haben.
LG Jingle