"Ewing Oil" wrote:
Vorsichtig ausgedrückt spricht man von "Sicherheithinweisen"!
Was das bedeutet kann sich jeder selbst ausmahlen.... 
Hi Ewing Oil,
"Sicherheitshinweise" gibts beim AA zu jedem Land - klick dich mal durch ein paar durch, da wirst du sehen, es gibt überall Gefährdungen. Und der Terror-Absatz steht auch überall.
Ist halt einfach ein Eingeständnis dass die Welt heute nirgendwo mehr sicher ist. Und Reisewarnungen, die ja bekanntlich kostenloses Umbuchen oder Storno ermöglichen gibts gaaanz selten. Zum Beispiel für den Kongo, Afghanistan oder den Irak. Trotzdem gibt es Bürgerkriege oder bewaffnete Konflikte an vielen Orten, und dennoch häufig keine Reisewarnung (weil diese Konflikte meist auch punktuell sind oder nicht in Gebieten wo Touristen sind oder oder oder).
Da terroristische Anschläge sehr im Zentrum des Medieninteresses stehen, können Reiseveranstalter davon ausgehen, dass Urlauber über die relativ häufigen Anschläge z.B. in Ägypten wissen. Von dieser Warte aus finde ich es gerechtfertigt, dass Umbuchungen und Stornos nicht gerade kulant gehandhabt werden. Es ist schließlich ein Geschäft. Und jeder ist für seine eigene Sicherheit verantwortlich - da kann niemand den (finanziellen) Schaden für andere tragen.
Ich sag mal, es muss jeder selbst entscheiden. Traurig ist, dass eine allgemein negative Einstellung gegen Muslime oder allgemein Personen, die ihre Religion ernst nehmen, salonfähig geworden ist. So wird Religiosität als erstes Anzeichen für Gewaltbereitschaft gewertet. Ich arbeite im RSB und sehe jeden Tag, dass Kunden pauschal "nicht in diese islamischen" Länder wollen und dabei häufig nicht mal wissen, welche Länder islamisch sind und welche nicht. Diese Pauschalisierungen sind einfach nur furchtbar, aber verständlich. Wer will sich schon differenzierter mit anderen Personengruppen beschäftigen. Wenn ein Anschlag von "muslimischen Terroristen" verübt wurde, dann sind halt im Gegenzug im Hinterkopf der meisten (und da bitte zweimal drüber nachdenken, bevor widersprochen wird!!) "muslimische Länder nicht so sicher".
Anderes Beispiel:
Haben im Januar in Paris in einem "schlechten" Viertel übernachtet, also eines mit 75% Schwarzenanteil und den Rest Arabern. Innerhalb der ersten Stunde unseres Aufenthalts war ein Handy geklaut worden. Einige aus unserer Gruppe sagten plötzlich "wären wir vielleicht doch lieber in ein anderes Viertel gegangen". Ja aber hätte das etwas gebracht? Der nächste Geldbeutel ist nämlich in einem sehr guten Viertel geklaut worden ! 
Was ich sagen will: Diebstahl und Terror sind beklagenswert und verachtenswert. Diebe und Terroristen sind sicherlich (die einen mehr, die anderen weniger) keine guten Menschen. Aber Nationalität & Religion & Rasse sind da nicht wirklich bestimmend. Ganz sicher.
Gruß,
Mel