Zur Einreise nach Ägypten benötigen alle Reisenden ein Visa. Dieses ist in der Regel im Pauschalpreis eines Reiseveranstalters inbegriffen und wird dort den Touristen durch die entsprechenden Reiseleiter in den Pass geklebt. Als Individualtourist kann man das Visa normalerweise gleich nach der Landung zum Preis von 15 $ US erwerben. Der entsprechende Schalter in Marsa Alm war aber bei meiner Einreise Ende Mai nicht besetzt. Vergeblich wartete ich (ich war nicht der einzige) mehrere Minuten und immer wieder erkundigte sich einer der Reiseleiter nach meinem Warten. Ich könne das Visa auch durch ihn bekommen, allerdings zum Preis von 30 $! Übrigens bleibe der Schalter bis am nächsten Tag geschlossen. Es blieb mir (uns) also nichts anderes übrig, als den überhöhten Preis zu bezahlen, denn die Halle leerte sich langsam. Ein paar Minuten nachdem alle Leute mit einem Visa in der Schlange standen, kam der zuständige Mann lächelnd zum Visaschalter und nahm seinen Arbeitsplatz ein!
jostengeler
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Visa-Mafia am Flughafen Marsa Alam -
Nepp im OberengadinAls langjähriger Gast im Oberengadin ist mir dieses Jahr vor allem eine Unsitte aufgefallen, die in der Öffentlichkeit noch zu wenig diskutiert worden ist. Ich würde es abgekürzt als ******* bezeichnen, nämlich auf den Rechnungen nicht anzumerken, dass der Service inklusive ist. Schon am ersten Tag meines diesjährigen Aufenthaltes habe ich mich über das Verhalten eines Kellners in einem bekannten Ausflugsrestaurants genervt. Beim Bezahlen des Rechnungsbetrages habe ich diesen etwas aufgerundet, trotzdem sah er mich fordernd an, und fragte ob das alles sei. Ich sagte, dass ich ihm nicht mehr Trinkgeld gebe. Er schaute mich nochmals aggressiv ins Gesicht und machte sich dann sichtlich missmutig davon. Ich habe darauf in den folgenden Tagen mehr auf das Verhalten des Servierpersonals geachtet und praktisch überall die gleichen schon geschilderten Beobachtungen gemacht. Das Personal empfängt die Gäste sehr freundlich und professionell. Wenn es aber beim Bezahlen nicht ein zusätzliches Trinkgeld erhält, ist es kurz angebunden und gibt durch die ganze Körpersprache zu verstehen, dass man sich"falsch" verhalten hat. Diese Verunsicherung bei den Gästen ist offensichtlich gewollt, von jetzt an geben sie ein zusätzliches Trinkgeld von 10% bis 20%. Alle deutschen Gäste, mit denen ich gesprochen habe, fühlten sich genötigt und erst durch mich haben sie erfahren, dass das Trinkgeld in der Schweiz eigentlich inbegriffen ist.