Lt. einem vorangegangenen Beitrag wären 100 Euro für eine Gepäcksplittung noch zu billig, und wenn das Gepäck 300 Euro - also evtl. mehr als der Reisende selbst – kostet, ist´s auch in Ordnung. Na und wenn´s 10.000 Euro wären – was soll´s - muss man sich halt vorher kundig machen. Puh!
Klar, wer hier im Forum unterwegs ist, weiß mehr, Einzelne haben sogar 10 Jahre lang ganze 19.000 Posts auf den Weg gebracht, dann weiß man sicher nicht nur mehr, sondern alles. Es gibt aber auch Normalos, die nicht fünfmal im Jahr verreisen, die sich mit weniger Erfahrung einfach darauf verlassen, dass ein Aufpreis zwar möglich ist, aber in einem zu erwartenden Rahmen bleibt. Wenn ich in ein Taxi steige und mit 10 € Fahrtkosten rechne, frage ich nicht vorher nach dem Preis. Wenn´s nachher 20 € sind, ist´s halt so. Würde aber der Fahrer dann100 Euro wollen, mit dem Argument, dass man ja vorher fragen gekonnt hätte, wäre dies doch sicher diskutabel? Um genau das geht´s. Es ist üblich und erfreulich, dass ein gewisses Vertrauen auch im Rechtsverkehr meist funktioniert. Wer diese Lebenserfahrung auch als (sporadisch) Reisender anwendet, ist noch lange kein Idiot, nur weil er zu spät merkt, dass hier die Tarife unerwartet ausfallen können. Wer sich über Nicht-Reiseprofis (immerhin eher der Normalfall) dann noch lustig macht, z.B. derart, dass ältere Leute ohne Internet nicht mal die Euro-Einführung bemerkt haben sollen, lässt m.E. Respekt vermissen, ebenso, abweichende Meinungen dem Stammtisch zuzuordnen.
Im Übrigen habe ich Doofer noch immer nicht verstanden, was zwischen einem großen und zwei halb so großen Koffern einen Preisunterschied von ganzen 85 Euro ausmacht. Der zweite Kofferkleber? Der zweite Wiegevorgang? Ach so ja, doch: Weil´s in den AGB so steht, und damit Diskussionsverbot besteht, ob das noch verhältnismäßig ist.
Nix für ungut, mit lieben Grüßen
Jürgen