Hallo! Auf meinen verschiedenen Reisen durch Kanada sind mir die Kultur und das Erbe der First Nation so oft begegnet, wir haben die tollen Häuser aus Holz besichtigt, in denen ganze Familien rund herum auf den Erhöhungen wohnten, während in der Mitte der Feuer- und Kochplatz war, auf Kreuzfahrtschiffen waren Angehörige verschiedener Stämme und berichteten über das Verhältnis zu Natur und Umwelt, Tieren und der Interaktion zwischen den Gruppen, dass ich schon gar nicht mehr zusammen bekomme, wo wir was gesehen haben. Ich habe aber den Eindruck, dass sich Kanada sehr viel intensiver seiner Geschichte, der Kultur und der Verantwortung gegenüber denen bewusst ist, die immer schon "da" waren als es z.B. die USA tun. Ich würde einfach auf diese Seite gehen https://www.indigenousbc.com/ und schauen, wie intensiv man sich mit der Kultur und Geschichte der First Nation befassen kann, die ja auch immer eine sehr unrühmliche Geschichte der Second Nations war, also der Eroberer aus Europa.
Ja, die Fahrt von Victoria nach Ucluelet & Tofino dauert seine Zeit, aber diese Route ist fantastisch und abwechslungsreich. Wie erwähnt, Cathedral Grove darf man auf keinen Fall verpassen und das westliche Kanada ist so wunderbar abwechslungsreich, dass eine solche Fahrt der pure Genuss schon aufgrund seiner sensationellen Landschaften ist. Man spürt keinesfalls Langeweile, man wünscht sich sogar, dass es noch länger dauern möge.
Auf dem Weg an den Pacific Rim muss man durch gebirgige Gegend fahren und auch einige Serpentinen bewältigen, allerdings ist das wirklich keine dolle Sache, wenn man schon mal in europäischen Gebirgsgegenden gefahren ist oder z.B. auf den Kanaren oder Madeira. Das ist wirklich gut zu machen, auch für Leute, die nicht in den Bergen wohnen. Ich bin auch Flachlandtiroler, und kam schon drei mal super zurecht auf der Strecke. Die Kanadier wie auch die US-Leute machen da gern immer ein bisschen Trara "Wie, Ihr fahrt westwärts, auwei, da habt Ihr ja das Schlimmste noch vor Euch." Blödsinn, alles prima zu bewältigen. Und vor allem gurken da auch jede Menge Wohnmobile herum, die sowieso nicht schnell fahren können. Lasst Euch also nicht ins Bockshorn jagen, einfach an andere dranhängen und dann kann gar nichts passieren. Die KFZ-Kultur ist in Nordamerika sowieso viel entspannter als bei uns, ist ja bekannt. Hie und da mal einen kleinen Stopp einplanen, in knuffige Cafés einkehren, kleines Schwätzchen mit den dort tätigen Mitarbeitern halten, sehr häufig Studenten mit Ferienjob, es ist ein Reisen auf Wolke Sieben *lg*
Also, wenn man 4 Wochen lang durch Nordamerika fährt, solltet Ihr Euch unbedingt ein GPS-Navi kaufen. Wenn man das von Alamo oder einem anderen Autovermieter ausleiht, kann das locker 11 bis 13 EUR pro Tag (!!!) kosten. Das wären bei vier Wochen über 300 EUR, und für viel weniger kann man sich bei Canadian Tyre oder Best Buy ein Navi zulegen, mit unbegrenzten Updates ("nüviLifetime" vom Marktführer zum Beispiel" mit ganz Nordamerika inkl. Hawaii und Alaska. Mein letztes hat weit über 10 Jahre lang funktioniert, und hat quasi tausende EUR gespart!
Wenn man einmal in dieser Gegend war, die Leichtigkeit, Offenheit und Gastfreundschaft der Kanadier kennen lernte, wird man schnell süchtig und muss immer wieder hin. Nicht umsonst gilt BC als Gegend mit einer sehr hohen Lebensqualität.