Hallo zusammen,
ich bin vor knapp einer Woche von der MSC Opera zurückgekommen. Ich (30) war mit meiner Mutter (60) auf der Route Kiel/Visby/Stockholm/St. Petersburg/Kopenhagen/Kiel unterwegs. Letztes Jahr haben wir als Test- ob wir seekrank werden oder nicht- die Kurztour mit der Fähre von Kiel nach Oslo und zurück gemacht. So gesehen, war dieses Jahr die erste Kreuzfahrt. Aber...wir/ich sind/bin schon viel reist, war in vielen Ländern und habe auch diverse Restaurants von innen gesehen.
Wir sind aus Köln mit dem Zug einen Tag vorher nach Hamburg gefahren und sonntags dann weiter nach Kiel. Am Bahnhof in Kiel gab es einen kostenlosen Shuttlebus, der uns zum Ostseekai gefahren hat.
Das Einchecken ging in Kiel ziemlich schnell und fing auch pünktlich an. Es gab 10 Schalter und das Einchecken war dann wie am Flughafen. Nach dem Sicherheitscheck wurden wir dann am Bord von einem Besatzungsmitglied zu unserer Kabine gebracht ( Deck 7, Außenkabine). Wir hätten dann theoretisch an Bord das Willkommensessen- sprich normales Mittagessen auf Deck 11 -essen können, wir sind dann aber nochmal für 2 Stunden von Bord, da wir um 11:30 Uhr vor Ort waren und wir den großen Run aufs Schiff nicht miterleben wollten.
Theoretisch wäre das letzte Einchecken um 15 Uhr gewesen, um 16 Uhr sollten wir ablegen. Leider sind dann noch einige um 15.40 Uhr an Bord gekommen, weil die Leute nicht pünktlich gewesen sind. Als nächstes gab es dann die Sicherheitsübung, die für jeden Pflicht ist. Abends wurden wir dann zu unserem Tisch geleitet- entgegen anderen Meinungen, die ich im Internet gelesen habe, wurde meinem Wunsch entsprochen und wir hatten unseren Tisch zur ersten Essensitzung.
Am nächsten Tag waren wir auf Reede vor Visby. Es gab dann auf dem Rückweg zum Schiff einige Probleme mit dem Anlegen mit dem Tenderbooten, weil sich das Wetter verschlechtert hatte- wir haben dann eine STunde gebraucht- hinweg 15 Minuten, bis wir wieder an Bord waren. Aber wir wurden vorab informiert, dass es mit dem Anlegen Probleme gibt und ich wurde auch nochmal gebeten, anderen Mitreisenden, die die Info nicht mitbekommen haben, weiterzugeben.
An allen Häfen waren wir mehr als pünktlich, leider waren desöfteren Passagiere zu spät an Bord, so dass wir nicht immer zeitig ablegen konnten, es kam in Kopenhagen zu einer Verspätung von 30 Minuten, die aber keine Auswirkungen auf das Ankommen in Kiel hatte.
Das Publikum an Bord- das Schiff war nicht ausgebucht- bestand aus ca. 900 Deutschen, die alle in Kiel zugestiegen sind und ca. 200 Italiniern/Spaniern/Belgier/russen, wobei die Italiener den Hauptanteil der 200 Leute gewesen ist. Obwohl es ein großes Schiff ist, hat sich die Masse verteilt, weil es einiges zu sehen gibt, die einen waren an der Bar, andere bei der Animation, andere haben tagsüber geschlafen. Zwischen 2 Monaten und 83 jahre waren alle Altersgruppen an Bord, im Gegensatz zu AIDA lag der Altersdurchschnitt bei 50/60, was OK gewesen ist, weil ich persönlich nicht wegen der animation an Bord gewesen bin. Mittags konnte man entweder ins Restaurant oder in die Cafeteria gehen, dort war dann Selbstbedienung, wie morgens. Abends gab es nur im Restaurant Essen, dafür dann zwischen 4 und 5 Gängen, die alle lecker gewesen sind. Kostenlose Getränke tagsüber Kaffee,Tee und Wasser auf Deck 11, abends Eiswasser auch im REstaurant, der Rest kostete, was aber OK war. eine Literflasche Wasser kostete 2,50.-, was ich in Ordnung fand. ein Glas Wein hat 4 € gekostet. Es gab zwei Galadinner, das empfangsessen mit Kapitan gab es auch- es wurde auf zwei Salons aufgeteilt, in einem war dann auch der Kapitän anwesend.
Die Ausflüge- wir haben nicht an allen Häfen einen gebucht, waren auch in Ordnung.
die Besatzung war sehr freundlich, immer gut gelaunt und hilfsbereit, wenn auch sehr international: im Restaurant/bei der Selbstbedienung nur Asiaten, die Oberkellner dann meist Europäer, unser Kabinenstuard war Afrikaner, im Reisebüro war dann aber auch eine Deutsche- wie auch die Assistentin des Cruise Direktors. Das Animationsteam war italienisch, sprach aber auch deutsch. Auch wenn nicht alle Besatzungsmitglieder deutsch gesprochen haben, dann aber
englisch. Ansagen wurden in allen Sprachen gemacht: deutsch, englisch, französich, spanisch, italienisch. Der Kapitän ist wie die Offiziere , italienisch, man sollte bedenken, dass es sich um eine italienische Reederei unter italinischer Flagge handelt.
Einige, die an Bord waren und die AIDA kannten, waren nicht so ganz begeistert, ich muss sagen, ich werde nächstes Jahr den Vergleich ziehen können, da ich im Februar mit der AidaVita fahren werde und ich mir noch nicht so sicher bin, ob die mir gefallen wird. Abschließend als Fazit: sowohl meiner Mutter als auch mir hat die MSC Opera gefallen, es mag bei anderen einige Kritikpunkte geben, die sind aber wie die meisten Dinge, Geschmacksache. 