Hallo,
wir waren drei Wochen mit einem Wohnmobil im Mai 2010 überwiegend in British Columbia unterwegs. Eure Strecke erscheint mir für 11 Tage etwas lang; es bleibt kaum Zeit für Erkundungen vor Ort bzw. Mußestunden.
Den ersten Großeinkauf kann man gut direkt am Weg zu Manning ProvincialPark am Highway 1 (rechts vom Highway) in Chilliwack tätigen. Bier, Wein etc. bekommt man nur in Liquor Stores. Kanada hat hinsichtlich Alkohol strenge Regeln. Kein Alkohol in der Öffentlichkeit.
Unterwegs gibt es immer wieder Einkaufszentren bzw. kleine Einkaufsmöglichkeiten. Ständiges Einkaufen kostet aber zuviel kostbare Zeit.
Campgrounds sollte man möglichst früh anfahren; gerade im Sommer und an den Wochenenden ist es sehr voll. Wir bevorzugen immer Campgrounds in National oder Provincial Parks (PP), da sie über großzügige Stellplätze in toller Landschaft mit Bänken und Tisch sowieFeuerstelle zum Grillen oder für ein Lagerfeuer verfügen.
Das Okanangan Valley hat uns nicht gefallen- zu trocken, staubig, zu vielRummel, Straßen- und Häuserbau, zu viel Straßenverkehr. Zum Übernachten eignet sich aber der Campground im Bear Creek PP direkt am Okanangan Lake nahe Kelowna.
Der Ort Revelstoke bietet auf dem Weg zu den Rockies auch gute Einkaufsgelegenheiten. Lohneswert ist ein Abstecher (an der 23) zum landschaftlich sehr schönen Blanket Creek PP mit Campground direkt am Upper Arrow Lake (Strand, Bademöglichkeit).
Alle Provincials Parks sind von den Highways aus gut ausgeschildert.
Ob sich ein National Park Pass muss man sich selbst ausrechnen. Wir haben keinen benötigt.
Bären:Wir sahen im Mai Bären entlang der Highways, aber auch auf dem Riverside Campround (Erweiterungsgelände am Wald) in Whistler. Drei Schwarzbären strichen am frühen Abend um unser Wohnmobil, einer richtete sich am Seitenfenster der Beifahrertür auf und hakte seine Krallen dabei in das Fenstergummi. Das wurde uns doch zuviel und wir betätigten mehrmals die Hupe, worauf sie sich dann trollten. Ich war froh, dass ich nicht gerade draußen war- aber ich glaube auch, dass die Bären sich im Sommer aufgrund des Trubels zurückziehen.Tip eines Rangers bei Schwarzbären: Immer beim Wandern Geräusche erzeugen; dem Bär Gelegenheit zum Rückzug geben; versuchen, niemals zwischen einem Alttier und den Jungen zu geraten; nicht weglaufen-sie sind schneller; nicht auf einen Baum klettern- sie holen dich daraus; nicht totstellen- sie ******* auch Aas; sie sind normalerweise nicht aggressiv, langsam rückwärts zurückziehen, ggf. Rucksack zur Ablenkung auf den Boden stellen und zurücklassen; greift einSchwarbär doch an, dann wehren. Er sagte auch, bei Grizzlybären nicht versuchen sie zu verscheuchen oder sich zu wehren; bei Angriff auf den Boden legen, versuchen Kopf und Nacken mit den Händen zu schützen.
Noch einpaar Tips für Neulinge
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Es gibt zwar genügend Tankstellen, aber den Tank nie bis zur Reserve leerfahren. Die Abstände zwischen Tankstellen können lang sein und einmittelgroßes Wohnmobil benötigt 25-27l pro 100km.
Nicht zu lange Etappen planen. Die Highways sind zwar gut ausgebaut, aber teilweise sehr kurvenreich- das kostet Zeit.
Beim Wohnmobilverleiher fragen, ob eine Axt zur Ausstattung gehört, sonst darum bitten, falls ihr Lagerfeuer plant. Ebenfalls nach Keilen bzw.Holzbrettern fragen, um auf Campgrounds Höhenunterschiede unter den Rädern auszugleichen. Es nervt, wenn das Wohnmobil sehr schräg steht.
Euer Wohnmobilverleiher ist mir unbekannt. War drei Mal mit FraserwayWohnmobilen (Adventurer-Modelle) unterwegs und immer super zufrieden.
In Vancouver lohnt ein Tagesticket z.B. für die Trolley-Busse(hop-on/hop-off) um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen.
Vorsicht-Kanada macht süchtig ;-)) Ich möchte 2011 wieder nach Kanada- dann aber wieder nach Nova Scotia.
Viel Spaß