Wenn ein Hotelgast in ein Spital eingewiesen wird hat das schon seine Gründe. Denn die meisten Brechdurchfälle sind sehr ansteckend. Eine Einweisung ist also auch ein Schutz für alle anderen Hotelgäste. Ich sag nur Halbpension und Buffett.
Das Problem mit dem Flüssigkeitsverlust und der damit verbundenen Elektrolytverschiebung / dem Elektrolytverlust ist nicht zu unterschätzen. Ich habe schon einige Patienten gesehen, die von der Schüssel gekippt sind, weil es ihr Kreislauf nicht mehr gepackt hat.
Dass in Infusionen einfach ein Antibiotikum getan wird ist ein Gerücht und entbehrt jedem medizinsichen Sachverstand. Vor allem deshalb weil die meisten Gastroenteritiden durch Viren und nicht durch Bakterien verursacht werden.
Was man gerne macht ist, eine Ringer Lactat oder NaCl 0,9% Infusion (1000 ml) "im Schuss" laufen zu lassen. Meistens gibt's dann grad noch mal eine Flasche hinterher. Nebenher gibt man zusätzlich Paracetamol, Omeprazol und Paspertin oder Zofran (können auch anders heissen). Paracetamol gegen die Magenschmerzen, Omeprazol um die Säurebildung im Magen zu hemmen und ein Antiemetikum um den Brechreiz zu mindern.
Zuletzt möchte ich noch den Hinweis geben, dass es sehr wenige Länder gibt, die ein Hausarztsystem haben, wie wir es kennen. Da ist es normal, dass man mit jedem Husten ins Spital geht.