Wir kommen gerade aus Tunesien zurück.
Die Tage um den Nationalfeiertag, dem 7. November, sind dort lebhaft. Viele Einheimische aus der Mittelschicht (schwer mit Schmuck behängt und fein herausgeputzt) machten in unserem Hotel auch ein paar Tage Urlaub.
Es war insgesamt ein wunderschöner Urlaub. Ein großer Teil der Tunesier (meist junge Familien) benahm sich, wie man es in einem 4-Sterne-Haus erwarten kann.
Was dann aber im Restaurant abging, war das reinste Chaos:
Dass der zugewiesene Tisch den "älteren" nicht gut war und x-mal umbelegt wurde, ging ja noch. Dass mit einer Lautstärke das Resaturant zu einem Bahnhof umfunktioniert wurde, auch.
Manche gerieten sogar aneinander: Eine Einheimische legte ihre Hände auf das Büffetessen, um zu prüfen, ob es warm ist.
Es war mal was anderes, alle bisherigen Gäste schauten gebannt auf das Schauspiel.
Berge (wirklich!) von Essen türmte sich auf den Tischen.
Dagegen habe ich auch nichts, wenn es wenigstens zum größten Teil aufgegessen wird.
Aber wenn auf dem Tisch kein Platz mehr war, musste der Kellner die noch übervollen Teller wieder abtragen. Es wurden erneut "Berge" herbeigetragen..... und ein wahrer Saustall hinterlassen.
Da wir die Tunesier eher als arm einstufen, fehlten den meisten Gästen die Worte.
Da konnte man nur noch den Kopf schütteln.