die Probleme sind da leider nur zwei...
... erstens - durchhalten...?...!
... zweitens - mit diesen 50 %, die auch wesentlich höheren Zeitaufwand bedeuten, bei sinkenden Verdienstmöglichkeiten zu überleben...
Die Schaffner in den Stadtbussen wurden abgeschafft - warum?
Die Bahn stellt Automaten auf anstelle neuer Fahrkartenschalter - warum?
unser Büroartikelhändler hat den "Einzelverkauf" eingestellt - nur mehr über internet - warum?
...weil sich die Kosten für die Arbeitskraft im Verhältnis zu den möglichen Verdienstspannen nicht mehr rechnen!
Beispielweise kostet - im Schnitt gesehen - eine Arbeitsstunde einer wirklich guten Fachkraft hier in Österreich +- € 30.-- reine Lohnkosten - ohne "Gewinn für den Unternehmer", ohne Mietkostenanteile usw. Und zwar umgelegt auf die Stundenanzahl im Jahr, die ein solcher Mitarbeiter tatsächlich arbeitet (Urlaub abgezogen).
Wenn nun eine Fachkraft zwei Stunden Beratung, zwei Stunden Ausarbeitung/Einkauf der Leistungen, eine Stunde Abfertigung und nochmals eine Stunde für Nacharbeiten, Bezahlung usw. arbeitet - macht sechs Stunden - dann sind das € 180.-- Euro - bucht nun der Kunde dann zwei Personen individuell Flug + Hotel und Transfer um gesamt 1.800.-- - was eben ja schon ein hoher Schnittbetrag wäre - dann hat er gerade mal seine eigenen Personalkosten abgedeckt: keine Fax- Mail- oder Telefonkosten usw. usw.
Habe ich aber eine "billige" Kraft, +- € 15.-- die Stunde und buche "von der Stange", reduziert sich der Aufwand auf vielleicht zwei - drei Stunden, macht € 45.-- und die Schnittbuchung zwei Personen macht vielleicht nur € 1.000.-- - dann rechnet sich das schon eher!
Also wird jeder Unternehmer zwangsläufig sich auf Beispiel 2 konzentrieren müssen, ob er will oder nicht. Dass dann der Konsument etwas anderes will, dass der Konsument sich bei Nichterfüllung seiner Wünsche woanders seine Reisen bucht, das erkennt zwar der Unternehmen, aber er sieht keinen echten Ausweg.
Ausweg deswegen auch keinen, weil die meisten Reisebüros in den letzten Jahren schon sozusagen kapitallos von der Hand in den Mund lebten. Sicherlich, ein Fehler, aber so ist eben die Realität in dieser Branche. Er hat also keine Reserve mehr, Neues auszuprobieren.
Und das Argument, dass es ja auch besser buchende Kunden gibt, gilt auch nur eingeschränkt: zum einen sind es ja nicht laufend und viele, zum anderen verlangen diese aber meist auch mehr Zeit(aufwand) - somit ist der Berater gebunden. Und ein weiteres Argument meinerseits: es kommen ja nicht rund um die Uhr, das ganze Jahr Leute Urlaub buchen, also 5 oder 6 Tage vier Wochen 12 Monate lang. Das heißt, die Leerlaufzeiten müssten nochmals auf die € 30.-- bzw. € 15.-- aufgeschlagen werden!
Dies mal so als Hintergrundinfos.
Schönen Tag auch noch
Peter