@ Heidi
Ich bin nicht aus der Reisebranche, sehe die ganze Entwicklung lediglich als interessierter "Reiseverbraucher", mein Blick ist insoweit zwar unverstellt, aber meine Meinung zu den Dingen, die sich da entwickeln, ist natürlich auch sehr subjekt geprägt, weil mir die Interna fehlen.
Ich glaube, der Reisebüro-Branche ging es in den letzten Jahrzehnten bei der dauernd steigenden Reiselust der Deutschen extrem gut. Man kennt das auch aus anderen Wirtschaftszweigen: es läuft ja alles zufriedenstellend, man wird sorglos, Querdenker und Mahner werden als Spaßverderber und notorische Bedenkenträger abqualifiziert. Und langsam, aber sicher wendet sich das Blatt. Und wenn es einer Branche wie den Reisebüros so gut gegangen ist, dann ist die Ernüchterung um so größer.
Es hat aber überhaupt keinen Sinn, es beim Klagen zu belassen. Jeder muß für sich sehen, daß er das Beste daraus macht, ein Patentrezept gibt es nicht.
Ich denke, die Reisebüros sollten darüber nachdenken, sich verstärkt auf die Veranstalterschiene zu begeben, auch wenn die Risikolage dadurch problematischer wird. Was die Kunden machen, nämlich Bausteine aus dem Internet zu buchen, müßte doch auch den Reisebüros möglich sein.
Außerdem vermisse ich entsprechende Öffentlichkeitsarbeit des Standesverbandes, die u.a. darauf hinweist, daß im Internet bei den Reiseveranstaltern gebuchte Pauschalreisen nicht preisgünstiger sind als im Reisebüro.