Erstmal möchte ich wohlwollend die hier getätigten Begründungen und Eklärungen von Andreas Rüttgers von SIL bewerten und wertschätzen. Er hat eindrucksvoll geschildert, wie das ganze Dillemma um Hondaa aus Firmensicht gesehen wird und manche seiner Erklärungen lesen sich für mich durchaus plausibel. Dass das Projekt Hondaa bisher auch dem Reiseveranstalter Geld und Nerven gekostet hat, glaube ich ihm aufs Wort und ich glaube zudem dass SIL mit dem Wissen von heute das ganze Ding anders aufgezogen hätte. Eine Bekannte von mir ist Mitarbeiterin in einem Reisebüro und diese erzählte mir, dass sie SIL bisher als zuverlässigen Anbieter (der durchaus an Kundenzufrieden interssiert ist) erlebt hat. Dass Mitarbeiter von SIL persönlich angefeindet wurden, kann ich nicht gut heissen, zudem diese ja letztendlich auch nur die Interessen ihres Arbeitgebers bei begrenztem persönlichen Entscheidungssielraum vertreten müssen. Auch unsere Anfrage per Email von letzter Woche zum gewünschten Inseltausch wurde von SIL bisher noch nicht beantwortet. Trotzdem käme ich nun nicht auf die Idee, die Contenance zu verlieren und einzelne Angestellte des Konzerns persönlich anzugreifen. Es gibt nichts, was sich nicht juristisch klären liesse.
Hier aber nun einige gut gemeinte Verbesserungsvorschläge bzw. Anmerkungen, die sich vor allem auf die bisherige Informationspolitik von SIL beziehen:
- Ich verfolge dieses Forum als Frühbucher von Hondaafushi mittlerweile seit einigen Monaten. Ich bin (wie wohl viele andere Kunden auch) davon ausgegangen, dass es sich bei Hondaa um eine bezugsfertige Hotelinsel handelt, bei der sämtliche Baumaßnahmen abgesschlossen sind und dass man seitens des Anbieters seit Langem bezüglich der Inseleröffung in den Startlöchern steht. Es tauchten ja immer nur die Informationen auf, dass der Grund für andauernden Verschiebungen des Eröffnungstermins lediglich ausstehende Lizenzen der (recht komplizierten) Behörden vor Ort seien (was aber letztendlich inhaltlich als pure Formsache deklariert wurde). Dass einige nennenswerte Baumaßnahmen noch nach der Eröffnung durchzuführen sind, habe ich so nicht geahnt. Ich habe vor einigen Jahren ebenfalls als Frühbucher die Insel Embudu bei einem anderen Anbieter gebucht. Ca. 6 Monate vor Reiseantrittstermin erreichte uns ein Schreiben des Anbieters, dass in unserem Buchungszeitraum an einigen Abschnitten der Insel mit Baumaßnahmen zu rechnen ist, da einige Bungalows renoviert würden. Man bot uns in dem Schreiben eine kostenlose Stornierung oder einen Preisnachlass an. Wir entschieden uns für die Stornierung und hatten dann noch ganze 6 Monate Zeit, einen wunderschönen Alternativurlaub auf den Seychellen zu organisieren. 2 Jahre später haben wir dann doch Urlaub auf Embudu gemacht und waren rundum zufrieden. Vor allem die angepriesenen "optimalen" Schnorchelmöglichkeiten bewahrheiteten sich. Ich habe bisher auf 6 verschiedenen Malediveninseln Urlaub gemacht und habe gerade in Bezug auf Schnorchelmöglichkeiten Vergleichsmöglichkeiten.
2. Jeder der Kunden hat sicherlich persönliche und unterschiedliche Kriterien in Bezug auf seine Buchungsentscheidung (wie hier ja auch oft schon diskutiert und festgestellt). Dem Pool z.B. wurde hier sehr viel Raum eingeräumt und ich respektiere, dass dieser für einige Gäste von großer Wichtigkeit ist. Ich frage mich aber zudem, warum Pool und angrenzende Gastronomie nicht als seperate "Baustelle" aufgeführt werden. Selbst wenn noch kein Wasser ins Becken gelassen wurde, so kann doch die anliegende Bar eröffnet werden, so dass nicht sämtliche Gäste ihre Getränke an Mainbar einnehmen müssen. Der Außennbereich der Mainbar sieht auf den Fotos (sowohl von SIL als auch von Gästen) übrigens überaus ansprechend aus und der Blick von dort auf die Lagune wirkt äusserst reizvoll. Da bei Hondaa aber meines Wissens ab April alle "bewohnbaren" Bungalows ausgebucht sind, stellt sich bei mir nun die Befürchtung ein, dass es sich im einzigen Freiluftgastronomiebereich durchaus knubbeln wird. Kampf um die am Strand befindlichen Tische und recht lange Wartezeiten sind nicht dass, was ich mir wünsche, wenn ich mit einem Glas Rotwein in der Hand den Bick aufs Meer geniessen möchte.
3. Ich finde es bedauerlich, dass gerade den angepriesenen "optimalen" Schnorchelmöglichkeiten hier (auch seitens von SIL) nur wenig Raum eingeräumt wurde. Womöglich war ich ein wenig zu naiv, der Realisierung diesem (für uns sehr wichtigen) Buchungskriteriums zuviel Vertrauensvorschuss zu geben. Dass der Steg zum Außenriff noch nicht fertiggestellt wurde, ist ja nun seit einigen Tagen bekannt. Weiterhin stelle ich mir aber die Frage, ob es auch ohne Steg einigermaßen gefahrlos möglich ist, das Außenriff zu erreichen. Sollte sich Hondaa vorerst als reine Taucher- und Badeinsel entpuppen, wäre ich schon recht enttäuscht.
Abschliessend möchte ich nochmals betonen, dass ich SIL keinesfalls die Seriösität absprechen will und ich glaube nach wie vor, dass für den Reiseveanstalter Kundenzufriedenheit nicht unwichtig ist . Vielmehr geht es mir darum, hervorzuheben, was ich mir an Information und Vorgehensweisen gewünscht hätte.
- Bedauerlich finde
--- von 2teren würde uns nur berichtet,