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  • Flugzeug der Spanair in Madrid verunglückt
    nokiN noki

    Bin gestern von Mallorca aus um 8:00 Uhr heim gestartet. Neben uns an den Gates D96 und D99 gingen kurz vorher eine MD und eine A320 von Spanair aufs Festland nach Madrid und Valencia ab. Alle beide knüppeldicke voll bis auf den letzten Platz! Nun war es aber auch nach den Feiertagen (Nationalfeiertag), der bis einschließlich Montag andauert; aber wir hatten ja doch schon Donnerstag! Und es waren noch mehrere Spanair's an den Flugsteigen angedockt!
    Ich will damit nur andeuten, dass die Gesellschaft innerspanisch doch wohl noch ziemlich gebucht wird.

    Gruß Dieter

    Airlines

  • Wetterthread - Mallorca
    nokiN noki

    Hallo,

    bin heute Morgen wieder heim gestartet, um 8:00 Uhr.
    Das Wetter entwickelte sich wie in den letzten Tagen auch: In Can Picafort morgens etwas leicht bewölkt bei teilweise 22 - 24 °C. Danach aufklarend mit stechender Sonne, weil seit Tagen absolut kein Wind geht. Teilweise auch schül, aber es kommt weder Regen noch Gewitter.
    In Palma soll es schon zwischendurch mehrfach geregnet haben.
    Es ist allen Prognosen zum Trotz!

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Wetterthread - Mallorca
    nokiN noki

    Heute, jetzt um 17:05!

    Es ist schon bloed, wenn man einen aktuellen Wetterbericht hier abgibt, und ein paar Stunden spaeter war das nur ein Spuk! Da klarte sich naemlich das Wetter auf, und wir haben bis auf diesen einen halben Tag ein wirklich schoenes Wetter hier! Nun faengt es sich an etwas zuzuziehen, aber das kann man durchaus noch als harmlos bezeichnen. Alle Prognosen reden seit Tagen von ganz schlechtem Wetter, und es kommt nicht!

    • Vielleicht haben die sich im Jahr geirrt! 😆

    Gruss Dieter

    Mallorca

  • Wetterthread - Mallorca
    nokiN noki

    Wetter heute in Can Picafort und weiter Umgebung:

    Seit gestern Abend Regenschauer und Sturm.
    Heute: starke Boeen in Staerke 7-8 und mehr. Teilweise peitschender Regen bei Temperaturen um 15-16 Grad. Sehr starker Wellengang bei Wind aus ueberwiegend Nordost.
    In Palma enorme Flugunregelmaessigkeiten mit teilweise Landungen auf Menorca oder sogar dem Festland (Bisher 2 Maschinen).
    Keine guten Aussichten!

    Das soll noch bis Samstag so andauern!?

    Gruss Dieter

    Mallorca

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    Hallo Dieter!

    Prima!!!!! Darum würde ich dich sehr herzlich bitten hier mitzumischen, wenn du dadurch keine Probleme mit anderen Leuten kriegst, die das gar nicht gerne sehen, wenn man ihnen hinter die Kulissen schaut! Das wäre Klasse! 😉
    Es wäre dann ein ganz anderer Aspekt, der wunderbar passen würde.

    Vielleicht kommen ja noch welche dazu.

    Ich hatte ohnehin vor, dass ich, falls kein Interesse mehr bestehen sollte, aufhöre damit.
    Leider ist es ja überall so: Technik ist manchmal nicht ganz einfach verständlich und je komplizierter sie wird, umso mehr wilde Gerüchte und Spekulationen gibt es. Das wird dann ein Gestrüpp von Vermutungen, falschen Schußfolgerungen und haltlosen Behauptungen.
    Das habe ich mir hier eine ganze Weile so mit angesehen wie explosionsartig solche Gerüchte sich verbreiten, wie kritiklos sie als gegeben hingenommen und geschuckt werden, und das hat nach langer Zeit den Ausschlag gegeben mich hier zu melden. Nach dem Motto die Presse und hier im Forum sogar schreibt das jemand, dann wird das wohl auch so sein! Ein höchst zweifelhafter Glaube!
    Man sollte jungen Menschen schon früh das Zweifeln lehren, dann würden sie vielleicht nicht so vielen Rattenfängern nachlaufen!
    Auch wenn es manchem gar nicht in den Kram passt, denn obskure Meldungen und "eigene Erkenntnisse" dazu bringen ja wenig Kritik ein!

    Gruß Dieter

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    Hallo Andy!
    .... Es ist gut, dass es ein Echo gibt! So weiß man doch wenigstens dass irgendjemand das liest und welche Fehler man macht! Das ist sehr erfreulich Kritik und Berichtigungen als Antwort zu erhalten!
    Manchmal ist es nämlich schwer sich in die Rolle eines aufmerksamen Lesers und seinen Vorstellungen hinein zu versetzen!

    Für etwa 4 Wochen kommt aber nun nichts mehr, denn morgen wartet mein Flieger auf mich um mich zu Freunden in die Sonne zu bringen! 😆
    Ich hoffe die "Jung's oder Mädels" da vorne sind gut drauf und ausgeschlafen! 😉

    Bis dann und Grüße
    Dieter

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    Eben lese ich da etwas Schauriges, das aber durchaus eintreten kann, zwar mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit, aber was nützt den armen Opfern das schon es zu wissen.
    Nach dem Beitrag wird davon gesprochen, das mehrere miteinander verknüpfte Regel- , Alarm- , und Überwachungs-Kontrolleinheiten gleichzeitig versagt hätten! So habe ich das jedenfalls verstanden. Soetwas ist logisch schwer vorstellbar, aber immerhin denkbar und möglich! - Wenn etwas denkbar ist, dann ist es auch möglich! -
    Es gibt eine ganze Hierarchie von elektronischen Einheiten und Rechnern, die alle miteinander und untereinander vernetzt, verbunden und verknüpft sind. Die logischen Baueinheiten (Micro- oder Prozeßcontroller) am Ort des Geschehens einmal mit eingeschlossen, denn deren Antwort auf ihre logische Auswertung geht auch weiter an die Zentrale. Logische Bauelemente oder auch logische Gates (Tore) genannt, sind solche, die mehrere Eingänge und einige Ausgänge haben an denen digitale Signale ankommen und weitergehen, und diese nach einer vorgegebenen Logik verarbeiten. Sie funktionieren etwa folgendermaßen: Am Ausgang C erscheint nur ein "Ja", wenn an zwei Eingängen z. B. A und D ein Ja-Signal anliegt und bei E ein "Nein", sonst bleibt der Ausgang auf "Null oder Nein" usw. Man kann das ganz komliziert machen mit diesen logischen Aussagen! Das wissen die Spezialsten viel besser! Auch unser PC steckt voll davon auf den Chips - winzig kleine Transistoren sind die Schalter. Mit unserem Auge nicht mehr sichtbar. - Das sind alles große Schränke mit hunderten von Steckkarten und tausenden von Ein- und Ausgangskabeln. Angefangen bei den Ein- und Ausgangports (IO-Kanälen), die meistens der Reihe nach auf ihren Wert hin abgefragt werden, mit sogenannten MUX (Multiplexer). Das sind Abfrageeinheiten, die in jedem Zyklus alle die ihnen unterstehenden Känäle abfragen bis hin zu den übergeordneten Prozeßrechnern, Rechner, die nach der Logik arbeiten: Das und jenes sollst du tun, wenn die oder jene Meldung kommt oder Situation und logische Verknüpfung eintritt, die also diese Mitteilungen und Meldungen mittels geeigneter Programme verarbeiten und als Information an die Zentralstelle, die Cockpitrechner, weitergeben oder selbst Aktionen einleiten und ausführen, je nachdem was ihnen gesagt wurde! Zusätzlich sind da noch Prozessoren, deren Programme fest verdrahtet sind, und die nur zulassen was mir ihrem Programm vereinbar ist. Ansonsten melden sie es weiter nach oben.
    Daneben gibt es noch die analoge Rechnerstruktur, z. B. um Kurven und zeitliche Abläufe sichtbar zu machen. Die arbeiten nach einem anderen Prinzip. Da erfolgt etwa eine Bewegung eines Ruders analog zur Veränderung an der Steuerknebelstellung, wie bei unserem Auto mit dem Gas- oder Bremspedal. Das sind alles analoge Vorgänge im Gegensatz zu den schrittweise Digitalen.
    Alle diese Rechner arbeiten größtenteils auch mit Unterprogramm-Sequenzen, solchen, in denen ein abgegrenztes und selbständiges Aktionsprogramm Schritt für Schritt abgearbeitet wird. Sie heißen auch Batch-Programme, also Stapelprogramme ein jedes für einen bestimmten Aktionsablauf. So kann beispielsweise einer von den Piloten den Befehl per Knopfdruck eingeben: Sinkflug einleiten und Landeanflug vorbereiten! Und schon wird das dafür zuständige Programm aufgerufen und gestartet und alles geschieht wie von Geisterhand. Die Piloten verfolgen dann diesen Vorgang analog auf ihren Bildschirmen.
    Die Fehlerquote eines Computers ist geringer als die eines menschlichen Gehirns, nur kann er keine selbsttätigen Entscheidungen treffen, denn er hat nur gelernt geradeaus zu "denken", und zu entscheiden und zu befolgen was ihm sein Programm vorschreibt, aber das kann er viel schneller als der Mensch. Ist dieses Programm jedoch fehlerhaft, wird es stur weiter ausgeführt bis zum bitteren Ende, oder bis der Pilot die Situation analog erkennt und das Programm stoppt. Es bleibt dann an der Stelle stehen bei der es gerade war, und so kann man den Fehler finden. Zeile für Zeile abarbeiten nennt man auch Debug-Verfahren. -Heißt also Schritt für Schritt abarbeiten. Wenn mich nicht alles täuscht!
    Alle diese Rechner und Datenerfassungseinheiten, Empfang und Sendung(IO-Kanäle) sind nach Systemblöcken gegliedert und arbeiten im sogenannten "HOT-STANDBY". Also alle sehen zur gleichen Zeit die Daten und arbeiten still vor sich hin im gleichen Takt und parallel. Aber nur ein Prozessrechner ist aktiv und führt die Befehle aus, die ihm gegeben wurden. -Er ist im Eingriff! -Meldet dieser einen Fehler bei sich selbst, die Dinger checken sich sogar selbst ganz wie unser Home-PC, dann übernimmt der nächste diese Sequenz nahtlos, denn er hat das gleiche Programm und befindet sich zeitlich an der gleichen Stelle im Programm.
    In Wirklichkeit ist das alles noch komplizierter, aber ich wollte möglichst einfach bleiben, sonst bringt es nichts! Auch wenn's schwerfällt.

    Es gibt aber Katrastrophen, die alles lahm legen. Dann ist der Mensch dort vorne gefordert. Und er und sein Copilot wälzen dicke Bücher mit Fehleranalysen, wenn sie dazu Zeit haben! Ansonsten entscheiden sie sich für das was beide gelernt und trainiert haben. Wir reden ausschließlich über die fachliche Qualifikation, nicht über die Kompetenzen!
    Beide Piloten haben die gleichen Lizenzen und die gleiche Ausbildung!
    Das einer nun Kapitän genannt wird, ist in etwa vergleichbar mit einer Stationsärztin und einer Oberärztin.
    Nur die Anzahl der Dienstjahre/Flugstunden und die fehlerfreie Benotung ist für diese höhere Bezeichnung maßgebend!

    Ich hoffe, dass ein klein wenig davon verstanden worden ist, sonst habe ich mich falsch ausgedrückt! Bitte um Nachsicht!

    Gruß Dieter

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    .... Da schon Fragen kommen, muß ich noch etwas Wichtiges hinzufügen:

    Unser Versuch mit den unterschiedlichen Drücken klappt natürlich nur dann, wenn das Flügelstück mit der Nase um ein paar Grad nach oben gekippt wird! Bei völliger Symmetrie und horizontaler Aufhängung würden sich die oberen und unteren Kräfte gegenseitig kompensieren (aufheben). Außerdem sind die Profile leicht nach oben gewölbt, also leicht bogenförmig. Diesen Demonstrationsversuch führt man heute in den Praktika etwas verbessert vor um sich die lästige Aufsummierung der Kräfte zu ersparen. Das präparierte Flügelstück ist das gleiche, nur dass es seitlich zwischen zwei Schienen mit einer eingefrästen Längsnut, die zu den Enden des Flügelmusters hinweisen in denen Zapfen des Flügelstückes sich frei nach oben und unten bewegen können. Eine Vorrichtung (Längszapfen) sorgt dafür, dass sich das Versuchsobjekt nicht drehen kann, also der Anstellwinkel erhalten bleibt. Die Zapfen drücken bei Auftrieb gegen Spiralfeden in der Nut und drücken sie zusammen. Nun braucht man nur noch den Federweg ablesen und die Kraft nach einem ganz einfachen Gesetz zu berechnen. Es ist das Hookesche Gesetz, wonach der Federweg proportional der auf sie wirkenden Kraft ist.

    F = D x s
    mit D = Federkonstante in Kraft pro Längeneinheit
    s = gestauchter Weg der Feder.
    Das wars schon!

    Die Druckdifferenz kommt durch die unterschiedlichen Stömungsgeschwindigkeiten der Luft längs der Oberfläche zustande.

    Aber davon mehr im Zusammenhang mit den ganzen "Blechklappen", die ich im Eingang nur so grob ansprach und nicht weiter und genauer differenziert habe.
    Falls noch Interesse besteht?!

    Gruß Dieter

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    Was sind eigentlich nun diese Tragflächen/Tragflügel mit ihrem ganzen Klapperatismus, die uns hier so oft begegnen? Was bewirken sie und wie?
    Weiß es wirklich jeder?

    Im Prinzip steckt die Erklärung schon in der Bezeichnung TRAG-flügel!
    Damit könnte man sich zufrieden geben und diesen Beitrag beschließen!
    Ich könnte mir aber denken, dass es viele gibt, die das zwar schon kennen und zu wissen glauben, aber noch nicht richtig hingeschaut haben, oder sich keine Gedanken gemacht haben wie das alles so funktioniert, und warum da noch so viele „Blechlappen“ dran sind?
    Wüßte es jeder, dann bräuchte man keine Hochschulen dafür, die das Wissen und die Zusammenhänge erwachsenen jungen Menschen in sehr vielen Vorlesungen vermitteln.

    Zunächst ganz grob ist ein Tragflügel eine Fläche, wie auch immer geformt, die unter bestimmten Bedingungen für eine aufwärtsgerichtete Kraft sorgen soll und somit einen Rumpf und viel Gewicht nach oben anhebt. Das ist der Auftrieb, hervorgerufen durch das Anströmen durch Luft von vorne.
    Die Flächenkontur eines Flügels müssen wir definieren, damit wir wissen worüber wir reden!
    Die Entfernung vom Rumpf bis zum äußersten Ende soll die Länge sein.
    Der Abstand von der Vorderkante bis zum hinteren Ende soll die Breite sein.
    Somit ist die Dicke hier die Höhe des Querschnitt-Profiles.
    Damit haben wir schon alles zur weiteren Beschreibung!
    Die Experten benutzen teilweise andere Bezeichnungen, sollen sie!

    Ein einfacher Querschnitt (Profil) durch den Flügel ähnelt einem ganz schlanken Tropfen mit stumpfer Nase und lang auslaufendem spitzem Ende. Und das zieht sich über die ganze Länge hin, in der Dicke zum Ende hin immer schlanker werdend. Das ist schon mal grob der Flügel.
    Nun könnten wir einen Längenabschnitt herausschneiden und mit ihm experimentieren. Mal sehen was dabei heraus kommt?
    Unser Stück der Länge hängen wir seitlich gelagert waagerecht an festen Stäben auf, so dass sich die Fläche um die Längsachse drehen kann, wenn wir es wollten. Auf der Ober- und Unterseite über die ganze Breite sollen längs einer Linie rüber lauter kleine Löcher mit Drucksensoren eingebaut sein, quer von der Nase bis zum spitzen Ende hin. Und wir können deren Messwerte auslesen und graphisch darstellen. Nun pusten wir die dickere Vorderkante mit einem Ventilator kräftig an.
    Es wird sich zeigen, dass die oberen Sensoren einen beträchtlichen negativen Druck, der Nullpunkt soll 1 bar entsprechen um nicht von Vakuum zu sprechen, anzeigen, also einen Druck unter 1 bar, während die unteren einen positiven aber kleineren Messwert zeigen. Negativer Druck, besser gesagt Druck von weniger als 1 bar bedeutet hier dass keine Belastung auf den Sensor vorliegt, sondern vielmehr ein Zug. So vereinbaren wir das mit dem Vorzeichen. Ein Druck ist ja als Kraft pro Flächeneinheit definiert, also wissen wir welcher Druck wo vorhanden ist. Nun bekommt jeder Messwert eine Kennung in der Form, dass wir ihm drei beschreibende Größen zuweisen, wie z. B. jeder Punkt im Raum durch die drei Koordinaten Höhe, Breite, Länge gegeben ist, hier also z. B. so:
    Der Betrag des Druckes, also die Zahl, wird dargestellt durch einen Strich, dessen Länge diesem Betrag entspricht, etwa 1 cm entspricht 1 bar. Nun hat dieser Strich ja eine Richtung in die der Druck wirkt, auch der negative! Das machen wir kenntlich durch eine Pfeilspitze wohin er wirkt, also den Richtungssinn. Normalerweise wird der jetzige Pfeil senkrecht zur Oberfläche stehen, wenn nicht, dann kommt noch ein Winkel zwischen der Senkrechten dazu.
    Und schon haben wir das was die Matheleute einen Vektor nennen, Betrag, Richtung und Richtungssinn einer Messgröße, womit man hervorragend rechnen kann!
    Trägt man das nun auf ein Blatt Papier auf unter und über der Querschnittsfläche, dann ist zu sehen, dass die oberen Pfeile alle viel länger sind und nach oben weisen; unter der Fläche sieht das Ganze ziemlich dünn aus mit der Länge, aber alle zeigen auch nach oben.
    Das heißt, dass es auf der Oberseite einen ziemlichen negativen- oder Unterdruck gibt, wohingegen an der Unterseite ein kleinerer Druck nach oben vorhanden ist. Wenn man nun den ganzen Längenabschnitt so bestückt und alle Messwerte aufsummiert, dann kommt heraus, dass es einen beträchtlich Druck bzw. Sog nach oben gibt. Die Summe muß also mindestens so groß sein, dass sie das Flugzeug mit allem Drum und Dran tragen kann.
    Das ist der Auftrieb, den unser Tragflügelstück erfährt!
    Es kommt dabei raus, dass das Flugzeug überwiegend „hochgezogen“ wird anstatt hochgedrückt!
    Würde man nun die Breite um einen kleinen Betrag drehen, also die Nase heben oder senken, dann käme ein ganz anderes Druckprofil heraus! Und so sucht man den Anstellwinkel dessen Integral (Summe) den größten Betrag ergibt.

    Nun, viel kann man damit noch nicht anfangen. Schaut man sich mal eine Tragfläche eines Urlaubsjets an und stelle sich vor alles was da noch so dran ist wäre aufgeklappt, dann sieht das Ganze wie die zerfledderten Flügel eines großen Vogels aus, der versehentlich in eine Dreschmaschine geraten ist! Alles hängt runter oder steht zu Berge. Ein heilloses Durcheinander von Blechplatten, so scheint es! Aber in dem Chaos steckt System, Willen, Nutzen und Zweckmäßigkeit. Gewissermaßen ist es die „Kosmetik“ unseres Versuchsobjektes.

    Nur kurz aufgelistet, sonst wird es hier zu lang. Da gibt es:
    Spoiler
    Luftbremsen
    Innere und äußere Landeklappen (Flaps, innen bedeutet näher am Rumpf)
    Je 1 Paar Vorflügel
    Die so genannte Krügerklappe ganz am Rumpf
    Die Landeklappen-Träger-Verkleidung (sehen aus wie Zusatztanks!)
    Und die Querruder
    Alles an verschiedenen Positionen der Länge und Breite. Und nichts kommt miteinander ins Gehege und kann bewegt werden, dazu ist es ja da! Und jedes dieser Elemente hat seine bestimmte Aufgabe und erfüllt eine bestimmte Funktion. Und unter allem hängen die uns schon bekannten Triebwerke, die für die Bewegung nach vorne sorgen.
    Die ganze Theorie dazu, nur für die nackte Tragfläche, ist schon sehr kompliziert - aber immer noch reine Mechanik! Da ist Herr Einstein und wie sie alle heißen noch nicht dabei, denn alles geschieht makroskopisch und ist greif- und sichtbar.
    Aber dazu, zu den ganzen Klappen und Rudern, vielleicht ein andermal mehr in einem anderen Beitrag.

    Das ist kurz und grob gesagt die Antwort auf die Frage warum ein Flugzeug fliegen kann!
    Denjenigen den es langweilt oder schon alles weis, der braucht es ja nicht zu lesen! Auf Wunsch lösche ich das auch wieder!

    Gruß Dieter

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    Hallo Daniel!

    In der Fluzeugtechnik und -Technologie kann ich dienlich sein!
    In der Flugtechnik, also was den reinen Umgang mit dem Gerät anbetrifft, wohl mehr theoretisch-wissenschaftlich. Das bedeutet eben nicht dass ich so locker einen solchen Vogel auch fliegen könnte!
    Ich habe halt mal ein bisschen Physik und die naheverwandten Disziplinen studiert! Und da sich die grundlegenden Strukturen und Gesetze der Aerodynamik, Hydraulik, und vieler anderer Teilgebiete uvm. (verzeih mir Berthold!) nicht ändern, denke ich hier noch gut davonzukommen.
    Reicht das als Antwort?

    Gruß Dieter

    PS. Eigentlich ist es schade, dass man das Pferd von hinten aufzäumen muß, denn als erstes ist ja das völlig leere Flugzeug da ohne allen Schnikschnak drumherum. Aber es ergab sich eben so aus der aktuellen Situation heraus!
    Vielleicht fange ich doch noch mal bei den Grundlagen an, denn ich kenne eine menge Leute, die vorgeben zu wissen warum ein Flugzeug fliegen kann, aber da kommen dann die abenteuerlichsten Dinge raus.
    Wenn ich hier aber den Begriff "Widerstands-Auftriebsdiagramm" lese, dann weiß ich wen ich vor mir habe!
    Die eigentlichen Flieger (Personen) sind ohnehin die Segelflieger, die sich nur auf Thermik und Aerodynamik und ihre Kenntnis darüber verlassen müssen!

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    ... Der Tag ist gerettet dank Berthold! 😆

    Alles habe ich erwartet, nur das nicht! Jetzt muß ich wirklich über mich selbst lachen über diesen Widerspruch. 😉

    Grüße Dieter

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    ... Mir ist im obigen Bericht über die Leistungsabschätzung eines Triebwerkes ein böser Fehler unterlaufen!

    Natürlich muß es nicht 65 000 W heißen, sondern 65 000 000 W = 65 MW.

    Das mag wohl daran liegen, dass ich noch nie soviel Geld gesehen habe! 😉

    Berthold, klär mich auf, lass mich nicht dumm in den Tag gehen!
    Was findest du an dem Satz und dessen Aussage so lächerlich oder lustig?

    Gruß Dieter

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    Hallo Andy,

    deine Bemerkungen und Ergänzungen sind gut und richtig!
    Natürlich kann und darf ein Flugzeug so landen und auch ohne die "Schubumkehr" zu Hilfe zu nehmen, wenn es die Bahn erlaubt!
    Alles was die Umströmung der Tragfläche beeinflußt frißt Energie, ebenso wie die vielen abgeleiteten Funktionen und Aufgaben, die ein Triebwerk noch so zu erfüllen hat! Das ist mir klar! Nur ich wollte nicht allzusehr in die Details gehen um den wichtigen Zusammenhang nicht zu "zerfleddern"! Ich wies gleich zu Beginn schon darauf hin, dass ich tausenderlei Dinge, die noch damit verbunden sind, weglassen werde um einen Faden des Geschehens zu haben und den Zusammenhang nicht aus den Augen zu verlieren. Und deswegen habe ich es für besser gefunden von einer ganz normalen Standardsituation auszugehen. Gewiss sind Dinge wie Hilfsaggregate, Klima, Heizung der Flügelkanten usw. teilweise sehr wichtig, aber bis auf gewisse Hilfsaggregate könnte das Flugzeug auch ohne vieles andere fliegen. Dass die Regelkreise und Stellglieder mit den Hydraulikpumpen und viele andere aktiven Elemente einen strombetriebenen Antrieb benötigen, das setzte ich voraus, dass das jeder weiß! Von nichts kommt nichts! Wäre es nicht so, dann widerspräche es dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, einem unumstößlichen Naturgesetz!

    Ich möchte auch zukünftig auf Fachausdrücke, Formelkram und Extras möglichst verzichten. Man sieht es ja immer wieder was dabei raus kommt!
    Und was ich nicht auf verständliche und einfache Weise in der deutschen Sprache erklären kann, das habe ich sehr wahrscheinlich selbst nicht verstanden! Jeder Vorgang und jedes Fachwort hat sein Komplementär auch in Deutsch, auch wenn ich zwei Wörter für einen Begriff benötige! Viel schlimmer sind da noch die Abkürzungen bei denen man erst überlegen muß ob es sich nicht möglicherweise um ein KfZ-Zeichen eines unbekannten Ortes handelt! Es ist dann wie im Rätsel. Meine Maxime lautet: Wie sag' ich's meinem Kinde! 😄 😉

    Die Extras und Sonderfunktionen sind wie das Astwerk eines Baumes: Hat man zu viel davon, sieht man den Stamm nicht mehr! Aber ohne den Stamm wäre auch das Astwerk nicht da.
    Übrigens das Abzapfen der Warmluft kann auf zweierlei Methoden geschehen. Einmal in der letzten Kompressorstufe vor dem Brennraum und außerdem aus der zusätzichen äußeren Kühlung der Brennkammer. Vor der Brennkammer ist der Luftstrom schon erhitzt durch die Kompressionswärme, eine Verlustleistung jedes Kompressors!
    Ist das OK so?

    Hallo Marco,
    ich wollte und will dir nichts weis machen, sondern ich versuchte damals nur zu klären, dass die Bezeichnung "Schubumkehr" ein etwas unglücklicher Ausdruck ist. Nach wie vor ist es so, dass der Schub nicht umgekehrt wird, sondern umgelenkt! Das ist etwas ganz anderes!
    Auch schrieb ich damals, wollte man das im Sinne des Wortes tun, dann muß die Drehrichtung der ganzen Turbine geändert werden. Und das ist nicht möglich! Ich hatte es damals schon erklärt wie das funtioniert, aber das hast du hier nicht erwähnt und einfach als Weismacherei zur Anschuldigung aus dem Zusammenhang gerissen!
    Wir spielen hier keine Politik!
    Hast du es nun verstanden was damit gemeint war und ist?

    Gruß Dieter

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    Ja Dannytr, das stimmt bis auf eine winzige Kleinigkeit: Die Bremsklappen, Spoiler werden nicht augefahren, sondern hochgeklappt. Normal liegen sie eng am oberen Tragflächenprofil an. Sie haben auch im Reiseflug noch andere Funktionen, nämlich fangen sie an unregelmäßig und gegenäufig zu arbeiten bei boeigen Querwinden bei denen die horizontale Querlage, das ist die Velängerungslinie beider Flügelenden, zu schaukeln beginnt. Deswegen nennt man sie für diesen Fall auch oft Stabilisatoren oder Sörklappen, je nach ihrer Funktion. Achtet mal darauf wenn ihr in günstiger Position sitzt! Sie fangen leicht an zu flattern um einen kleinen Winkel aus der Ruheposition heraus. Wenn die Querlage stark schwankt, dann klappen sie immer höher auf. Aber dann wird schon mit anderen Mitteln eingegriffen. Beim Landeanflug werden sie als normale Bremsklappen benutzt und arbeiten gleichläufig. Sie erhöhen den Luftwiderstand um das Profil herum und sorgen so für eine Änderung der Kräfteverhältnisse und -Verteilung am Tragflügel. Das bewirkt eine Verringerung der Geschwindigkeit ohne dass die Längsachse des Flugzeuges nach vorne geneigt wird. Die Nase bleibt also oben und der ganze Apparat geht parallel zu sich selbst runter. Das gleiche erreicht man auch durch Drosseln der Tiebwerke; aber da diese öfters in der letzten Phase beim Endanflug nachgeregelt werden müssen, würde man sich hier einen wichtigen Eingriffspunkt blockieren. Mit dem Höhenruder würde die Nase abgesenkt werden um einen gedachten Drehpunkt an dem sich alle drei Achsen schneiden. Und am Ende des Sinkfluges per Ruder müßte die Nase wieder hochgezogen werden, und das kostet Treibstoff! Er liegt in der Gegend der Verbindungslinie Tragflächen-Rumpflängsachse bei den meisten Maschinen mit Tragflächentriebwerken. Und ist sehr empfindlich von der symmetrischen Trimmung abhängig. Durch die Höhenruder entsteht also ein Drehmoment bezüglich der Längsachse. Bei den Bremsklappen nicht!

    Berthold!
    Die Start- und Landeklappen zusammen mit den Vorflügelklappen bilden eine gesonderte Funktionseinheit, die nichts mit den Bremsklappen zu tun hat. Diese zu verwechseln wäre absolut tödlich! Sie sitzen auch geometrisch ganz woanders an den Flügeln.
    Vielleicht gehe ich später mal genauer auf ihre Arbeitsweise und Funktion näher ein. Damit auch das endlich bereinigt und vom Tisch ist!

    Gruß Dieter

    Den Beitrag von Onur verstehe ich nicht! Ich kann der Arbeitsweise und was da wo geschieht nicht folgen! Ich kenne auch keine Reserver, außer dem Reservations-Counter der Fluggesellschaft. Und die haben bestimmt nichts mit der Geschwindigkeitsverminderung beim Approach(Landeanflug) zu tun! 😄
    Bremsklappen verbrauchen keinen Sprit, da sie ein inaktives und passives Element im Sinne von Antriebsenergie sind.
    Hier haben wir wieder so einen Fall von miss- oder falsch verstandenen Speialausdrücken! 😆
    Die Dinger, die Onur vermutlich meint an den Triebwerken, heißen Thrust Reverser (Schubwender -Umkehrer), nicht Reserver, und sind aktive Einheiten.
    Ungefähr so wie wenn man Simulation und Stimulation durcheinanderbringt! 😉
    Hätte Onur die deutschen Bezeichnungen genommen, dann wäre das sofort aufgefallen!
    Nichts für ungut! Meistens sind die Fachbezeichnungen sehr verwirrend und mehrdeutig!

    Airlines

  • fliegen mit Tuifly
    nokiN noki

    Bitte liebe Admins, löscht meinen Beitrag hier (Guten Morgen liebe user!) über die Geschichte mit der Flugzeugtechnik! Er wäre sonst doppelt in einem neuen Thread.

    Danke Dieter

    Erledigt 😉

    Airlines

  • Technik am, im und ums Fliegen und Flugzeug. Wie funktioniert was, wie und warum?
    nokiN noki

    Guten Tag, liebe user!

    In den letzten Wochen und Tagen wird uns immer so viel von angeblichen Fehlern oder Problemen mit der Schubumkehr oder auch dem Umkehrschub, was das Gleiche ist, an den großen Urlauberjets unterschiedlicher Typen berichtet. Das muß zwangsläufig zu Verwirrungen und Missverständnissen führen bei denjenigen, die doch mit der damit verbundenen Technik nicht ganz so vertraut sind. Das ist keinem übel zu nehmen, dass Unwissenheit eben deshalb zu Verunsicherungen führt! Meistens beschränken sich auch die Medien auf Andeutungen und, was das Schlimmste ist, sie stellen Vermutungen an ohne sachkundigen Hintergrund.
    Vielleicht könnte man hier mit ein paar Sätzen etwas mehr Klarheit in dieses Mysterium Triebwerk und Schubumkehr bringen. Erlaubt mir, dass ich einmal den Versuch wage?! Ich werde auch die tausende von anderen Dingen weglassen, die zwar mit dazugehören, aber uns hier nur verwirren würden!
    Was ist das, wozu dient das, wie funktioniert das ganze und welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit alles gut und richtig und vor allen Dingen sicher abläuft?
    Fangen wir mal an:
    Heutzutage benutzen alle großen Flugzeuge mit Reisegeschwindigkeiten oberhalb etwa 650 Km/h, davon ausgenommen Militärmaschinen und solche die im Überschallbereich zu fliegen in der Lage sind, ausnahmslos Mantelstromtriebwerke neuester Generation, also spezielle Gasturbinen, denn nichts weiter sind sie! Egal von welchem Hersteller auch immer, das Prinzip ist und bleibt gleich!
    Im Längsschnitt durch eine solche Turbine gliedern sich mehrere funktionelle Baugruppen auf einer oder manchmal auch mehreren konzentrischen Wellen. Vom Einlass gesehen kommen sichtbar zunächst die großen Propellerschaufeln, die erste Baugruppe, auch fans genannt. Es ist nichts weiter als ein riesiger Niederdruckkompressor, der die Luft ansaugt ung etwas komprimiert und an die nächsten Kompressorstufen weitergibt, die zweite Baugruppe. Wegen der Größe und der damit verbundenen Umfangsgeschwindigkeit und radialen Kräfte darf hier eine Grenzdrehzahl nicht überschritten werden. Dabei wird der Schaufeldurchmesser immer kleiner und die Form der Schaufeln ändert sich. Aber das hat andere Gründe! Viele Stufen sind so hintereinander geschaltet und nach jedem Schaufelkranz steigt der Druck, die Dichte der Luft, und die Temperatur an. Aber mittlerweile auf diesem Weg wird der überwiegende Anteil der angesaugten Luft schon an den Hochdruckverdichtern vorbeigeleitet. Er wird also nicht mehr mit komprimiert. Das hat andere Gründe, die ich etwas später noch ganz kurz erklären will. Nur 1/5 bis 1/8 des Luftstromes verlässt nur noch den letzten Hochdruckkompressor in Richtung Brennraum, dem eigentlichen Antriebsaggregat, das letztendlich für den Schub sorgt. Das soll unsere 3. Baugruppe sein! Der überwiegende Teil des Luftstromes geht hieran vorbei wie ein kühlender „Mantel“. Deswegen wird er auch als Mantelstrom bezeichnet. Und er befördert, wie schon gesagt, das 5 bis 8 –fache Volumen aus der angesaugten Luftmenge.
    Die eigentliche „Brennkammer“, also das Aggregat, in welchem durch Einspritzung von vortemperiertem Brennstoff (Kerosin), chemisch betrachtet ein modifiziertes Zwischenprodukt zwischen Petroleum und Dieselbrennstoff mit sehr hohem Flammpunkt, Explosionsgrenze und Klopffestigkeit, schließt sich hinter der letzten Hochdruckstufe an. Dabei, durch die fortwährende Kompression, ist die Luft durch die Kompressionswärme, schon erheblich erhitzt worden. (Das kennt man von der Temperatur einer Fahrradpumpe mit der man gerade hastig einen Reifen aufgepumpt hat! Sie wird warm!) Die Elemente der Brennkammer (Gleichstrombrennkammer mit axialer Einspritzung in Stömungsrichtung.) legen sich wie eine beidseitig offene Flasche um die Welle herum. Vorne eine relativ große Öffnung und am Ausgang eine wesentlich kleinere. Die einströmende Luft wird nun mit dem Brennstoff innig vermischt, durch Hochdruckzerstäuberdüsen, und gezündet. Dabei verbrennt das Gemisch unter Erzeugung von sehr hoher Temperatur und großem Gasvolumen. Ebenso wie bei jedem Auto im Zylinder! Nur mit dem Unterschied, dass es sich hier um einen dynamisch-kontinuierlichen Prozess handelt.
    Das verbrannte Gemisch verlässt die Brennkammer mit hohem Druck und sehr hoher kinetischer Energie (Bewegungsenergie) und Geschwindigkeit.
    Die kinetische Gesamtenergie ist dabei mit guter Näherung:

    E(kin) = ½ x m x v^2 wobei m = die Masse des Gases, v = die Ausströmgeschwindigkeit ist.
    Das war unser eigentliches Antriebsaggregat! Die Baugruppe 3.

    Danach kommt noch eine Schaufelgruppe, die die Welle mit allen anderen rotierenden Elementen antreibt. Sie frißt also Energie um alles Vordere in Bewegung zu halten.
    Steht man nun hinter dem Triebwerk, dann sieht man im Zentrum des Auslasses einen konisch geformten Rohrstutzen, der aus zwei oder mehreren schalenförmigen Elementen besteht, und normalerweise als Rohr geschossen ist. Bis auf eben diesen einen Sonderfall, nämlich bei der Aktivierung der Schubumkehr!
    Dieser Rohrstutzen, der Auslass der Brennkammer, ist konzentrisch umgeben von einem viel größerem Rohr. Und aus diesem Zwischenraum zwischen beiden Rohren strömt der Gasanteil, der weiter vorne schon vom Antriebsstrom abgezweigt wurde, der Mantelstrom mit seinem großen Volumen aber nicht oder kaum erhitzt, jedenfalls nicht zwangsweise. Und nun kommt der „Knalleffekt“!
    Dieser Mantelstrom kühlt durch Umströmung die Brennkammer. Und es ist bei jeder Gasturbine so, dass je besser sie gekühlt wird, umso mehr Leistung und Wirkungsgrad erbringt sie! Also eine sehr wirkungsvolle Leistungssteigerung mit dem großen Effekt der Geräuschdämpfung und Verwirbelung des Antriebsstromes.
    Die Antriebs“leistung“ einer solchen Turbine ist im physikalischen Sinne keine echte Leistung, sondern der Schub ist eine Einheit der Kraft! Ich könnte also nicht hergehen und sagen: Dieses Triebwerk hat soundsoviel PS Leistung. Das wäre falsch, denn:

    Schubkraft x Geschwindigkeit = Leistung
    Und die Zeit ist noch nicht mit im Spiel solange sich das Flugzeug nicht bewegt. Also hätten alle voll arbeitenden Turbinen bei einem stehenden Flugzeug den Wirkungsgrad NULL! Denn es bewegt sich ja nicht! ❓

    Für Flugzeugfans: Die Wirkleistung eines Triebwerkes bei Reisegeschwindigkeit berechnet sich zu:

    N(MW) = P(KN) x v (m/sec) ................... P = Schub in KN

    Das VIERTE Aggregat: Der Schubumkehrmechanismus!

    Es wäre nicht gerade ratsam und materialfördernd wollte man ein landendes Flugzeug nur mit den konventionellen Bremsvorrichtungen an den Fahrwerken mit den großen Scheibenbremsen abbremsen. Schon gar nicht bei regennasser, vereister oder sonst wie glatter Landebahn.
    Wenn ein Flugzeug landet, und das sind immerhin einige –zig Tonnen mit ihrer trägen Masse, dann aktiviert man die Schubumkehr bzw. den Umkehrschub. Am Aufsetzpunkt liefen die Turbinen praktisch im Leerlauf. Nach dem Aufsetzen – ich vermeide hier möglichst Fachchinesisch! – erheben sich sofort die Stör- oder Bremsklappen aus ihrer Ruhestellung am hinteren Ende der Tragflächen um ein „Hopsen“ der Maschine zu verhindern, also sie wie Spoiler am Boden zu halten. Denn in diesem Zustand unmittelbar nach dem Aufsetzen befindet sich das Flugzeug einen kurzen Augenblick in einem aerodynamisch labilen Zustand! Die Geschwindigkeit ist gerade so an dem Punkt wo sich der „Vogel“ fragt: Soll ich nun unten bleiben oder nicht? Eine kleine Böe von seitlich oder vorne erzeugt Auftrieb und hebt ihn wieder an. Deshalb ist oftmals etwas polteriges Aufsetzen viel besser und sicherer. Gleichzeit schieben sich seitlich der Triebwerksverkleidung große schalenförmige Elemente nach hinten und geben, gut sichtbar, muschelförmige Kammreihen frei. Diese sind hydraulisch in einem Winkel schräg nach vorne in Rollrichtung der Maschine gerichtet. Ebenso gleichzeitig werden die Elemente der weiter oben beschriebenen Ausströmstutzen hydraulisch in den Abgasstrahl geschwenkt und bewegt und dadurch der Antriebsstrahl auf die Umlenkschaufeln geleitet, so dass nun der Schub schräg nach vorne wirkt. Es ist sehr gut zu hören und die Maschine fängt an sich leicht zu schütteln und zu vibrieren, wenn jetzt wieder der Schub per Einstellknebel vorne im Cockpit erhöht wird. Oftmals ist diese Hebelgruppe auf der Mittelkonsole gekoppelt mit der Auslösung der Schubumkehr.
    Die Maschine bremst stark ab, um ein Vielfaches mehr als mit den Scheibenbremsen!

    Alle diese Aktionen – ich betone alle – sind mehrfach überwacht und angezeigt mit vielen bunten Lämpchen und akustischen Alarmen!
    Es geht nicht einfach so, dass ich nach Belieben diese Prozedur ausführen kann, sondern nur bei fest vorgegebenen Zuständen des Flugzeuges.

    Bei der Maschine damals von Lauda-Air war das noch ganz anders und überhaupt nicht mehr mit heute vergleichbar! Heute ist dieser ganze Ablauf gegeneinander abgesichert und verblockt.
    Hauptkriterien und ganz besonders überwachte Funktionen:

    Hydraulik zum Positionieren der Gegenschubelemente
    Arbeiten die dafür vorgesehenen Hydraulikpumpen und Zylinder? (Mit Stellungsrückmelder)
    Wie hoch ist die momentane Abgastemperatur?
    Hat das Hauptfahrwerk Bodenkontakt und ist es über einen definierten Zeitraum mit großer Last (Gewicht) beaufschlagt. – Also Ist das Flugzeug sicher am Boden? –
    Stellung der Landeklappen?
    Wie hoch ist die Geschwindigkeit?
    Sind die Schubhebel in Leerlaufstellung?
    Wie hoch ist die momentane Bremsbeschleunigung?

    Das sind grob die allerwichtigsten Dinge.

    Und für alles gibt es Anzeigen und notfalls Lämpchen, die einen abgeschlossenen oder ablaufenden Zustand anzeigen oder warnen. Es gibt kein kaputtes Lämpchen! Denn das ganze System ist selbstsicher. D. h. alle Regler, Steller, Positionierer, Endlagenschalter uvm. Werden mit einem Stromsignal von 4 – 20 mA gespeist, das auch gleichzeitig das Regel- oder das Messsignal ist und die Funktionstüchtigkeit des elektronischen Kreises mit überwacht. Natürlich wird es zur Auswertung in ein äquivalentes Gleichspannungssignal per Strom- Spannungswandlung transformiert um es digital verwertbar zu machen.
    Hier ist auch die mögliche Gefährdung durch Störstahlungen/Modulationen aus elektronischen Geräten zu sehen! Weil alles doch bis auf die Messeingänge so niederohmig ist und die Signale so klein sind! Aber Übertragungen durch frequenzmodulierte Signale wären da noch viel schlimmer und empfindlicher!
    Das ist eigentlich ganz simpel! Beispielsweise sollen 4 mA als unterer Messwert 0 Volt entsprechen. Ist das Lämpchen kaputt oder ein Kabel lose o. Ä. , dann fließen keine 4 Milliampere und somit ist die Strecke unterbrochen und es liegt ein Fehler vor. Deswegen nimmt man 4 und nicht 0 mA als Nullpunkt, denn Null ist undefiniert!
    Das ist gängige Mess- und Regeltechnik!
    Selbstverständlich schließt das kein menschliches Versagen aus; es vermindert nur das Risiko!

    So funktioniert das Ganze! Und nicht mit kaputten Lämpchen und ähnlichem Paperlapap!
    Alles Andere sind reine Spekulationen und Phantastereien von Leuten, die noch weniger Ahnung als ich haben! Und davon hab’ ich schon sehr viel!

    Übrigens die leistungsstarken Triebwerke der modernen Fluggeneration erreichen bei Reisegeschwindigkeiten von ca. 900 Km/h und 30 - 35 % Maximalschub, mehr braucht man da oben nicht, schon gute 65 000 W oder 65 MW. Das sind immerhin gute 80.000 PS!!!!!!
    Nur mal so über den Daumen gepeilt! Und das ist bei Weitem noch nicht das leistungsstärkste Strahltriebwerk.

    Es ist lang geworden, aber in drei Sätzen kann man das nicht erklären, wenn man den Zusammenhang erkennen will!
    Entschuldigung!

    Grüße Dieter

    In mir hat es schon lange diesbezüglich gegärt und rumort und ich habe mich oftmals geärgert und gefragt wie man solchen nachgeplapperten Unsinn zu allem Übel auch noch hier ins Forum setzen und verbreiten kann?

    Es gibt einige hier, die sind ganz versessen darauf sich mit Fachausdrücken zu besudeln, oder mit deren Abkürzungen um sich zu werfen ohne deren Bedeutung zu kennen! Leider ist das so!
    Man merkt das sofort und auf Anhieb dass sie gar nicht wissen worüber sie schreiben und nur Aufgeschnapptes weiterverbreiten in der Annahme sie hätten verstanden was andere gesagt haben.
    Da gibt es ein spezielles "Expertenforum" in dem auch solch haaresträubender Unfug verbreitet und sogar diskutiert wird.

    Was man damit anrichten kann, darüber wird nicht nachgedacht.
    Bohrt man dann mal nach bis auf den Punkt, dann winden sie sich wie die Aale. Es ist schon manchmal peinlich! Aber so geht es hier mit fast allen technischen Fragen, egal um was es sich handelt; man muß ja was geschrieben haben, sonst denken die anderen man ist technisch nicht mehr in und fangen an zu zweifeln!
    Als ich hier einmal beschrieb und schilderte wie ein Triebwerk gestartet, gezündet und angelassen wird, da hat mich jemand hier beschimpft wie ich solchen Blödsinn schreiben könnte davon hätte er noch nie was gehört dass eine Turbine gezündet wird. Na ja, er fährt wohl kein Dieselfahrzeug, denn sonst hätte er es gewußt

    Airlines

  • fliegen mit Tuifly
    nokiN noki

    Danke Berthold!

    In mir hat es schon lange diesbezüglich gegärt und rumort und ich habe mich oftmals geärgert und gefragt wie man solchen nachgeplapperten Unsinn zu allem Übel auch noch hier ins Forum setzen und verbreiten kann?

    Es gibt einige hier, die sind ganz versessen darauf sich mit Fachausdrücken zu besudeln, oder mit deren Abkürzungen um sich zu werfen ohne deren Bedeutung zu kennen! Leider ist das so!
    Man merkt das sofort und auf Anhieb dass sie gar nicht wissen worüber sie schreiben und nur Aufgeschnapptes weiterverbreiten in der Annahme sie hätten verstanden was andere gesagt haben.
    Da gibt es ein spezielles "Expertenforum" in dem auch solch haaresträubender Unfug verbreitet und sogar diskutiert wird.

    Was man damit anrichten kann, darüber wird nicht nachgedacht.
    Bohrt man dann mal nach bis auf den Punkt, dann winden sie sich wie die Aale. Es ist schon manchmal peinlich! Aber so geht es hier mit fast allen technischen Fragen, egal um was es sich handelt; man muß ja was geschrieben haben, sonst denken die anderen man ist technisch nicht mehr in und fangen an zu zweifeln! 😞
    Als ich hier einmal beschrieb und schilderte wie ein Triebwerk gestartet, gezündet und angelassen wird, da hat mich jemand hier beschimpft wie ich solchen Blödsinn schreiben könnte davon hätte er noch nie was gehört dass eine Turbine gezündet wird. Na ja, er fährt wohl kein Dieselfahrzeug, denn sonst hätte er es gewußt.

    Übrigens die leistungsstarken Triebwerke der modernen Fluggeneration erreichen bei Reisegeschwindigkeiten von ca. 900 Km/h und 30 - 35 % Maximalschub, mehr braucht man da oben nicht, schon gute 65 000 W oder 65 MW. Das sind immerhin gute 80.000 PS!!!!!! 😱
    Nur mal so über den Daumen gepeilt! Und das ist bei Weitem noch nicht das leistungsstärkste Strahltriebwerk.

    Gruß Dieter

    Airlines

  • Aufsichtspflicht der Eltern...
    nokiN noki

    Vor 2 Jahren erlebte ich mal einen Zwischenfall mit einem kleinen ca. 3 Jahre altem Mädchen. Die Eltern lagen tagtäglich am Pool, und zwar gerade an der tiefsten Stelle. Überall standen unübersehbare Schilder in verschiedenen Sprachen mit dem Hinweis dass es keinen Sicherheitsservice gibt und die Eltern auf ihre Kinder aufpassen mögen.
    Die Kleine tobte ständig an der Kante des Pools herum, während sich die Eltern ausschließlich um ihre alkoholischen Getränke kümmerten.
    Uns allen, die dort in der Nähe lagen, war es unmöglich etwas zu lesen, denn ein Auge war immer bei dem Kind.
    Und es geschah was passieren mußte: die Kleine war plötzlich vom Beckenrand verschwunden. Ein großes Geschrei erhob sich und nahezu ein halbes Dutzend Gäste sprangen in den Pool und holten das Mädchen raus. Sie war schon nahezu bewußtlos. Es kam die dafür vorgesehene Prozedur mit Beatmung und Sauerstoffgabe aus dem Rettungskoffer, den jedes Hotel parat haben muß (OXIDOC)! Der Vater kam in aller Seelenruhe alkoholisiert herbei und meinte nur: Warum die Aufregung? Es ist doch alles gut gegangen und nichts passiert!
    Wenn Selbstjustiz zugelassen wäre, wir hätten ihn windelweich geprügelt. Die Mutter hielt es nicht einmal für erforderlich von ihrer Liege aufzustehen.
    Da soetwas meldepflichtig ist, kam auch gleich die Ambulancia und die Polizei. Den Eltern wurde von allen ganz kräftig der Marsch geblasen, und das Hotel erteilte Poolverbot. Das kann es tun, wenn bewiesen ist, dass sich diese Gefahrensituation tagtäglich in gleicher Form wiederholt! Und daran gab es keinen Mangel, das zu beweisen!
    Das Mädchen hatte einen Schock, der betreut werden mußte.

    Ich enthalte mich weiterer Meinungen, denn die geht wohl schon aus dem Geschriebenen hervor.

    Gruß Dieter

    Allgemeine Fragen

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Lava und Basalt, das Urgestein und die „Mutter“ aller kanarischen Inseln und seine Eigenarten und Tücken!

    Es gibt dort nichts anderes als diese beiden Sorten von erstarrter vulkanischer Magma. – Also der heißen „Suppe“ aus den Tiefen unterhalb der Ozeanplatten, die vor 20 – 3 Millionen Jahren dort an die Oberfläche hochkam und die Inseln bildete. Zwischen etwa 20 und 14 Millionen Jahren entstand die östlichste Inselgruppe, danach alle weiteren westlicher gelegenen Inseln. Die jüngsten „Kinder El Hiero, La Palma“ etwa erst vor ein „paar Tagen“, vor 2 -3 Mio. Jahren. Teneriffa und La Gomera werden auf 8 – 10 Mio. Jahre geschätzt. Gegenüber unserem Planeten Erde gesehen also ganz junge Gebilde. - Aber SCHÖNE! -
    Und die ganze große Inselgruppe samt Platte driftet mit 2 bis 2,5 cm/Jahr auf den Kontinent zu. Aber um vom Festland zu Fuß rübergehen zu können, dazu braucht es noch einige Zeit! Und der Untergrund in der Gegend rumort immer noch, er schläft nur! Das kann man beim Teide sehr eindeutig messen. Ebenso die enorme Hitze, die noch dicht unter der Oberfläche des Teide herrscht! Dabei sollen es nur 5 % des Volumens der Vulkane sein, die von oberhalb sichtbar sind. Das erinnert an die Eisberge!

    Diese beiden Gesteinsarten treten in den vielfältigsten Farben, kristallinen Strukturen, Eigenschaften und chem. Zusammensetzungen auf. Und das macht sie auf den ersten Blick so unterschiedlich. Dabei stufen die Geologen sie in die gleiche Gruppe ein!
    In Ermangelung von alternativen Gesteinssorten haben die Kanarier es meisterhaft gelernt mit dem Material zu arbeiten, das ihnen geboten wird und direkt vor der Haustüre liegt! Mit unvergleichlicher Kenntnis nutzen sie die sehr verschiedenen Eigenschaften zu ihrem Vorteil!
    Und wenn es sein muss und erforderlich ist, auf eine handwerkliche Weise, wie sie zu prähistorischen Zeiten eben nur möglich war! Und das in der heutigen Zeit noch! Da lacht mir das Herz!

    Und genau davon möchte ich ein wenig berichten!

    Geplant ist ein Stollenbau am Montaña del Estrecho, etwa 1200 m ü. d. M., ca. 350 m unterhalb des Gipfels an dessen westlicher Flanke. Er liegt außerhalb des Parque Natural, denn sonst dürfte man ihm kein Häarchen krümmen. Im Berg wird ein See vermutet und er ist auch seismographisch bestätigt worden, ganz ähnlich dem, wie in einem Bericht davor geschildert. Alles ist genau vermessen und lokalisiert in allen drei Koordinaten. Nach der gleichen Methode, wie sie schon beschrieben wurde.

    Aber wie nun vorgehen, denn das Lavamassiv besteht aus einem sehr widerspenstigem Gefüge, und scheint auch sehr rissig zu sein. Das birgt Gefahren, denn wenn es sich um eine monolithische Formation (gleichbleibend, einheitlich, zusammenhängend), kurz gesagt aus einem Guss, handelt, dann kann man nicht mal eben sprengen! Denn dann würde der ganze „Laden“ einbrechen, weil der Druckimpuls mit großer Geschwindigkeit und Energie durch die ganze Nachbarschaft läuft.
    Nun müssen unsere Ahnen uns helfen!
    Sie konnten nicht sprengen, in Ermangelung von Sprengmitteln, und wir dürfen es nicht, aber beide Methoden haben den gleichen Erfolg, wenn auch nicht zeitlich gesehen!

    Es ist wie mit einer modernen Schildvortriebsmaschine für z. B. einen U-Bahntunnel! Trifft das Bohrschild auf einen Findling, dann sind auch die alten Arbeitsweisen erforderlich, andernfalls, beim Sprengen, ist der Bohrer hin und der Findling lacht sich kaputt über soviel Dummheit!
    Was tut man nun um diesen gottverdammten Stollen zu bauen?
    Erstensmal muss die Nivellierung horizontal zwischen dem See und der Sohle des Stollens genauestens stimmen, denn sonst hat man den Effekt eines Dammbruches beim Durchstoß, und es ist schon mal gar nicht ganz so einfach die Koordinaten nach unten zu transformieren.
    Aber jetzt geht’s los!
    Ein kurzes Eingangsloch wird durch ganz softe Sprengungen, es ist mehr ein Anklopfen als eine Sprengung, erstellt, weil die äußeren Schichten schon stark verwittert und porös sind, also leicht abbaubar. Danach trifft man nun auf das Urgestein mit seinen vielen Spalten. Gut ist es, wenn die Lava eine spaltbare Vorzugsrichtung und Struktur hat!
    Ab nun bestehen die Werkzeuge nur noch aus einer mittelgroßen wassergekuhlten Bohrmaschine, einem auch genannten Kernbohrer, der mit Pressluft betrieben wird wegen der Staub-Explosions-Gefahr, Hammer und Schlagspaten und sehr viel hartem und trockenem Holz in Form von Keilen aller Winkel und Dübeln zugeschnitten. Die Hölzer sind sogar feuchtigkeitsabweisend verpackt! In jeden geeigneten Spalt wird ein Keil geschlagen, aber ganz vorsichtig und möglichst ganz tiefsitzend. Felsbrocken und massive Lava in Vorwärtsrichtung, wenn sie keine Spalten hat, werden angebohrt und mit Rundhölzern versehen, sehr tief und stramm, damit die Kraft des Holzes sich voll entfalten kann und genutzt wird!
    Diese letzten Arbeitsgänge werden jeweils zum Ende des Arbeitstages von einem Sprengmeister – jawohl, ein Sprengmeister -, erledigt, nachdem alle Dübel und Keile mit einer grellen Farbe markiert und intensiv gewässert sowie mit einer Knetmasse verschlossen worden sind! Dann heißt es: Raus aus dem Stollen! Die Natur und die Physik erledigen dann alles von alleine.

    Bei all diesen Vorgängen im Stollen ist die Karbidlampe ein wichtiges und u. U. lebensrettendes Gerät - eine Grubenlampe - trotz aller elektronischen Sauerstoff-Überwachungsgeräte! Eigentlich wird sie weniger dazu benutzt um den Arbeitsplatz auszuleuchte, sondern mehr noch um Schwankungen des Sauerstoffgehaltes der Atemluft leicht sichtbar zu machen, denn der muß unbedingt zwischen 19 und 20,8 vol. % liegen! Sauerstoffmangel ist vielfach der sichere und "schleichende Tod" ohne Vorwarnung und Anzeichen! Er kommt plötzlich und unbemerkt! Wir haben kein Organ und keinen Sinn dafür ob wir Sauerstoff oder ein anderes geruchloses Gas einatmen! Der Atemnotreflex wird nur durch die Konzentration von Kohlendioxid im Blut und in den Muskeln ausgelöst. Und da ist diese Lampe sehr nützlich das zu verhindern, denn längere Zeit überdauernder Sauerstoffmangel mit geringen Konzentrationen ergibt irreversible Gehirn- und Nervenschäden, mit sehr rasch eintretendem Tod. Sie sieht heute noch so aus wie früher und funktioniert auch so. Der Gaslieferant liegt in fester Form als Calciumcarbid vor. Zusammen mit Wasser entwickelt sich Ethin (Azethylen), das ja jeder vom Löten und Schweißen kennt.
    Dieses brennbare Gas benötigt einen Mindestanteil von Sauerstoff, der genau im chemischen Gleichgewicht mit der Gasmenge steht, um eine helle fast farblose Flamme zu erzeugen. Man reguliert außerhalb an der Frischluft nur die Gasmenge bis eine farblose Flamme entsteht. Oftmals wird sogar noch ein Gelbfilter zu Hilfe genommen um den Gelbanteil des Lichtes empfindlicher sichtbar zu machen und zu minimieren. - Man kalibriert einfach das Gemisch! - Die Gelbfärbung rührt von einem Überschuß an Azethylen her,oder andersherum von zu wenig Sauerstoff. Wenn sich nun aber der Sauerstoffanteil in der Stollenluft verringert, dann verfärbt sich die Flamme grell und intensiv gelb immer stärker und dunkler werdend und beginnt letztendlich stark zu rußen. Es ist keine farblose helle Flamme mehr möglich, soviel man auch dreht. Wird die Gaszufuhr derart gedrosselt um den Gelbanteil zu reduzieren, dann erlischt die Flamme. Und das passt ziemlich gut in den Bereich des notwendigen Sauerstffgehaltes der Atemluft. Bei gelber Färbung heißt es sofort den Tunnel verlassen!
    Am nächsten Tag bei Arbeitsbeginn, kann man ganz sicher sein, dass die Hölzer alles auseinander „gesprengt“ haben, wenn sie richtig fest gesessen haben. Ganz ohne Knall, gefährlichen Erschütterungen und Druckwellen.
    Zu Beginn geht immer ein Ingenieur und andere Experten das Tunnelstück ab, und klopft leicht mit einem langstieligen Hammer Decke, Wände und Boden ab. Am Klang können sie hören, ob sich irgendwo hinter der Oberfläche noch ein Hohlraum befindet von einem Keil, der vielleicht nicht ganz gepasst hat, so dass der Stein nur gelöst, aber nicht abgeplatzt ist. Geologen analysieren tagtäglich den Abraum und machen Festigkeitsuntersuchungen.
    Wenn es gut läuft, werden schon mal 3 – 4 m pro Tag geschafft.

    Den Durchbruch zur Kaverne kann ich noch nicht miterleben, denn bis dahin sind es noch ein paar Meter.
    Jedenfalls, wenn das geschieht, darf sich niemand im Tunnel befinden! Er könnte wie ein Grashalm fortgespült oder weggeweht werden, wenn die Höhe des Niveaus auch nur beim Tunnel um ein paar lächerliche Zentimeter zu tief war oder sich komprimiertes Gas in der Kaverne befindet. Das wäre dann so, als würde man eine Flugzeugtür bei erhöhtem Innendruck öffnen wollen, hinter der sich von innen ein großes Volumen befindet, das innere Volumen des Rumpfes. Und wer weiß welche Gase sich dort in der Kaverne befinden?
    OK, es ist genügend Sicherheitshöhe mit eingeplant, aber wer kennt denn schon das Niveau des aktuellen Wasserstandes im „Plantschbecken“? Es ist doch noch keine Regelung des Wasserspiegels vorhanden! Natürlich wird der schon bestehende Tunnel ständig mit Frischluft von außen versorgt.

    So geht das vor sich, und so habe ich das schon 1 1/2 Jahre verfolgt!

    Alles was alt ist, ist noch längst nicht immer schlecht! Hätte man Stück für Stück den Stollen vorwärts gesprengt, dann wären wir zwar schon fertig, aber wahrscheinlich wäre alles bei der Hälfte schon eingestürzt mit großen Schäden in den Nachbararregionen. – So sagte man mir! -

    Man glaubt es nicht welcher enorme Druck, sich hinter einem lumpigen und feuchten Holzkeil verbirgt, der beidseitig an seiner freien Ausdehnung gehindert wird!
    Wenn man das berechnet, dann staunt man nur und zweifelt!
    Es ist eine sehr große Zahl!

    Gruß Dieter

    P.S. Frage:
    Können Steine auf der Wasseroberfläche schwimmen?
    Ohne Trick, ganz normal?
    Ja, der Bimsstein, ein erkalteter Lavaschaum von den Montana Blanca am Teide der kann das unabhängig vom Salzgehalt des Wassers! ❓

    Aufschrift auf einer Salzpackung im Supermarkt:

    "Dieses Salz ist vor 200 000 Jahren in den Salzstöcken unserer Gebirge gewachsen und hat dort gelagert!"

    Verfallsdatum: Juli 2009!

    Ohne Kommentar! ❓

    Teneriffa

  • Alcudia vs. Cala d´or
    nokiN noki

    ... Es macht mich immer traurig und auch ärgerlich zugleich, wenn ich solche Eingangsbeiträge mit den entsprechenden Fragen lese.

    Es geht daraus indrekt hervor, dass ihr schon sehr wohl im Groben mit den Antworten eurer Fragen vertraut seid! Oder könnt ihr nicht lesen? (Das wäre dann das traurige gewesen!)
    Zum 3599. Mal würde das jetzt hier nun abgehandelt werden, obgleich ihr eigentlich schon genau wißt was euch in den Orten und in der Gegend erwartet. Das geht schon aus der Fragestellung und den Einschränkungen hervor.
    Erika1 schrieb:
    "Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du Deine Frage ernst meinst..."
    .... das denke ich auch, aber in einem ganz anderem Sinne wie Erika1.

    Wenn ihr euch nicht einmal die Mühe macht euch selbst vorher ein bißchen genauer zu informieren, dann ist eine Antwort nutzlose Mühe! Das gilt auch für alle Anfragen gleicher Art. Anschließend würden dann mit größter Eile noch die Fragen nach:
    welchen Sonnenschutz?
    Handgepäck, darf ich dieses, darf ich jenes?
    Mallorca-Akne?
    Quallen?
    Wassertemperaturen und Wetter?
    wie komme ich von A nach B, und ist da was los? Aber bitte nicht zu viel!
    Liegenreservierung?
    Altersdurchschnitt der Gäste und Nationalität?

    kommen, und ein paar Dutzend läppische Fragen mehr!
    Nee, so macht ein Forum keinen Spaß mehr! Und der Informationsgehalt bleibt auf der Strecke.

    Oder sollen wir auch noch für euch buchen und die Koffer packen?
    Ganz nebenbei: Mallorca hat nur einen Flughafen bei Palma, der Hauptstadt. Und dort werdet ihr auch aller höchstwahrscheinlich bei flugfähigem Wetter landen! Sonst auf Menorca. 😆
    Dies nur um der Frage auszuweichen, wie komme ich von Menorca nach Palma de Mallorca, und wann fährt der nächste Bus dorthin?? ❓
    Ohne Zweifel bin ich jetzt ironisch, aber diese ewig gleichen und unwichtigen Fragen gehen mir manchmal gewaltig auf den "Keks"!

    "Wie komme ich von A nach B?" "Na, mit dem Bus, Auto, Taxi, denn B hat keinen Flugplatz!" " Und wo ist der Fahrplan?" "Ich sah ihn kürzlich beim Metzger." "Ist der auf Deutsch?" "Leider nein, der Schlachter spricht nur Suaheli!" - "Dann frag' ich lieber doch im Hotel nach." "Kennt jemand den Namen der Dame an der Rezeption? Und wenn ja, kann die auch spanisch lesen, oder spricht die nur Deutsch?" Usw. usf. ad infinitum. 😄 😆 😆
    Ich hätte es ja nicht lesen brauchen, denn geschweige zu antworten, aber nahezu 70 - sogar 80 % aller Fragen hier sind nach dem gleichen Muster gestrickt.

    Warum soll ich was tun? Dafür gibt doch andere!

    Dieter

    Mallorca
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