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  • Zug von Santiago nach Santa Clara
    PescheP Pesche

    Noch ein kleines „Episödeli“ zum schmunzeln aus grauer Vorzeit:
     Meine Frau und ich logieren in einer von einem Ami konfiszierten Villa direkt am Strand von Varadero. Nebst den konfiszierten Villen existierten damals drei Hotels! Ab unserem Stützpunkt erforschten wir das „Inselchen“ mehr oder weniger abenteuerlich auf eigene Faust mit einem etwas klapprigen Mietwagen. Ein Trip führte uns in die Kleinstadt „Matanzas“. Mitten in der Stadt der Bahnhof. Als angefressenen Zugfan interessierte mich selbstverständlich der Express, der Havanna mit Santiago de Cuba verbindet. Auf dem Perron dichtes Gedränge mit vollbepackten wartenden Passagieren. Meine Frage nach der Ankunft des Zuges beantwortet ein Einheimischer mit: „in den nächsten Minuten“. Wir warten -- 15 Minuten -- 30 Minuten -- 60 Minuten -- weit und breit kein Zug!

     Wir verlassen den Bahnhof und setzen unseren Trip fort. Etwas zwei Stunden später auf der Rückfahrt nochmals Stopp am Bahnhof. Auf dem Perron hat sich nichts geändert, lediglich meine Frage nach der Ankunft des Zuges wird jetzt etwas präziser beantwortet: „in den nächsten Minuten oder „manana“ (morgen), das wichtigste Wort in Lateinamerika!

     Mit einem guten (schwarzen!) Wechselkurs bezahlte man damals für die rund 1‘200 km lange Fahrt umgerechnet etwa Fr. 4.80 für die erste Klasse. Das ist fast schon Abzockerei! Zum Glück ist ein Ticket 2. Klasse für etwa Fr. 2.40 zu haben! Immerhin für eine Fahrt von rund 19 Stunden. In der Regel muss  man jedoch mit Tagen rechnen!

     Pesche

    Kuba

  • Dijon und Lyon?
    PescheP Pesche

    Hallo Fruchti
     Betreffend Speis & Trank, es muss ja nicht unbedingt Bocuse & Co sein. In Dijon und Lyon findet man unzählige kleine gemütliche preisgünstige von Familien geführte Restaurants, in denen vorwiegend Einheimische herrlich zubereitete Speisen und süffige Weine aus der Region geniessen, bei denen Preis/Leistung stimmen.
     Auch meine Frau und ich meiden auf unseren Trips kreuz und quer durch Frankreich so weit möglich Autobahnen und bevorzugen die RN (Routes nationales).

     Noch ein kleiner Tipp für die Rückreise soweit es die Zeit zulässt oder für einen weiteren Côte d’Azur Trip zu gegebener Zeit. Ab Bandol auf der Küstenstrasse via dem kleinen pittoresken Fischerdörfchen Sanary sur Mer nach Toulon. Ein Leckerbissen für das Auge und die Nase ist der Markt von Toulon. Der Markt von „Cours Lafayette“ ist zu einer Institution geworden. Er ist ein Treffpunkt für Köche und Liebhaber der provenzalischen Küche. Die Anfahrt nach Toulon hat seinen speziellen Reiz, vorausgesetzt man fährt nicht in den brodelnden Verkehr in der City mit den obligaten Parkplatzproblemen. Parken am Hafen von La Seyne (ca. 15 Minuten ab Sanary, unserem jeweiligen Côte Stützpunkt) und dann mitten ins Zentrum von Toulon mit dem Bus oder mit dem Schiff (Ticket ist für beide ÖV-Transportmittel gültig).

     Und dann weiter via die einmalige Corniche D'Or nach Saint-Raphael. Allein die Fahrt über die kurvige Strasse inmitten von roten Felsen und herrlichen über etwas abenteuerliche Klippentreppen erreichbare Sandstrände ist ein Erlebnis.

     Und dann heisst es Abschied nehmen von der Côte. Via die Parfümstadt Grasse, über die kurvige Route Napoleon nach Castellane, Sisteron, Gap und Grenoble retour in heimatliche Gefilde. Sorry, aber dieser „kleine“ Umweg von Bandol nach Stuttgart lohnt sich nicht nur kulinarisch!

     Gruss Pesche

    Frankreich

  • Dijon und Lyon?
    PescheP Pesche

    Dijon und Lyon sind immer wieder eine Reise wert. Nebst kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten, nicht zuletzt auch für kulinarische Geniesser. Kultur im Multipack machen Hunger & Durst! Kein Problem in beiden Städten.

    Dijon ist eine Stadt mit einem hohen gastronomischen Ruf. Es wird die Liebhaber der Gourmetküche mit einmaligen Restaurants begeistern und alle mit den Besonderheiten der Nationalküche bekannt machen. Ich denke dabei an Burgunder Rindfleisch, in Rotwein gedünstetes Huhn und traditionelle Schnecken, die bei Liebhabern des exotischen Essens sehr beliebt sind. Die Region ist für ihre ausgezeichneten weltbesten Weine und Liköre berühmt, aus denen originelle Cocktails zubereitet werden, z.B. den populäreren Aperitif „Kir“!

    Und dann geht es weiter nach Lyon, in der Kultur & Geschichte wie in Dijon gross geschrieben und auch Hauptstadt der Gastronomie genannt wird, weil es nirgendwo in Frankreich mehr Sterneköche gibt. Neben nicht ganz billigen Luxustempeln, immer einen Besuch wert, sind die kleinen traditionellen Restaurants, die sogenannten „bouchons“ und unzählige Bistros, verantwortlich für die einmalige Lyonaiser Küche. Persönlich bevorzuge ich das brodelnde Lyon, am Tag und in der Nacht, aber das ist Ansichtssache.  

    Gestärkt an Leib, sprich Bauch, Geist und Seele steht jetzt die Provence, einer der schönsten Flecken auf unserem (noch) schönen Planeten auf dem Programm. Und wenn der Magen wieder knurrt, für kulinarische Geniesser ein "Muss" -- die berühmteste Spezialität der provenzalischen Küche, "die Bouillabaisse", begleitet mit einem in der Region gekelterten trockenen Rosé oder Weisswein!
    Schöne Reise und Bon Appétit!  
    Pesche

    Frankreich

  • Wohin ? Kuba oder Mexiko Mai 2018
    PescheP Pesche

    Noch etwas: Obwohl man in Kuba und weiteren Mittel- und Südamerikanischen Staaten mit der Weltsprache Englisch gut durchkommt, rate ich allen Travelern, die kürzere oder längere Trips auf eigene Faust mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder Mietwagen im Gastland unternehmen, sich Kenntnisse der spanischen Sprache anzueignen. Und sei es auch nur, um mit schlechtbesoldeten Polizisten, die „Gringos“ in der Regel eine unberechtigte Busse aufbrummen wollen, eine Busse, „sprich kleines vertretbares Schmiergeld!“, selbstverständlich ohne Quittung auszuhandeln!

    Es lohnt sich in jeder Beziehung, wenn man sich rund um die Kugel in der offiziellen Landessprache des Gastlandes mit Einheimischen unterhalten kann. In Fernost ist das allerdings mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. Ich habe es versucht, erntete in Peking lediglich ein verständnisloses Lächeln. Mit Genugtuung habe ich dann festgestellt, dass Chinesen aus Peking, die Peking-Dialekt sprechen, ihre Landsleute in Shanghai, die Shanghai-Dialekt sprechen nur verstehen, wenn sie Hochchinesisch (Mandarin) sprechen!

    Sorry für diesen kleinen Abstecher in ein „Ländli“, nicht unbedingt vergleichbar mit Kuba!

    Pesche

    Kuba

  • Wohin ? Kuba oder Mexiko Mai 2018
    PescheP Pesche

    Ich dachte aber eher an ein schönes Hotel in direkter Strandlage und Zentral für Ausflüge das heißt nicht stundenlang unterwegs zu sein.
    lg

    Mit anderen Worten, Land und Leute sind nicht so wichtig. Du suchst, wie du in deinem Eingangsposting schreibst,  keine Bettenburg sondern ein kleines AI-Hotel mit „200 bis 300 Zimmern!!“ an direkter Strandlage, Shoppingmeilen in der nächsten Umgebung und zentral gelegen für Ausflugsziele! Sorry, mit diesen Wünschen bin ich leider etwas überfordert.

     Das spannende an Kuba sind für mich nicht die, zugegeben traumhaften Landschaften und die schönen Strände, sondern die Geschichte und die Menschen. Wer sich auf sie einlässt, der wird unglaublich bereichert. Wer einfach nur Strandurlaub, verbunden mit Shopping und organisierten 08/15 Ausflügen machen möchte, wird enttäuscht werden!

     Pesche

    Kuba

  • Wohin ? Kuba oder Mexiko Mai 2018
    PescheP Pesche

    Ich staune immer wieder. Da stellt ein User die Frage: „Kuba oder Mexiko?“ und erhält die hilfreiche Antwort: „Thailand, Indonesien auf eigene Tour entdecken oder eine Karibikkreuzfahrt!“ Zugegeben, viele Länder in Asien kann man mehr oder weniger abenteuerlich auf eigene Faust und ohne Guide mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietwagen bereisen, aber das kann man in Mexiko und Kuba auch.

     @juanito

    „Du schreibst: Kuba wird sich verändern, muss es auch. Der Comandante Fidel hat es in 50 Jahren im Stillstand gehalten, sein Bruder Raul hat einige Dinge verändert, aber das reicht nicht“

     Ich sehe das auch so obwohl der Comandante einiges bewirkt hat, was dir als Kubafan wohl bekannt ist, aber einige User interessieren könnte.

     Im Nachrevolutionären Kuba habe ich trotz USA Handelsembargo, niemals hungernde Menschen, Bettler und “Drögeler” angetroffen. Entsprechend auch die fast unbedeutenden Kriminalitätsraten, verglichen mit den menschenunwürdigen Zuständen in anderen Lateinamerikanischen Staaten.

     Als Herzstück des Kubanischen Ernährungssystems wurde die “libreta” eingeführt. Ein Bezugsheft für vom Staat garantierte, extrem billige Nahrungsmittel. Damit wurde erreicht, dass jeder Kubaner täglich so viele Kalorien und Proteine erhält, wie es die Weltgesundheitsorganisation fordert. Für Kranke, Alte, Kinder und Schwangere gab es unter der Bezeichnung “dieta” Sonderzuteilungen.

     Erwähnenswert ist ebenfalls die Beseitigung des Analphabetentums. 97% aller Kinder besuchen die Schulen. Das ist für Mittel- und Südamerika alles andere als selbstverständlich. Meine Frau und ich haben einige Schulen besucht und waren beeindruckt vom hohen Niveau des Unterrichtsstoffes und des Lehrpersonals.

     Nebst dem Bildungswesen hat mich auch das Gesundheitssystem beeindruckt. Die Insel verfügt über ein dichtes Netz von Gesundheitsstationen, die eine kostenlose medizinische Versorgung auch auf dem Land gewährleisten. Aufgrund des für ein Entwicklungsland einmaligen Gesundheitssystems ist die Säuglingssterblichkeit die niedrigste in ganz Lateinamerika.

     Als Früchte des Bildungssystems suchten gutausgebildete Kubaner als sogenannte Flüchtlinge, respektive Wirtschaftsflüchtlinge ihr Heil in den USA und realisierten erstaunt, dass in diesem Wunderland lange nicht alles Gold ist was glänzt. Andere stellen sich uneigennützig in den Dienst des Landes und trugen dazu bei, dass Kuba weltweit eine Spitzenposition in der Biotechnologie und in der Medizin einnimmt. In einer Veröffentlichung von Anfang 2009 bezeichnete die renommierte britische Wissenschaftszeitschrift „Nature“, die kubanische biotechnologische Industrie als die beste der gesamten Dritten Welt.

     Diese nicht wegzudiskutierenden Tatsachen werden immer wieder verschwiegen und würden nicht in das Bild des Despoten Fidel passen.

     Der Durchschnittskubaner sieht aus heutiger Optik lediglich die grosse Diskrepanz zwischen dem eigenen und dem Lebensstandard der Touristeninvasionen. Das ist verständlich. Kuba ist im Umbruch und vieles noch im Argen. Für die Zeit nach Revolutionär a.D. Fidel und seinem Bruder Raul habe ich meine leisen Bedenken. Wenn ich so an das heutige Russland denke. Auf der einen Seite die neuen Superreichen mit ihren Oligarchen, auf der anderen Seite die neuen Superarmen. Und dazwischen? Aber warten wir mal ab. Ich lasse mich gerne positiv überraschen.

     Sorry, aber diese etwas lang gewordene Hommage an den Comandante musste ich noch los werden!

     Pesche

    Kuba

  • Welche Naturhighlights in Südamerika sollte man unbedingt gesehen haben?
    PescheP Pesche

    Hallo Sofhie
     Deinem Profil entnehme ich, du bist 27 Jahre jung, verheiratet, 1 Kind. Ich nehme mal an, auf diesen Trip würdet ihr das Kind nicht mitnehmen. Dann stellt sich weiter die Frage: Individuell auf eigene Faust oder organisiert mit einem Reiseunternehmen? Jedes Land in Südamerika ist mit einer Portion Abenteuergeist und Flexibilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietwagen bereisbar. So oder so, ich würde mich allerdings nach dem Motto „weniger ist mehr!“ auf ein, Maximum zwei Länder beschränken. Leider kann ich dir Venezuela, wie du meinem Thread „Venezuela heute“ entnehmen kannst, nicht empfehlen.

     Jedes Land in Südamerika das ich bereiste, privat und einige geschäftlich, bietet einmalige Naturschönheiten und historische Sehenswürdigkeiten. Ich denke dabei nebst den jeweiligen auch sehenswerten Hauptstädten an: Die Iguazu Wasserfälle in Brasilien/Argentinien, die geheimnisvolle Inka-Ruinenstätte Machu Picchu in Peru, die Salzwüste Salar de Uyuni in Bolivien, die Galápagos-Inseln in Ecuador, der Zuckerhut in Rio de Janeiro, die Stadt Cartagena de Indias an Kolumbiens Küste, die Atacama-Wüste in Chile, der Amazonas in den Ländern Brasilien, Kolumbien und Peru, der Perito-Moreno-Gletscher in Argentinien und natürlich den Wasserfall Salto Angel im Venezuelanischen Urwald, eine Destination auf die man zurzeit leider verzichten sollte.

     Macht euch mit entsprechender Reiseliteratur und Erlebnisberichten aus dem Internet klug und trefft dann eine auf euch zutreffende Entscheidung. Und noch etwas: Entscheidet ihr euch für eine Individualreise auf eigene Faust und schätzt einen engen Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung, von der man auch immer wieder eingeladen wird, sind Spanisch Kenntnisse von grossem Vorteil obwohl man auch mir Englisch mehr oder weniger gut durchkommt.

     Viel Vergnügen nächstes Jahr in Südamerika.

     Gruss Pesche

    Südamerika

  • Venezuela heute!
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen
     So wie es aussieht, steht Venezuela zurzeit nicht an oberster Stelle von Feriendestinationen in Lateinamerika. Ich habe deshalb volles Verständnis, wenn ich auf Informationen aus erster Hand bis auf weiteres verzichten muss.

     Schmunzelnd denke ich allerdings an die goldenen Zeiten in grauer Vorzeit zurück, als wir zu später Nachtstunde in irgend einer verstaubten rauchgeschwängerten Spelunke in Caracas oder weiteren grösseren Städten mit Einheimischen „Cuba Libres“ mit viel Rum und wenig Cola hinter die Binde gossen und dann anschliessend zum „Ausnüchtern“ an eine traumhafte, damals noch menschenleere Playa fuhren und das Wochenende in einer Hängematte unter Palmen verbrachten. Und das alles zum Nulltarif -- mit selbstgefangenen Fischen, begleitet mit wilden Platanos-Bananen und Kokosmilch frisch ab Palmen, verdünnt mit Rum! Ein Unterfangen das man heute besser lassen sollte -- obwohl die einsamen Karibik-Playas heute nicht mehr so einsam sind und böse Buben dort zu nächtlicher Stunde ihr Unwesen treiben -- nehme ich mal an!

     Nun, das ist alles Schnee von gestern. Hoffen wir, dass Präsident Maduro und seine unfähigen korrupten Trabanten in der Regierung in absehbarer Zeit von den Venezolanern im Nirwana entsorgt werden, es mit dem Land wieder aufwärts geht und sich Venezuela als attraktives Urlaubsland präsentieren kann. Ein Land, das mit schneebedeckten „Hügelchen“ im Andengebirge, weiten Savannen, geheimnisvollen Regenwäldern, alten Kolonialstädten bis zu Palmenwäldern an Karibikstränden und liebenswürdigen Einheimischen, von denen man immer wieder zu „Fiestas“ mit Musik und Tanz eingeladen wird, einiges mehr zu bieten hat als Sonne, Meer und abgeschirmte AI Ghettos auf der „Isla Margarita“.
     Sorry, diese kleine Hommage an ein, aus meiner Perspektive traumhaftes Land musste noch sein!
     Pesche

    Südamerika

  • Wohin ? Kuba oder Mexiko Mai 2018
    PescheP Pesche

    Einiges ist schon gesagt. Mexiko oder Kuba, beide Länder sind immer wieder eine Reise wert. Obwohl ich Mexiko geschäftlich und privat bereiste, beeindruckte mich Kuba mehr. Vielleicht auch, weil ich allen Unkenrufen zum Trotz, ein Fan von Fidel Castro und seinem Weggefährten Che Guevara bin und im Gegensatz zu seinen Kritikern nicht alles unter den Tisch wische, was er gutes für das Land geleistet hat. Und das ist nicht wenig. Für Kuba gilt, wie auch für alle anderen Urlaubsländer rund um die Kugel, mit entsprechender Literatur und Infos aus dem Internet sollte man sich über das Gastland klug machen.

     Und zerknirscht gebe ich zu, ich geniesse auch in heimatlichen Gefilden immer wieder einen „Havana Club Anejo Rum“, begleitet mit einer feinen handgerollten „Cohiba“, der Lieblingszigarre von Fidel zu seinen besten Zeiten.

     Leider sind beide Länder vom Massentourismus mit AI Bunkern nicht verschont geblieben. Gleichwohl viel Vergnügen und eine erlebnisreiche Zeit in Kuba oder Mexiko.

     Pesche

    Kuba

  • Venezuela heute!
    PescheP Pesche

    Vor Jahren habe ich in diesem einmaligen Land, für mich immer noch das schönste und abwechslungsreichste Land Südamerikas im Auftrag meines Arbeitgebers als Projektleiter für landesweite Kommunikationssysteme gearbeitet und anschliessend mehrere Male pro Jahr beruflich und privat bis in die hintersten Winkel bereist. Und in diversen Venezuela Threads interessierten Travelern Tipps aus eigener Erfahrung für das Reisen auf eigene Faust abgegeben.

     Zurzeit sieht es in diesem an Bodenschätzen reichen Land nicht gut aus. Das einst so reiche Land versinkt unter dem sozialistischen Präsidenten „Nicolás Maduro“ zunehmend in Chaos und Anarchie. Meine ehemaligen Geschäftsfreunde in Caracas raten mir dringend ab, zurzeit das Land auf eigene Faust mit dem öffentlichen Verkehr oder einem Mietwagen kreuz und quer zu bereisen. Auch das „EDA“ schreibt: "Die schwere Wirtschaftskrise verursacht Versorgungsschwierigkeiten und Engpässe**.** Auch Güter des täglichen Bedarfs und Medikamente sind oft über längere Zeiträume nicht verfügbar. Bei Reisen nach Venezuela ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Die Rate der Gewaltkriminalität ist im ganzen Land sehr hoch".

     Gleichwohl würde es mich interessieren, ob jemand von der HC Foren-Community kürzlich Venezuela besucht und auf eigene Faust oder organisiert bereist hat und aus erster Hand berichten kann, was sie erlebt haben? Danke!
     Pesche

    Südamerika

  • Was bringen Hotelbewertungen?
    PescheP Pesche

    Schmunzelnd nehme ich zur Kenntnis, sie sterben nicht aus, die lieben Forenteilnehmer, die jede mit einem verschmitzten Augenzwinkern verfasste, manchmal etwas sarkastische Formulierung akribisch durchforsten und wenn sie etwas finden das nicht der eigenen Auffassung entspricht, den Verfasser genüsslich an den Pranger stellen. Na, lassen wir das.

     Abschliessend nur noch dies: Mit Hotelbewertungen ist es nach meinen Erfahrungen wie mit Bewertungen von Feriendestinationen. Ich stelle fest:

      * Länder und Destinationen, die von vielen Besuchern vorwiegend negativ bewertet werden, entpuppen sich nicht selten als wirklich lohnenswerte Ziele, vorausgesetzt man ist echt an Land und Leuten interessiert und man passt sich den Landesgepflogenheiten an!

     * Länder und Destinationen, die von vielen Besuchern vorwiegend positiv und euphorisch bewertet werden, entpuppen sich nicht selten als nicht lohnenswerte Ziele, ausgenommen man fühlt sich wohl in einem Touristenghetto und abgeschirmt von der einheimischen Bevölkerung!

     PS

    Noch ein Tipp: Wenn eine Reisefachfrau oder ein Reisefachmann von Geheimtipps spricht, die von den grossen Touristenmassen noch nicht entdeckt wurden, trifft man mit Sicherheit auf unzählige Landsleute und hin und wieder sogar auf den Nachbarn aus heimatlichen Gefilden!!

     Sorry, ich bin vom Thema etwas abgewichen und hoffe, dass ich nicht wieder eine hitzige Diskussion auslöse.

     Pesche

    Allgemeine Fragen

  • Was bringen Hotelbewertungen?
    PescheP Pesche

    Schmunzelnd habe ich die Kommentare meiner spontan aus dem hohlen Bauch verfassten Frage konsumiert. Ich bin, zugegeben kein Fan von Buffetessen mit Warmhaltebehältern in Hotelbunkern und bevorzuge heute als Rentner rund um die Kugel, soweit möglich, kleine von Familien geführte Hotels oder Pensionen mit guter Küche, kompetent serviert am Tisch oder ich buche ein Hotel nur mit Frühstück und nehme weitere Mahlzeiten in Restaurants ein, in denen Ambiente, Speis & Trank und Service für meine Frau und mich stimmen. Und das im Gegensatz zu meinen früheren Geschäftsreisen im Auftrag eines global tätigen Konzerns, in zwangsläufig nicht ganz billigen 5- und mehr Sterne Business-Etablissements, in denen Pauschaltouristen und Buffetessen verpönt waren.

    Wenn mir etwas nicht passt, sage ich es, auch wenn ich manchmal mit meiner „Schreibe“ einigen auf die Füsse trete. Und wenn mir etwas passt, also die Saisonendwoche in Rosas, angereist mit einem komfortablen Bistro-Bus, in einem Hotel an traumhafter Lage, mit herrlichem Meerblick aus unserem schönen Zimmer und mit Buffetessen, zugegeben nicht vergleichbar mit einem Gault-Millau Dinner, das mir aber auch als Buffetbanause in jeder Beziehung zusagte, sage ich das auch. Kurz gesagt: Preis/Leistung bei diesem Schnäppchen-Angebot stimmte -- auch wenn das nicht alle so sehen.

    Pesche

    Allgemeine Fragen

  • Was bringen Hotelbewertungen?
    PescheP Pesche

     Letzte Woche buchten wir eine Saisonendwoche im Hotel Marian Platja in Rosas. Und das, trotz zum Teil horrend schlechten Bewertungen auf verschiedenen Portalen im Internet. In etwa tönte es dann für den Nachsaisonmonat September so:
     Speisesaal ist eher eine Kantine. Man musste sein Geschirr wegbringen und den Müll entsorgen! Der Wein wird viel zu warm gebracht (Rotwein) Roséweine nicht gekühlt, warm nicht geniessbar. Gläser stumpf und zum Teil schmutzig. Die Auswahl sehr gering, beim Frühstück Brötchen trocken, pro Tisch ein Kaffeelöffel, wir waren zu dritt, aber es hatte am Buffet keine. Abendessen 2 Buffets mit Vorspeisen und 2 Sorten Fisch und 3 Sorten Fleisch, aber nur ein Buffet mit Beilagen. Daher fast immer leere Schalen, sie kamen kaum nach mit auffüllen. Nach 35 - 45 Minuten wurde beim 2. Buffet schon Licht gelöscht und abgeräumt. Obschon Essenszeit von 20:00 - 22:00 war. Vorspeise immer gleiche Salate, Eisbergsalat und Frisèesalat , Randen aus der Dose, Mais aus der Dose, Tomaten in dicken Stücken, Gurken in dicken Scheiben. 2 Salate, die eher an Resteverwertung erinnerten. Speisesaal sehr eng bestuhlt, konnte kaum aufstehen ohne die anderen zu stören. Dessert, Dosenfrüchte grüne Bananen, grüne Ananas, fertig Tortenstücke zum Teil noch gefroren!

     Oh la, la, tönt nicht gut, sagten wir uns. Aber kein Problem, geniessen wir unser grosses schönes Zimmer mit Kühlschrank für eingekaufte süffige Getränke und einem sonnigen Eckbalkon mit herrlichem frontalem Blick auf Meer und die Skyline von Rosas und Empuriabrava und die schöne verkehrsfreie Plage direkt vor dem Hotel. Das günstige Saisonendangebot lässt es locker zu, zwei oder drei Mahlzeiten wenn gewünscht, jeden Tag auswärts einzunehmen. Gleichwohl suchten wir am ersten Abend den Speisesaal auf und waren angenehm überrascht. Und um es vorwegzunehmen, wir haben nicht ein einziges Mal auswärts gegessen!

     Schöner Speisesaal mit anmächelig gedeckten Tischen und z.T. mit Blick auf das Meer. Auf Wunsch kann ein zweier oder mehrplätziger grosser Tisch mit Freunden oder gleichgesinnten Gästen für die gesamte Feriendauer reserviert werden. Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet von Bratspeck mit Spiegelei ab Grillplatte über diverse Sorten Wurst/Würstchen, Schinken, Käse, Früchten, Yogurt, Butter, Konfitüre, begleitet mit frischen Backwaren für jeden Geschmack und X-Sorten warm/kalt Getränken lassen keine Wünsche offen. Ein Traum auch das grosse internationale Vorspeisenbuffet mit leckeren lokalen Spezialitäten. Auch das Hauptspeisenbuffet lässt keine Wünsche offen. Jeden Tag Fleisch, Fisch und Geflügel mit dazu passenden Beilagen. Mir läuft heute noch das Wasser im Munde zusammen, wenn ich an die „CATALA“-Spezialitäten: Hähnchen mit Zwetschgen und Ruben, Kaninchen mit Schnecken oder Seeteufel mit Romesco Sosse denke! Leere Behälter werden blitzartig neu aufgefüllt und wenn nicht, ein freundliches Wort und der Nachschub ist da. Wer nicht fündig wird, kann sich vom Koch ein gewünschtes Stück Fleisch oder Fisch auf der Grillplatte zubereiten lassen. Dann ein Teller mit verschiedenen Sorten Käse von Geiss über weich bis zu hart und zum Abschluss ein reichhaltiges Dessertbuffet mit frischen Früchten, diversen Glace und spanischen süssen Spezialitäten, z.B. eine hausgemachte Crema Catalana!

     Hervorragend auch der kompetente Service. Egal ob eisgekühlten weiss oder rosè Wein zu Fisch oder einen süffigen Rioja zu Fleisch, die gewünschte Flasche ist auf dem Tisch, wenn wir mit den Speisen im Teller Platz nehmen. In der Regel ist es jeweils kurz vor 22:00 Uhr, wenn wir den Speisesaal verlassen und mit Gleichgesinnten einen oder mehrere „carajillo“ auf der Terrasse, begleitet mit Life-Musik aus der Bar geniessen!

     Der langen Rede kurzer Sinn. Mir ist aufgefallen, es gibt auch in diesem Hotel die obligaten Meckerer und nicht selten die kulinarischen Banausen, die man rund um die Kugel antrifft und die an allem etwas auszusetzen haben. Und ich stelle einmal mehr fest: Diese Spezies, die nicht selten aus dem letzten Loch pfeifen und sich zu Hause mit billigen Fertiggerichten ernähren, in den Ferien ein günstiges Angebot buchen und in jeder Beziehung einen 5- Sterne Komfort erwarten! Sorry, ich musste das mal loswerden.

     Pesche

    Allgemeine Fragen

  • Marbella bis Ronda und zurück
    PescheP Pesche

    Mein Tipp: Bleibt in Marbella. Der Kleine fühlt sich mit Sicherheit wohler irgendwo am Strand beim „Sändele“, als nach einer kurvigen Fahrt während zwei Stunden Ronda, das reizvolle „Pueblo Blanco“ in den Bergen zu besichtigen. Vielleicht täusche ich mich ja und der Kleine ist begeistert von der Altstadt, der Kathedrale Santa María la Mayor, Besuchen einiger kleinen Museen, dem Plaza de Toros mit der Stierkampfarena, einem eventuellen Abstieg auf dem Rücken von „Papa“ in die Schlucht von Ronda und zum Abschluss ein Minimum 5- gängiges Tapasessen inmitten, nein, keinen Einheimischen sondern hungrigen Besuchern aus mehr oder weniger fernen Landen.

    Pesche

    Andalusien

  • Tip für einen Neueinsteiger zur Dominikanischen Republik
    PescheP Pesche

    Sorry, ich habe dich ein Jahr älter gemacht. Im taufrischen Alter von 42 Jahren funktioniert mein Tipp noch besser!

    Pesche

    Dominikanische Republik

  • Tip für einen Neueinsteiger zur Dominikanischen Republik
    PescheP Pesche

    Hallo walken

    43 & 29 Jahre Jung, also voll im Saft und dazu noch perfekt Spanisch sprechend, was will man mehr.

    Mein Tipp: Legt einen zentralen Ort in der DR als Stützpunkt fest. Ich habe in Juan Dolio meine Zelte aufgeschlagen, ein „Schnäppchen-Angebot“, "Flug, Transfer, Hotel ohne Mahlzeiten“ für vier Wochen gebucht und vor Ort einen Pkw für die gesamte Aufenthaltsdauer gemietet. In Juan Dolio und der näheren und weiteren Umgebung haben meine Frau und ich als kulinarische Geniesser kleine Perlen bezüglich Ambiente, Service und Speis & Trank in kleinen von Einheimischen empfohlenen Familienunternehmen gefunden. Zwischen den einzelnen Trips haben wir uns jeweils in Juan Dolio erholt und die Batterien für neue mehr oder weniger abenteuerliche Trips wieder aufgeladen. Und nicht ganz unwesentlich, das Ganze ist immer noch wesentlich günstiger, als alles individuell.

    Diese erlebnisreiche Reiseart geniesse wir heute in der Regel als „Gruftis“ rund um die Kugel.

    Und noch etwas: Nicht selten haben wir von mehr oder weniger Schlitzohrigen Verkäufern und Beachboys, interessante und wertvolle Tipps erhalten, die in keinem Reiseführer enthalten sind. So oder so, meine Tipps sind als mögliche Alternativen an den TE und weitere interessierte Reisende gedacht und weichen etwas von den üblichen organisierten Erlebnisreisen ab. Aber diese Reiseart mit hautnahem Kontakt zu den Einheimischen, vorausgesetzt man kann sich in der Landesprache unterhalten macht Spass.

    Gruss Pesche

    Dominikanische Republik

  • Tip für einen Neueinsteiger zur Dominikanischen Republik
    PescheP Pesche

    Hallo

     Ich weiss nicht, wie alt ihr seid? Vorausgesetzt ihr seid unternehmungslustig und flexibel, mietet einen Pkw, wenn ihr euch das nicht zutraut mit einem Fahrer und bereist dieses herrliche „Inselchen“ abseits der „Touri“ Routen und Destinationen. Hier einige Tipps:

     An Wochenenden und Feiertagen sind an den Playas im Norden der Insel zwischen Puerto Plata und Monte Cristi Fiestas angesagt. Fisch, Rum und Bachata inmitten von fröhlichen Einheimischen muss man erlebt haben.

     Die quirlige Stadt San Pedro, in der Nähe von Juan Dolio ist ebenfalls einen oder mehrere Besuche wert. Ganz San Pedro trifft sich am Samstagabend am Malecon (Strandpromenade) bei Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden.

     Unvergesslich auch Miches, eine Kleinstadt in der Provinz El Seibo, am Südzipfel der Samana-Bucht gelegen. Nicht nur am Rumfest, bei dem Rumfirmen aus der Region ihre Erzeugnisse anbieten, die man wie Mineralwasser konsumiert, wird Bachata gross geschrieben und Tanz rund um die Uhr ist angesagt. Lebensfreude pur!

     Viel Vergnügen bei einer oder mehreren „Runden Bachata“, es muss ja nicht unbedingt in einer AI Herberge mit Animateuren, manchmal sogar aus unseren Landen sein!

    Dominikanische Republik

  • Playa Bavaro oder Bayahibe
    PescheP Pesche

    Korrekt zitiert und Zitat und Antwort getrennt!

    @Valitta sagte:
    P.S. @ Dagmar: Hättest du einen Hoteltipp auf Samana für uns? Nicht riesig und luxuriös, sondern eher klein und fein, aber trotzdem All-inklusive? Gerne auch per PM.

    Das nicht ganz unwesentliche Problem ist nur: All-inclusive und klein und fein gibt es nicht!

    Pesche

    Dominikanische Republik

  • Kombireise: Rundreise mit anschließendem Badeurlaub
    PescheP Pesche

    @Valitta
     Jubeljahre soll, nein, muss man geniessen und das auch kulinarisch. Mal losgelöst von einer organisierten Rundreise in einer Kleingruppe als Alternative zu einem Trip auf eigene Faust mit einem Mietwagen, vergesst All-Inklusive mit Speisen aus warmgehaltenen Buffetkübeln, bucht ein Hotel mit hervorragender Küche und lasst euch am Esstisch vom aufmerksamen Servicepersonal betreffend Speis & Trank (Regional/Landesspezifisch & wenn es unbedingt sein muss – auch international!) fachmännisch beraten und bedienen. Es lohnt sich! Am Abend an der Bar, bestellt ihr einen oder mehrere „Cuba Libre“ mit einigen Spritzern Angostura aus Trinidad und stosst auf das Jubeljahrereignis an. „SALUD“!

    Dominikanische Republik

  • Die perfekte Insel für mich?
    PescheP Pesche

    @Trashpacker
     Viele Tipps hast du in diesem Thread schon erhalten. Dein Anforderungskatalog: Kultur, historische Gebäude, Stadt mit guter Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten, gutem Essen, und weissen Strand bieten viele kleine bis grössere Inseln rund um den Globus. Auch Touri Standard Inseln die dir nicht zusagen, vorausgesetzt du meidest überlaufene Destinationen mit AI Bunkern und organisierten 08/15 Trips. Mein Tipp: Informiere dich anhand von informativen Reiseberichten im Internet und bereise das Gastland als Alternative zu Mietwagen, die ich persönlich bevorzuge, mit manchmal etwas gewöhnungsbedürftigen öffentlichen Verkehrsmitteln inmitten von Einheimischen und lass dich überraschen.
     Viel Erfolg!

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