Lexilexi, du hast völlig recht! Eben weil drumherum so wenig los ist, bleiben die Touris meistens in den Anlagen. Anders hab ich es auf Rhodos erlebt, da hatten wir auch AI, aber die Insel bot einfach in näherer Umgebung mehr Anreize zum Herumfahren. Da haben wir getrost das Abendbüffet im Hotel sausen lassen, sind nach Rhodos-Stadt gefahren, durch die historischen Stätten gelaufen und haben abends im Restaurant in der Stadt toll gegessen oder waren für einen Tag im Schmetterlingstal usw. Es war eben nicht nur "Futtern und billig shoppen" (sorry für diese absichtliche Pauschalisierung
), sondern man konnte wirklich was unternehmen. Das vermisse ich in der Umgebung der Hotelanlagen an der türkischen Riviera ein bisschen.
Obwohl ich trotzdem gern hinfahre und mich auch bestens erhole....
R. Mayer
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AI - und keiner geht mehr raus -
AI - und keiner geht mehr rausInteressante Diskussion....wenn sie auch teilweise in Richtungen abdriftet, die mit dem Ursprungsthema kaum noch was zu tun haben.
Was das Verlassen der AI-Anlage angeht, um woanders zu essen/zu trinken/einzukaufen:
Ich lebe in einer Großstadt im Ruhrgebiet und kann in meiner Heimatstadt und den Nachbarstädten täglich einkaufen, bis der Arzt kommt. Wenn ich in den Urlaub fahre, will ich nicht einkaufen, sondern mich entspannen und die Seele baumeln lassen. Ich will keine Preise vergleichen, ich will keine Schwätzchen mit dem Verkäufer halten oder stundenlang darüber verhandeln, ob das Shirt nun 3 oder 5 Euro kosten soll - das reizt mich genauso wenig wie bei 32 Grad Jeans oder Lederjacken anzuprobieren. Souvenirs von einer Woche Strandurlaub brauch ich nicht, Schmuck hab ich genug, Teppiche brauche ich schon gar nicht. Was soll ich um Himmels willen in den ganzen Läden in Manavgat oder Side? Ich hab sie einmal gesehen, das reicht mir fürs ganze Leben. Sie haben doch eh fast alle die gleichen Artikel. Es tut mir ja wahnsinnig leid für die ansässigen Geschäftsleute, dass nicht genug gekauft wird, aber das kann ja nicht mein Problem als Urlauber sein, wenn ich nun mal keinen Bedarf habe. Auch hier gilt eben das Gesetz von Angebot und Nachfrage....
Für Restaurant- und Barbesuche gilt ungefähr das Gleiche. Meine Kneipenszene zuhause reicht mir, danke schön. Im Urlaub ist Essen und Trinken nicht Mittelpunkt des Geschehens, da werden meine Bedürfnisse im Hotel reichlich abgedeckt. Ich kann mir keinen zwingenden Grund vorstellen, irgendein Lokal in Side aufzusuchen, nur um zusätzlich eine Cola oder ein Bier zu bezahlen, das ich in meiner AI-Anlage schon im Voraus pauschal bezahlt habe und genauso gut an der Hotelbar trinken kann.Die Hotelanlage verlasse ich natürlich jederzeit, wenn es außerhalb irgendwas von Interesse zu sehen oder zu tun gibt! Aber meistens ist da doch gar nichts....ich empfinde eine schön gestaltete Hotelanlage auch überhaupt nicht als Ghetto. Eine gute Anlage berücksichtigt, dass es Gäste gibt, die in aller Ruhe mal ein Buch lesen wollen, genauso wie sie für Gäste, die unbedingt Sport machen wollen, was anbietet. Der Strand ist hinter dem Hotel meistens besser als außerhalb (logisch, die Hotels werden nun mal an den schönsten Strandabschnitten gebaut), und die Ortschaften in der türkischen Riviera rund um die Hotels sind nicht sooo spannend, dass man da jeden Abend verbringen will, oder?
Die Bezeichnungen "Ghetto" oder "******", "eingepfercht" oder "eingesperrt" sind doch irgendwie lächerlich. Weder ist ein Gitter drum herum, noch sind die Anlagen so eng und ungemütlich gestaltet, dass man sich wie im Knast fühlen muss.
