Große Kuba – Rundreise
Hier unsere Erfahrungen zu unserer Kuba-Rundreise vom 03.02. – 17.02.2015Als wir am 03.02.2015 um 7.30 Uhr zum Schalter kamen wurden wir durch einen Aufsteller darauf hingewiesen dass der Flug durch die spanische„Billigfluggesellschaft „Wamos“ durchgeführt werde. Nach Stunden Verspätung war dann endlich Boarding . Im Flugzeug konnte weder Musik gehört noch ein Film angesehen werden. Alle Informationen über Flugstrecke, Höhe, Dauer fehlten.
1.Tag Holguin – Santjago
Nach Ankunft in Holguin Transfer nach Santiago de Cuba. Abendessen und Übernachtung im Hotel Melia Santiago.
Mit 2 Stunden Verspätung kamen wir in Holguin an. Danach folgt der Transfer nachSantiago de Cuba. Auf der Fahrt erfuhren wir von Reiseleiter dass der Tag in Santiago ausfällt. In Santiago angekommen wurden wir zu einem Hotel gefahren. Der Name war das 2 Sterne Hotel (Islazul da topa Cuba**)**und alles andere wie das gebuchte Melia Hotel ( Andere Gäste wurden im Melia Hotel untergebracht.) Im Hotel musste unser Reiseleiter erst mal übereine halbe Stunde verhandeln um uns in dieser „Absteige unterzubringen“.Während dieser zähen Verhandlungen hielt es der Reiseleiter nicht mal für nötig, uns mitzuteilen warum es die Verzögerung gibt. Auch wurde mehrmals zwischendurch telefoniert. Als man uns dann endlich ein Zimmer zugewiesen hatte, traute ich kaum meinen Augen. Ich hatte noch nie so ein schmutziges Zimmer. Das Zimmer war überhaupt nicht für Gäste hergerichtet. Als mein Mann mit feuchten Füssen im Badezimmer stand, war dort, wo es feucht war, der Boden sauber. Ebenfalls ließ das Abendessen sehr zu wünschen übrig.
2.Tag Santiago – Havanna
Nach dem Frühstück Besichtigung von Santiago de Cuba….. Am späten Abend Flug nach Havanna. Übernachtung im Hotel Capri.
Wir haben extra den Flug nach Holguin gebucht um Santiago de Cuba und El Cobre besichtigen zu können.Um7.00 Uhr wurden wir ohne Frühstückabgeholt zum Flug nach Havanna. Zuerst mussten wir die anderen Reisegäste, die in weiteren 3 Hotels untergebracht waren, abholen. Schon in der Abflughalle vermissten wir den Reiseleiter.
In Havanna angekommen standen wir ohne Reiseleitung am Flugplatz von Havanna. Auch war kein Bus da um ins Hotel zukommen. (In der Hotelanlage Playa Pesquero erfuhren wir, dass es keinen Platz für den Reiseleiter im Flugzeug gab).Anrufversuche mit der Vertretung des Reiseveranstalters scheiterten, da niemand erreichbar war. Durch Eigeninitiative wurde nach ca. 1,5 Stunden endlich der Bus gefunden, der uns zum Hotel Capri bringen sollte.
Schon am Flugplatz erschrak ich als ich in den Bus gestiegen bin. Motorblock im Inneren des Buses, schmale sehr enge unbequeme Sitze. Die Fahrt vom Flughafenin die Stadt war schon sehr unangenehm, da der Bus nicht über Luftfederung, sondern nur über eine Blattfederung verfügte.
Unterwegs wurde noch ein neuer Reiseleiter abgeholt. Vor dem Hotel Capri eine neue Überraschung: Mein Mann und ich sollten in einem anderen Hotel der schlechteren Kategorie untergebracht werden. Dies lehnten wir vehement ab. Nach langen Verhandlungen unseres Reiseleiters Frank konnten wir doch ein Zimmer im ausgeschriebenen Hotel beziehen. Dies dauerte wiederum mehr als eine halbe Stunde, in der wir mit unseren Koffern vor dem Hotel auf der Straße warten mussten.
Als Ersatz für den Tag in Santjago de Cuba wurde uns die Besichtigung von Finca Vigia - Museo Hemingway angeboten. Dies war jedoch für uns kein Ersatz, da wir uns nicht für Ernest Hemingway interessieren. Nach der Besichtigung wurden wir zu dessen Lieblingslokal gekarrt um dort über 1 Stunde auf einen Platz zum Essen zu warten Nach dem uns um ca. 14.30 Uhr die Geduldausgegangen war, schließlich hatten wir an diesem Tag noch nichts gegessen, wurde der Reisegruppe im Eingangsbereich ein Tisch zugewiesen. Dort konnten wir dann unter dem Lärm und der Abgase der laufenden Busse unser Essen „geniessen“. Im Anschluss folgte noch ein völlig überflüssiger Spaziergang am Kai.
Als weiterer Ersatz wurde uns eine Fahrt mit einem Oldtimer angeboten, (die Fahrt war in völliger Dunkelheit 10 Minuten lang vom Hotel zur Festung) und die Kanonenschuß-Zeremonie in der Festung La Cabaña.Dies war zwar nett, aber kein Ersatz, denn dies hätten wir ja auch bei Interesse in Eigenregie machen können.
3. Tag Havanna
Frühstück,Panoramatour mit Stadtbesichtigung. Havanna wurde 1522 Hauptstadt desspanischen Vize-Königreiches. Besonders sehenswert ist die Altstadt…..
Die „Panoramatour“ begann mit der Besichtigung des Platzes der Revolution, danach ein Besuch des Friedhofs. Danach ging es weiter zum Rummuseum. Dieses Museum entpuppte sich als reine Rumverkaufsstelle. Auf unsere Frage, wann wir denn die Rumfabrik besichtigen, wurde uns mitgeteilt, dass diese soeben umgebaut würde. Ein Blick durchs Fenster genügte, um zu sehen, dass in den Räumen der Fabrik lang nichts mehr produziert wurde denn die Halle war komplett leer bis auf einen verrosteten Behälter. Als wir wieder abfahren wollten, musste der Busfahrer erst den Bus reparieren, da sich kein Gang mehr einlegen ließ. Dies dauerte mehr als eine halbe Stunde.
Der Besuch der Zigarrenfabrik fiel ganz aus.Nun stand das Mittagessen, das sehr gut war und auch in einem netten Lokal stattfand, auf dem Programm. Danach folgte noch ein Stadtspaziergang,
4. Tag Vinales-Tal
Am Morgen holte uns wieder ein anderer Reiseleiter ab.Der Besuch des Vinalestales, die Bootsfahrt in derTropfsteinhöhle und das Mittagessen an der berühmten „Mural de la Prehistoria“fand lt. der Ausschreibung statt. Wir mussten zwar sehr lange in der Tropfsteinhöhle warten, da sie total überfüllt war. Leider bekamen wir auf der Fahrt kaum Erklärungen. Die Besichtigung einer Tabakplantage und der Besuch von Pinar del Rio fanden nicht statt. Es wurde uns nicht mitgeteilt aus welchem Grund diese Punkte ausfallen mussten.
5. Tag: Havanna – Santa Clara – Trinidad
Nach dem Frühstück wurden wir abgeholt zur Abfahrt nach Trinidad.Nach dem Mittagessen im Lokal (Das Lokal war sehr schön, und das Essen auch sehr gut) lt.der Ausschreibung fuhren wir zum CheCuevara Museum und Mausoleum. Beides war angeblich wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit geschlossen. Die Stadtrundfahrt in St. Clara fand nicht statt. Wir wurden am „Stadtplatz“ ausgeladen und nach einer halben Stunde ging die Fahrt nach Trinidad weiter.
Im Hotel Brisas del Mar angekommen, standen 7 Personen an der Rezeption. Dort erfuhren wir dass es nur 1 Zimmer gab. Bis dies alles geklärt war, verging wiederum mehr als eine halbe Stunde. Da mein Mann an diesem Tag seinen Geburtstag feierte wurde uns das Zimmer gegeben. Die anderen Reiseteilnehmer mussten wieder ihre Koffer in den Bus bringen und nach einer anderen Unterkunft schauen.
6. Tag Trinidad
In Trinidad besichtigten wir zuerst eineTabakfabrik deren Eintritt wir selber bezahlen mussten. Im Anschluss besichtigten wir eine Keramikfabrik und eine Villa eines Zuckerbarons (Museumund Aussichtsturm). Viele Erklärungen zuTrinidad haben wir nicht erhalten, da der 3. Reiseleiter nicht vorbereitet war.
7. Tag Trinidad – St. Luis Tal – CamagüeyNach dem Frühstück wollten wir im Hotel Brisas del Mar unsere Zimmerkarten zurückgeben. Wir wurden aufgefordert unseren Reiseleiter zu holen da es Schwierigkeiten mit der Hotelabrechnung gäbe. Der Reiseveranstalter würde nur 1 Nacht bezahlen. Wieder Diskussionen, einige Telefonate und wieder warten. Einfach Zeit die uns im Anschluss fehlte.
Bei der Fahrt durch das St. Luis –Tal erhielten wir keinerlei Erklärungen zur Geschichte dieses Tals. Dafür aber einen Spaziergang in einem kubanischen Dorf. Dort verschwand unser Reiseleiter. Er hatte offensichtlich privat etwas zu erledigen. Er bot uns dann noch einen Umweg von ca. 150 km an um eine Finca eines Zuckerbarons zu besichtigen. Dies hätten wir mit 15 CUC selber bezahlen sollen. Wir lehnten alle dankend ab.
In Camagüey war dann noch eine Stadtrundfahrt (wäre eigentlichin der Reise includiert gewesen) mit Fahrrad-Rickschas, da man lt. des Reiseleiters mit dem Bus nicht durch die Stadt fahren könne. Diese mussten wir mit 5 CUC pro Person jedoch selber bezahlen. Der Bus parkte dann weit ab von unserem Hotel, so waren wir gezwungen unser Gepäck mehrere Straßen zu unserem Hotel zu schleppen und am nächsten Morgen natürlich wieder zurück.
8. Tag Camaggüey – Holguin
Es wurde nur noch der Transfer zu unserem Anschlusshotel durchgeführt. In Holguin mussten wir aber noch über eine halbe Stunde Zwischenstopp einlegen, da der Busfahrer privat etwas besorgen musste.
Zum Abschluss meinte unser Reiseleiter noch dass er hoffe dass wir mit ihm zufrieden waren,da er seit 9 Monaten kein Deutsch gesprochen habe und spontan, ohne Vorbereitung die Gruppe übernommen habe und er es ohne Busfahrer nicht geschafft hätte, die Reise mit uns durchzuführen.
Fazit:
Diese Reise war keine Rundreise, da der Zweck nicht erreicht wurde.
Wir sind nach Kuba gereist um etwas über Kultur und Geschichte und die derzeitige Situation der größten Antilleninsel zu erfahren. Kultur wurde uns lt. Ausschreibung zugesagt aber in keiner Weise eingehalten.
Ebenso war der Bus mit Sicherheit nicht in der technischen Ausstattung eine 8-tägige Reise durchzuführen, da er weder über geeignete Sitze, eine ausreichende Federung, noch über eine funktionierende Klimaanlage verfügte. (Der Reiseleiter stand die meiste Zeit im Bus, da man lt. seiner Aussage nicht lange sitzen könne, ohne einen Bandscheibenschaden zu riskieren.)
Nur noch eine Anmerkung: Keiner der 3 Reiseleiter hinterließ eine Telefonnummer für Notfälle.
Meine private Meinung : Für diese Reisegruppe war überhaupt nichts organisiert worden.Zudem waren 7 Personen, die Superior gebucht hatten und 3 Personen, die Standard gebucht hatten in einer Reisegruppe. Da die 3 Personen immer in einem anderen Hotel untergebracht waren, ging für abholen und bringen viel Zeit verloren.
Der Badeurlaub versöhnte uns etwas mit der Fahrt durch Kuba, aber der Zweck unserer Reise war die Rundreise und nicht der Badeurlaub.
Wir hatten uns dann im Hotel bei der örtlichen Vertretung bereits beschwert. Er bot uns als Entschädigung CUC 200,-- an. Als wir dieses ablehnten, telefonierte er mit der Agentur. Im Anschluss bot er uns als Entschädigung CUC 250,-- an. Als wir dies ablehnten, bot er uns ohne weiteresTelefonat CUC 300,-- an. Dies sahen wir, anhand der vielen Mängel während der Rundreise,schon fast als Beleidigung an und lehnten dies ebenfalls ab.
In der Zwischenzeit haben wir uns beim Reiseveranstalter beschwert und einen Scheck über 420,--€ erhalten.
Was mich bei dem Schreiben des Reiseveranstalters maßlos geärgert hat: Mit keiner Silbe gingen sie auf die Mängel ein. Es war ein vorgefertigtes Schreiben, das alle Reiseteilnehmer bekamen.
Ich persönlich fühle mich vom Reiseveranstalter betrogen.