Hallo,
nun will ich auch mal kurz meinen Senf dazu geben:
Was die Hotels betrifft, so würde ich im Juli - wie meine Vorredner auch - zum Vorbuchen neigen. Das Problem dabei ist, dass die günstigeren Mittelklasse-Ketten, wie Quality Inn, Days Inn, Comfort Inn und die anderen üblichen Verdächtigen meist an den Ausfallstraßen am Stadtrand liegen. Das kann man mögen, muss man aber nicht... Jedenfalls steht da immer noch eine Fahrt - in der Regel mit dem Auto - zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt an. Und beim Abendessen oder eventuell einem noch anschließenden Kneipenbesuch sitzt einer immer trocken herum. OK, das entlastet das Budget, ich find's aber ein wenig freudlos...
Drum würd ich mir mal ganz schnell die Kataloge der großen Reiseveranstalter (nach meiner Erfahrung liegt der dunkelblaue von M... Weltreisen bei den Preisen immer ziemlich weit vorn!) besorgen. Dort gibt es oft auch Innenstadt-Hotels zu erheblich günstigeren Tarifen als bei direkter Buchung. Beispiel: Ich hab das Hotel Lord Elgin in Ottawa (liegt mittendrin, und ich kann's wirklich empfehlen) an dem von Euch ausgesuchten Termin im Juli bei 3 Personen für 138 Euro gefunden. Bei direkter Buchung über die Hotel-Internet-Seite würde das 224 Dollar kosten, wobei bei den Preisen in Kanada immer noch die von Provinz zu Provinz unterschiedliche (zwischen 7,5 und 15 Prozent) "Sales-Tax" obendrauf kommt. Generell sind alle Preise in Kanada, egal ob im Geschäft, im Restaurant oder an der Tankstelle, immer OHNE Steuern ausgewiesen!!!
Zu den Attraktionen wurde ja bereits einiges genannt, wie das Upper Canada Village (genügend Zeit einplanen und besten früh morgens da sein - es wird im Sommer rappelvoll!!). Wunderschön sind auch die Thousand Islands (eine Bootsfahrt durch die Inselwelt lohnt sich!!), und was mir immer wieder gut gefällt, ist auch Toronto Island mit Strand, einem kleinen Vergnügungspark und - trotz allem Trubel auf den Hauptwegen - lauschigen Ecken zum entspannen. Solche Dinge wie CN-Tower etc. stehen in jedem Reiseführer, die lass ich hier mal weg...
Zu Eurer Route: Ich nehme an, Ihr wollt nach Tadoussac zum Whale-Watching, oder? OK, in dem Fall geht's dann an dieser Stelle nicht anders, Wale gibt's in dieser Gegend sonst nirgends. Falls nicht die Wale der Anlass sind, würde ich schweren Herzens die ganze Ecke nach Tadoussac und St. Felicien streichen. Stattdessen würde ich eine oder besser zwei Nächte in der Sacacomie Lodge in St. Alexis des Monts einplanen. OK - ist teuer, aber das riesige Blockhaus mitten in der Wildnis lohnt sich auf jeden Fall, und für eine Lodge ist es immer noch vergleichsweise günstig. Dort könnte man dann auf dem See ein wenig Kanu fahren und als Alternative zu den Walen "Bear-Watching" betreiben. (Anmerkung: Ich hab beides schon gemacht, und mir wurde gezeigt, dass Wildtiere eben nicht planbar sind. Will heißen: Außer ein paar grauen Punkten weit draußen auf dem Wasser, die angeblich zu Walen gehören sollen, hab ich nix gesehen. Und auch die Bären hatten an dem betreffenden Tag offenbar keine Lust auf Touristen...)
Zudem würde ich den West-Zipfel streichen, falls es für Euch nicht einen bestimmten Grund gibt, dort hinzufahren, den ich nicht kenne.. St. Jacobs ist zwar ein entzückender Ort, aber ansonsten ist die ganze Gegend um Kitchner eher eintöniges Farmland. Stattdessen würde ich eine Nacht länger in Toronto bleiben und die Niagara-Fälle von dort aus in einem Tagesausflug abarbeiten. Das genügt meiner Meinung nach völlig. Die dadurch gewonnene Nacht könnte man dann in der Gegend von Gananoque für die Thousand Islands einsetzen und Ihr wärt am nächsten Tag recht zeitig im nicht mehr weit entfernten Upper Canada Village.
Zudem hättet Ihr nicht die weite Strecke von Kitchener nach Kingston, da Ihr dann ja in Toronto zu dieser Etappe starten würdet. Dann bliebe noch etwas Zeit für den "Loyalist Parkway" über Prince Erdward Island (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Provinz - es handelt sich hier um eine Insel im Ontario-See) mit hübschen Ortschaften und einer kleinen Fähr-Passage bei Glenora.