Nun ja, Mexiko ist ein sogenanntes " Schwellenland", nicht mehr so wirklich 3. Welt ( gibt es die überhaupt?, wo wir alle in der einen Welt leben.
Es gibt sehr, sehr arme Menschen in Mexiko, speziell denke ich dabei an die Indigenas in Chiapas oder im Staat Oaxaca, die schon jahrelang für bessere Lebensbedingungen kämpfen. Yucatán ist schon eine Ausnahme, aber auch dort werden die Mexikaner ausgebeutet durch die verschiedenen Hotelgesellschaften. Die Löhne stehen in keinem Verhältnis zu dem, was dort an den Touristen verdient wird.
Die meisten Hotels dort sind doch wirklich Luxushotels, auch, wenn nicht alles immer perfekt abläuft, wie manche es erwarten. Leider ist fast die gesamte Karibikküste in amerikanischer Hand, sodass der Besucher den Eindruck gewinnen kann, dass es auch den Einheimischen dort gut geht.
Ein Mexikaner würde nie klagen, das verbietet sein Stolz und sie sind sehr stolz auf ihr Land und was sie erreicht haben.
Die meisten deutschen Touristen fliegen nun mal nach Cancun, um dann an dieser Riviera Maya Urlaub zu machen oder machen eventuell noch eine kurze Yucatánrundreise vor dem Badeaufenthalt, übrigens auch in guten Hotels. So lernen fast alle Touristen das eigentliche Mexiko leider nicht kennen, in Mexiko City sieht die Realität schon ganz anders aus, als auf Yucatán. Ursprünglicher ist noch die Pazifikküste und der Norden.
Ich kenne Mexiko sehr gut, da ich dort studiert habe ( Mexiko City) und liebe dieses Land und seine Menschen sehr. Leider gibt es immer noch sehr viele arme Menschen dort, aber eben auch den reichsten Mann der Welt nach neuesten Erhebungen.
Allen, die nach Mexiko reisen möchten, kann ich nur empfehlen, sich etwas mehr von diesem großen Land anzusehen, als nur Yucatán.
Renata