Wenn du ansonsten mit einem wesentlich höheren Schnitt aufwerten kannst, dann wirst du wohl nicht gleich bei Seite gelegt.
Also aus eigener Erfahrung kenne ich das folgendermaßen: Du bewirbst dich auf eine Stelle, die je nach Qualität bis zu 1000 Leute haben möchten. Besonders bei den dualen Ausbildungen ist das der Fall. Dann wird die Bewerbungsmappe nur kurz durchgesehen, das Anschreiben angerissen, die Zeugnisse überflogen und hinterher der Lebenslauf angeschaut. Danach wird entschieden, ob du überhaupt zu einem Test eingeladen wirst. Bei Lücken, wird deine Bewerbung dort schon oft raus "selektiert". Es sei denn, dein Schnitt liegt unter 2,0, dann könnte ich mir das anders vorstellen.
Vor etwa zwei Monaten stand im Stern, Focus oder der HAZ ein Bericht über Lücken im Lebenslauf. Dort wurden 5 Personaler gefragt, was sie als Lücke definieren. Alle sahen Lücken ab 3 Monaten im Lebenslauf als kritisch an. Wobei die Übergangszeit vom Abi bzw. Studium zum Job nicht als wirkliche Lücke gesehen wurde, sofern 3 Monate nicht überschritten wurden. Ab dann wird es kritisch. Vor allem da bei dir über ein Jahr dazwischen liegt. Auch meinten alle Personaler einstimmig, dass Lücken gut belegt werden müssen.
Schwere Krankheit eines Verwandten, Tod oder anderen schwerwiegenden Begründungen reichen einigen aber. Wenn du dann aber deine Lücke damit begründest, dass du dich nicht eine Zeit von Familie, Freund(en) und Pferd trennen möchtest, kommen viele Unternehmen mit internationaler Ausrichtung nicht in Frage, da diese Flexibilität voraus setzen.
Es ist halt immer abhängig davon, was du machen möchtest, normale Ausbildung, duales Studium oder normales Studium. Hast du denn da schon konkrete Ziele/Wünsche?