auch hier mal kurz der - leider nun zu späte - bessere Vorgang in solchen Fällen:
Man landet und erfährt, dass nicht nur nicht das gebuchte Hotel zur Verfügung steht, sondern auch gleich es ein anderer Urlaubsort wird, der nicht im weiteren Sinne im gebuchten liegt (Beispiel: Side: da gibt es 15 km Strand mit verschiedenen Ortsteilen, die aber rechtlich als ein Ort zu betrachten sind).
Dann hat man folgende Möglichkeiten:
a) den Vertrag zu kündigen und sofortige Heimreise zu verlangen; kann der Reiseveranstalter diese nicht erfüllen, kann man auf eigene Kosten diese organisieren; der Reiseanverstalter muss dann sowohl die gesamten Kosten für die Pauschalreise als auch die Kosten für die zusätzliche Reise erstatten; darüber hinaus wird er Schadenersatzpflichtig für die Nichterfüllung des Vertrages und man kann auch Ersatz für nutzlos aufgewendete Urlaubszeit verlangen. Alles im allen eine teure und sehr wirkungsvolle Sache für den Reiseveranstalter...
b) man kündigt den Vertrag NICHT und akzeptiert das Alternativangebot. Damit kommt ein neuer Reisevertrag zustande, der in sich natürlich wieder berechtigt, wenn die neuen Leistungen nicht ordentlich erbracht werden, zu reklamieren.
c) man kündigt den Vertrag NICHT und akzeptiert das Alternativangebot unter dem Vorbehalt, dass im Falle der Unmöglichkeit von bestimmten Freizeiteinrichtungen, die im ursprünglichen Hotelangebot waren, man sich Forderungen aufgrund dieser Minderleistung vorbehält.
Trifft dann das Fehlen dieser Einrichtigung(en) tatsächlich zu, ist dieser Mangel umgehend der Reiseleitung zu melden und Abhilfe zu verlangen.
Denn es könnte ja sein, dass die Reiseleitung beispielsweise zwei Fahrräder kostenlos für die Dauer des Aufenthalts zur Verfügung stellt und somit dieser Punkt kein Thema mehr sein kann.
So, jetzt werden die Leser sagen: ja bin ich denn ein Rechtsanwalt?
Nein, und müsst ihr auch nicht sein. Aber es gilt halt die Lebensregel: Unwissenheit schützt nicht vor ... Nachteilen. Wenn also der Gesetzgeber schon auf Drängen der Konsumentenschützer Gesetze und Spielregeln erlässt, dann kann man sich nicht mehr herausreden und sagen: aber die weiß ich nicht. So ist es eben.
Aber man kann so ein "Problem" auch ganz einfach für sich lösen:
Will ich nur diesen und sonst keinen Urlaub --> Vertrag kündigen, heimfliegen und (viel) Geld zurück bekommen. Oder: man sagt: ok, ist nicht in Ordnung, wohl nicht das, was ich wollte, aber ich will jetzt und hier Urlaub machen, also nehme ich das - lasse mir alles bestätigen und schreibe, wenn ich zu Hause bin, einen Brief an den Reiseveranstalter und teile ihm mit, dass ich nicht und wirklich nicht mit der Sache einverstanden war und verlange 50 Prozent zurück (und warte mal ab, was passiert).
Gruß
Peter