Namibia…zum Dritten …..
Einmal rundrum… einmal der Norden(van Zyls-Pass)….fehlte nun noch der tiefe Süden – und die bot sich bei einer Pilottour an, die der namibische Veranstalter sich für seine „alten Hasen“ ausgedacht hatte.Da MUSSTE ich dabei sein. Zugegeben – nicht gerade das, was man preiswert nennt , dafür war es aber diesmal keine ganz reine Zelttour – und die Lodges zwischendurch waren grossartig(und wie ich feststellen konnte- vor Ort auch nicht billig) , was den Preis damit verständlicher machte. Was aber mehr zählte, war der Tourablauf.
Wie immer – nach dem Eintreffen aller Teilnehmer :einkaufen im großen Superspar , es ging dabei aber eigentlich nur um die persönlichen (vor allem alkoholischen) Getränke und Knabberzeugs. Alles andere, auch Trinkwasser ,war an Bord.
Erster Anlaufpunkt war nach einer Strecke durch die Kalahari Richtung Stampriet eine tolle Lodge zum EinVerwöhnen!
Dann ging es zum 1. Camp nahe Mata Mata Gate .Eigentlich sollte es nur 1 Nacht werden, die nächsten 2 schon hinter der RSA –Grenze im KgalagadiTransfrontierNP , aber es war nichts vorbestellt und beide Campplätze ausgebucht.Da hatte sich unser Tourchef wohl etwas vertan – also nur über Tag Safarifahrt, zurück ins alte Camp und am anderen Tag noch mal los. Aus den ursprünglich geplanten frühzeitigen Morgenpirschs wurde nichts( die Grenze öffnete erst 8 Uhr…polepole…)und schloss 17Uhr, so dass auch aus der Abendpirsch nichts wurde….und über Tag, nun ja, da verkriechen sich die Tiere auch lieber irgendwo im Schatten. Zum Trost erwartete uns ein wunderschön gelegenes TentedCamp mit sehr netten Eignern und tollem Abendessen.
Das nächste Camp lag im Mesosaurus Fossilpark(wo wir eine interessante Führung zu den fossilen Abdruckfunden bekamen) unterhalb der Felsen mit dem berühmten größten Köcherbaumwald . Unter Bäumen mit riesigen Webervögelnestern haben wir unsere Zelte aufgebaut.
Das nächste Ziel war der FishriverCanyon, dort zur MuleStation.Diese 3 Trekkingtage wurden dieses Jahr erstmals ohne gepäcktragende Mulis durchgeführt. Der „KlipspringerTrail“ist der einfachere Abschnitt des FishriverTrekks (dieser darf auch erst ab Mitte April und mit ärztlichem Attest starten,Gepäck und Verpflegung wird selbst mitgeführt). Unser Gepäck wurde von Matratzenlager zu Matratzenlager transportiert und wir mussten nur genug Wasser dabei haben. Bei ca.40° braucht man da paar Liter.Dabei waren 2x erfrischende Flussdurchquerung mit viel Spass.Die „Matratzenlager“ waren jedes Mal 2-Mann-Hütten (immer wieder auf dem Plateau) mit toller Lage und Blick-besonders das HorseShoeCamp.
Zurück sind wir über das Roadhouse zum großen Aussichtspunkt des Canyons(übrigens der Zweitgrößte der Welt) gefahren,um noch mal die 500mTiefe zu bewundern.Weiter ging es zum Camp von „Felix Unite“,wo wir die Einweisung zur anstehenden Paddeltour auf dem OranjeRiver bekamen und anfingen, unser mitzuführendes Gepäck in die bereitgestellten Tonnen und Kisten zu sortieren. Am nächsten Morgen, nach einer Zeltnacht auf dem wunderschönen Campingplatz mit viel Gras,Pool,Bar,schönen Duschen,Einkausmöglichkeiten …der Start zu der 4tägigen Paddeltour.Durch eine traumhafte Landschaft mit vielen Vögeln paddelten wir mal im ruhig fliesenden Oranje, dann wieder durch Wirbelwasser und Stromschnellen dem jeweiligen Abendziel entgegen. Geschlafen wurde unter freiem Himmel. „Unsere Jungs“ – gemeint sind die 4 Guides , die unterwegs auf uns aufpassten und morgens, mittags uns abends für ein seeehr leckeres Essen sorgten- waren mehrfach beim Kentern unsere hilfreichen Retter, wenn das Boot „auf dem Bauch“ lag und wir in den Strudeln abgetrieben wurden.Es ist nichts Ernstes passiert- nur die Tonnen mit den Schlafsäcken waren doch nicht soooo dicht….aber Sonne und Wind machten alles bis zum Schlafengehen wieder trocken.Am 4 Tag wurden wir mit einem uralten Holzbus (mit Klingelzug zum Fahrer) wieder abgeholt, und nach dem Rückpacken auf dem Campingplatz gings auch schon weiter.
In Klein Aus Vista erwartete uns für 2 Tage eine schöne Lodge am Fusse der Ausberge.Von da aus Ausflüge zur Geisterstadt Kolmanskuppe und nach Lüderitz (es war Sonntag, es war wie ausgestorben,also kein Grund,sich da länger aufzuhalten) . Damit war noch Zeit ,und so ging es noch zum Diazdenkmal, wo wir von hoch oben Robben und viele Flamingos beobachten konnten.
Nächster Anlaufpunkt war Camp Sesriem. 5Uhr ging es am nächsten Morgen raus zum Sossousvlei und rauf auf die Dünen, den Sonnenaufgang genießen. Anschliessend noch eine Wanderung ins Deadvlei. Nach dem sehr späten Frühstück noch ein Abstecher in den immer wieder wunderschönen SesriemCanyon , Zelte abbauen und ab zum Apfelkuchen essen in Solitaire – wie man munkelt , der beste der Welt…naja, zumindest in Namibia.
Schon neigte sich der Trip dem Ende zu und kurz hinter Solitaire am Fusse des SpreetshoogtePasses erwartete uns noch mal mit Barchan Dunes eine besondere Lodge.
Wunderschöne grossräumige Bungalows in die Dünen gebaut- man sieht sie praktisch erst, wenn man davor steht.Weitsicht in flaches Grasland, ringsherum Felsen“hügel“, wo man sportlich hochkommt und einen Traumblick über die Landschaft hat.
Über den steilen,inzwischen gut ausgebauten Spreetshoogte Pass und das Khomas Hochland ging es nun zurück nach Windhoek. Einige blieben noch 1-2Tage länger. Ich hatte mich noch ins Chameleon Backpackers Windhoek für 2 Nächte eingebucht, eine sehr gute Wahl, wie ich finde. Und mehr als 2 Tage müssen in Windhoek selber wirklich nicht sein.
Nach 21 Tagen ging es dann – wenn auch im ZickZack- mit QatarAir über Doha zurück nach Frankfurt. Entscheidend für die Wahl dieser Airline war der Knallerpreis incl.Bahnfahrkarte.
Deutschland erwartete mich mit Frühlingstemperaturen, was nach 3 Wochen Durchschnittstemperatur von 35-38° dann sehr passte.
Auch wenn man Namibia „immer wieder kann“, wird es nun doch wieder andere Ziele geben….obwohl…???