Hallo harryhh,
da du im ersten Teil deiner Ausführungen mich persönlich ansprichst, will ich dir gern direkt antworten; natürlich sind diese Hinweise aber auch für Lombego und andere Interessierte gedacht.
Zunächst einmal bin ich fest davon überzeugt, dass das HC-Forum eine perfekte Plattform zum aktiven Austausch unterschiedlichster Ansichten sowie des vorhandenen Wissens aller User bietet. Es spricht also überhaupt nichts dagegen, im Gegenteil es regt die gerade aufkeimende Diskussion an, wenn du - wie häufiger schon - völlig anderer Auffassung bist. Diese Ausgangssituation bietet Lombego beste Chancen, seine persönliche Planung zu optimieren. Ganz nebenbei bemerkt: jeder Tourist plant seinen Tag bekanntlich mit völlig unterschiedlichen Schwerpunkten und Ansprüchen; daher ist es immer wieder schwierig, generelle Aussagen zu treffen .. das gilt zweifellos für alle Tippgeber.
Doch nun zu deinen Fragen: Natürlich hast du recht, dass man die insgesamt ca. 250 km lange Route und den Blick auf die Fälle locker in einem Tag erledigen kann. Ich persönlich würde erst gegen Mittag in Toronto aufbrechen und schon auf dem Weg zu den Niagara Fällen die wunderschöne Landschaft erkunden. Vor Ort gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die teilweise bereits von karlkraus angesprochen wurden. So würde ich - auch wenn es total touristisch ist! - eine meines Erachtens durchaus lohnende Fahrt mit der "Maid of the Mist" einplanen und dabei auf amerikanischer Seite zusteigen (spürbar weniger Andrang!). Für meine Gruppen sehe ich grundsätzlich auch den Board Walk "Cave in the Winds" vor, der ebenfalls ausnahmslos sehr gut ankommt. Hingegen würde ich die "Journey behind the Falls" auf kanadischer Seite nicht empfehlen => das dort eingesparte Geld kann man besser zusätzlich in eines der vielen Hotels investieren. Wir unternehmen regelmäßig auch einen Hubschrauber-Rundflug, der sehr beliebt ist.
Was die Frage nach dem Hotel betrifft, so will ich hier keine besondere Empfehlung aussprechen (auch weil im Forum bekanntlich keine Werbung zugelassen ist!). Gerade auf kanadischer Seite findet man eine ganze Reihe von guten Hotels in unterschiedlichen Preisklassen, so dass das eingeplante Budget entscheiden kann. Natürlich sollte man ein Zimmer mit Blick auf die Fälle buchen, auch wenn der Anblick bei Dunkelheit in der Tat recht kitschig wirkt .. aber der Tag ist ja lang und es ist nicht immer dunkel!
Je nach Lust und Laune kann man die Fälle dann am nächsten Tag in aller Ruhe zurück lassen und die Heimreise nach Toronto antreten. - Ich bin mir nicht sicher, ob dir aufgefallen ist, dass ich in meinem ersten Beitrag übrigens nicht davon gesprochen habe, dass man 2 Tage für den Besuch der Fälle einplanen sollte, sondern lediglich eine Übernachtung vor Ort empfohlen habe. Auch nach der Lektüre deines Statements bleibe ich dabei, für den Besuch der Fälle mehr als nur 2 Stunden einzuplanen, sondern auch die verschiedenen Stimmungen zu unter-schiedlichen Tageszeiten dort einzufangen. Aber: wie schon gesagt, man kann da völlig unterschiedlicher Meinung sein, die wohl alle ihre Berechtigung haben .. jeder entscheidet halt für sich!
Gleiches gilt für den Abstecher auf die Gaspé-Halbinsel. Natürlich ist es ausge-sprochen bedauerlich, wenn man diesen lukrativen Teil der Rundreise einspart. Aber: ansonsten reicht die Zeit nach meiner Auffassung wiederum nur für einen allerersten Eindruck. Wenn einem das ausreicht, dann ok! Ich persönlich würde diese Ecke für meinen nächsten Besuch - und den wird's sicherlich geben! - aufsparen und dann mehr Zeit investieren.
Bei der Ursprungsplanung von Lombego macht die Rundreise etwa 4.000 km aus .. für 16 Tage natürlich kein Problem, aber noch einmal: es kommt ganz entschei-dend darauf an, ob man in seinem Urlaub "Strecke machen" will oder ausreichend Zeit für die verschiedensten Begegnungen und Erlebnisse einplant. Ich persönlich möchte ein mir unbekanntes Land erleben und nicht durchfahren!!! Aber das ist natürlich Geschmacksache, über die es nicht zu streiten lohnt. Ich bin sicher, dass Lombego SEINE Reise nach SEINEN Bedürfnissen planen wird und uns später hoffentlich berichtet.
Viele Grüße von der Nordseeküste an alle
Andreas