
Hallo gewesene und zukünftige Spiceurlauber,
als erstes möchte ich sagen, dass ich hier niemanden angreifen oder beleidigen will – es ist halt so, dass der unten stehende Bericht leider genau so den Tatsachen entspricht, wie wir es erlebt haben – und dies uns auch keiner „streitig“ machen kann.
Weiters möchte ich noch festhalten, dass wir inzwischen 7 mal in der Türkei gewesen sind – immer in 5 * Hotels (Türkischer Standard) und sehr wohl den Unterschied zwischen einem 5* Hotel hier und in der Türkei kennen. Dass die Verarbeitung z.B. beim Verfliesen eine andere als hierzulande ist, wissen wir ebenfalls und würde uns auch nicht stören – aber lest bitte den Bericht, den ich eigentlich nur deshalb schreibe (eigentlich müsste ich jetzt Koffer auspacken), damit eventuell zukünftige Spiceurlauber und zwar speziell jene, die ein Familienzimmer in den Garten- Villengebäuden gebucht haben und in der nächsten Zeit vorhaben, dort Urlaub zu machen, sich ein Bild von den momentanen Zuständen dort machen können. Glaubt mir, ich ich würde euch auch viel lieber von einem positiven Erlebnis im Spice Spa erzählen, da wir bisher immer wunderschöne Urlaube in der Türkei verbracht haben und ich immer nur sehr gute Bewertungen abgegeben habe.
Ich werde für das Spice
und für das Ela Quality Resort
eine kurze Bewertung bei Hotelbewertungen abgeben – finde aber, dass unser spezieller Fall so detailliert hier in das Forum gehört und nicht in die Bewertung.
Nun zur eigentlichen Sache: 
Am 7.7. fuhren wir positiv denkend in das Spice Spa, zumal uns unser Reiseveranstalter schriftlich mitgeteilt hatte, dass die Familienzimmer, die wir gebucht hatten (Familienzimmer in den Garten/Villengebäuden) bereits fertig seien.
Nachdem wir ca. 3 Wochen vor Reiseantritt uns nocheinmal vergewissern wollten, ob auch tatsächlich alles fertig ist (wir würden sonst lieber vorher umbuchen, als vor „un“-vollendete Tatsachen gestellt zu werden) erhielten wir ein OK – alles fertig, bis auf Kleinigkeiten. Ja und jetzt kommen diese „Kleinigkeiten“.
Nachdem wir ca. 1 Stunde beim Einchecken warten mussten, (das Personal war ohnehin komplett überfordert), wussten wir spätestens bei Ankunft bei den Villas denGrund der Verzögerung. Sie waren noch nicht fertig –
Baustelle pur – außer – so schien es zuerst – und jetzt kommt’s – unser Zimmer. Ein Putzkommando von 5 Leuten verließ gerade unser Zimmer, als wir es „bezogen“. Ach ich hätte beinahe vergessen, dass wir auf dem Weg dorthin ca. 15 – 20 Bauarbeitern begegneten, die auf unserem Weg schrämmten, bohrten, schliffen, flexten usw. – danach gleich über mit Dreck gefüllte Betonziegel, die, nachdem sie vom Baustaub (am Meer geht ja bekanntlich auch ein Wind) durch Wasserbespritzen befreit werden sollten, so ein richtig netter Gaaatsch entstand. Anschließend mussten wir eine Absperrung überwinden (1 Bauarbeiter wollte uns gar nicht weiterlassen), damit wir unser Zimmer im 1. Stock erreichen konnten – ach und nicht zu vergessen das 2,5 m x 1 m breite Loch in der Wand – Falltiefe ca. 4 m zwischen Rohre – da waren wir schon froh, dass unsere Kinder schon ein wenig älter sind. Nachdem wir dann die Zimmerkarten benutzten, merkten wir, manchmal funktionieren sie – mal nicht – mal schon – mal nicht etc. Das lag an der tollen Elektrik, ja genau, die Elektrik, ein neues Zimmer, der erste Gast und das erste, was ich sah, war, dass die Schalter nur lose an den Wänden hingen. Als ich den Kleiderkasten öffnete, fiel mir von der Seite her ein großes, dickes Brett auf die Schulter (Abdeckung der Rohre in der Wand). Das Ablagefach, auf dem der Safe stand, war bereits kaputt. Der Boden besaß unter anderem große und kleine Löcher – gleich beim Hineingehen sah man es – daneben klebten ca. 4 cm große Betonpfropfen, mal größer, mal kleiner, die sich nicht entfernen ließen. Der gesamte Boden sah trotz Reinigung dreckig aus – der Dreck wurde reingearbeitet. Genauso sahen auch die Fenster- bzw. Terrassentür-umrandungen aus – Betonspritzer und Baudreck überall, wo man hinsah. Der Kühlschrank war nicht eingesteckt. Wir wollten dies nachholen, was aber leider auf Grund der Unzugänglichkeit nicht möglich war. 
Die Verlegung der Badfliesen habe ich so noch nie gesehen, wird vielleicht in 2 * Häusern so sein. Es fehlten am Rand und an den Ecken mehrere!!!!! Zentimeter – ah, das tut dann den Fersen und Zehen gut. Die Emailbeschichtung der Badewannen (und zwar ebenfalls in beiden Bädern unserers Familienzimmers) war an mehreren Stellen bereits abgekratzt und es sah so aus, als ob sie schon 10 Jahre alt wären. Im Klo befand sich ein brauner Farbkleks, der sich nicht wegputzen ließ, so dass man den Eindruck hatte, das Klo wurde gerade eben benutzt und nicht nachgeputzt. Der Deckel nur provisorisch angeschraubt. Die Wandfliesen (kleine grüne Quadrate) waren so verlegt, dass auf ca. 20 cm2 alles weiß war und das an mehreren Stellen. An den Wänden seitlich des Badspiegels befanden sich jeweils Löcher (wahrscheinlich kommt dann der Kosmetikspiegel hin – Föhn war ja schon vorhanden). Als wir uns dann auf die Terrasse begaben, um zu schauen, wie es mit den anderen Villas aussieht, bemerkten wir, dass wir wohl die einzigen Trottel waren, die hier die Zimmer „bezogen“ hatten. Gut, so schlau waren wir dann doch, dass wir unsere Koffer nicht auspackten, nur die Badesachen. Ja, unterdessen kamen noch weitere Bauarbeiter in unserer Zimmer, um irgendetwas zu machen – was genau, interessierte uns da schon nicht mehr. Denn wir bemerkten, dass bei allen anderen Villas noch in den Zimmern gearbeitet wurde. Wir mussten dann auch schnell wieder rein in das Zimmer, damit wir den Baustaub, inzwischen schrämmten und flexten die Arbeiter direkt bei uns, nicht einatmeten. Was wir aber noch sahen, war, dass auch der Pool zwar mit Wasser befüllt war, der Baudreck aber natürlich noch in den Becken lag. Die Sonnenliegen standen da, die Sonnenschirme ebenfalls (abgedeckt wohlgemerkt).
Nachdem wir uns die Anlage ansahen, beschlossen wir, dass wir eventuell bleiben würden, wenn wir zwei Doppelzimmer im Haupthaus bekommen würden. Unsere Kinder waren nämlich vom großen Pool begeistert, uns hat er auch gut gefallen, jedoch die Snackbar und das Sitzen im Poolbereich war nicht besonders gemütlich gestaltet. Den Kindern zuliebe versuchten wir auf eigene Faust in das Haupthaus umzubuchen. Wenn es nur nach meinem Mann und mir gegangen wäre, hätten wir sofort das Hotel gewechselt. Ich denke, dass es ein Front-desk Manager war (ein normaler Angestellter würde kaum so handeln) der mit uns sehr laut wurde, als wir ihn baten, dass er sich die Baustelle im Villenbereich ansehen sollte. Da auch wir sehr laut wurden (es wurden einige Gäste sehr laut – aus Unmut) kam er mit uns zu unserem Zimmer und wollte uns vom Gegenteil überzeugen. Als er sich jedoch die Hose beschmutzte und über Geräte und Kabel steigen musste, ihm der Baustaub in den Augen brannte, begann er laut zu telefonieren. Er bot uns daraufhin eine Suite im Haupthaus – 5. Stock – frontaler Meerblick – an, weiters noch eine Suite im 4. Stock – hinten – noch ein wenig größer. Man wird sich jetzt vielleicht denken, warum haben sie das nicht genommen? – das kann ich erklären: Wir hatten das Spice deshalb gebucht, da die Familienzimmer aus zwei abgetrennten!!!!!! großen Zimmern bestehen sollten, die insgesamt ca. 96 m2 groß sein sollten. Die uns angebotenen Suiten hatten keine abgetrennten Zimmer, waren ca. 60 m2 klein (alles offen über Mansarde) und waren ebenfalls „bau“dreckig und auch hier zeigte sich, dass alles schnell, schnell gemacht wurde. Zwei Doppelzimmer in wenig weiter Entfernung zueinander (wir waren eh schon so weit, dass die Zimmer keine Verbindungstür haben und dass sie nicht unbedingt ganz nebeneinander liegen mussten) konnte oder wollte??? er uns nicht geben. Langer Rede kurzer Sinn. Am späten Nachmittag war unsere Reiseleitung vor Ort – wir wurden sofort umgebucht auf unser Wunschhotel Ela Quality Resort – zwei Doppelzimmer mit Meerblick - direkt nebeneinander – ein wunderschöner und gelungener Urlaub im Ela Quality Resort (Aufpreis übernahm unser Reiseveranstalter).
Man kann es drehen und wenden wie man will, das Spice Spa Hotel hat in unseren Augen keine 5 türkischen Sterne verdient und würde es von uns auch nach Vollendung der Bauarbeiten nicht bekommen - maximal 3*+.
Es wurde einfach versucht, mit Hochdruck alles fertigzustellen, was jedoch mit einem großen Murx endete und nur mit einer aufwändigen Renovierung zu beheben ist.
Den Namen unseres Reiseveranstalters haben wir deshalb nicht genannt, da wir uns auf der einen Seite sehr über ihn ärgerten (die Aussage, dass eh alles fertig sei), auf der anderen Seite die Reiseleitung vor Ort sehr kompetent handelte und uns durch die unbürokratische Umbuchung (+ Aufpreis von ca. 900,-- Euro) zu einem Super Urlaub im Ela Quality Resort verhalf. 
LG
Birgit
Ich habe noch vergessen dazuzuschreiben, dass der Aufpreis für die Umbuchung in das Ela Quality Resort selbstverständlich von unserem Reiseveranstalter übernommen wurde.
LG Birgit