Nur mal aktuell, ohne selbst damit Erfahrungen gemacht zu haben:
bei CarDelMar kann man ab sofort Mauterfassungsgeräte dazubuchen Link
wauzih
Beiträge
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Maut in Portugal -
Madeira@ alsteff: na, denn willkommen zurück, freut mich, daß es Euch gefallen hat.
@ aschi-lg:
also meine Meinung ist: wer auf Madeira Halbpension bucht, ist selbst schuld.
Mit HP verpaßt man wirklich so einiges, bodenständige Restaurants sind preiswert, die madeirensische Küche ist vielseitig und beileibe nicht fischlastig, für ca. 10 bis 12 € wird man immer satt, wenn man sich nicht grad Edelrestaurants -von denen gibt's auch einige- ausguckt.
Um die Praia Formosa befinden sich mehr als genug Speise-Lokalitäten, und auf dem Weg in die Altstadt gibt's auch unterwegs mehr als genug davon, inklusive den derzeit noch einzigen Madeira-Niederlassungen von McDonald's und PizzaHut.Doch wenn man schon mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte man auch mal die ländlichen Restaurants ausprobieren, bodenständige Gerichte wie z.B. der "Espetada"-Fleischspieß sind dort qualitativ oft besser und preislich günstiger.
Sofern man selbst halbwegs Englisch spricht, dürfte es auch dort kaum Verständigungsprobleme geben.Falls Ihr Euch komplett selbst versorgt und Euch dort der Sinn nach Brot und Brötchen deutscher Machart stehen sollte:
"Padaria do Bruno" im "Centro Comercial Centromar",einem Einkaufscenter am östlichen Ende des Praia Formosa, Koordinaten für Google Earth:
32 38 04,07 N 16 56 48,77 WDer Inhaber Bruno Mendes ist zwar gebürtiger Madeirenser, hat das Bäckerhandwerk aber in Köln gelernt, und so backt er auch heut noch.
tschaui
das wauzih -
Budapest- Transfer Flughafen in die Stadt/Hotelhallo inspiration82,
zu Budapest kann ich zwar selbst nichts aus eingener Erfahrung beitragen, aber zu der Frage gibt es hier bei HC noch ein paar etwas ältere Tipps:
www.holidaycheck.de/reisetipp_bewertungen-Transport-ch_rt-zid_7149.html
Diese Tipps konnten seinerzeit zur Kategorie "Transport" abgegeben und abgefragt werden. Leider ist die Kategorie "Transport" seit etwa Mitte 2010 in allen Regionen bei den Reisetipps nicht mehr direkt abrufbar, sie sind aber noch vorhanden und können (ziemlich aufwändig) auch irgendwie gefunden werden -für mich unverständlicherweise, da diese Reisetippbewertungen zu allen möglichen Urlaubsregionen oft sehr wertvolle Infos enthalten, und daß die darin enthaltenen Infos durchaus gefragt sind, merkt man an der Zahl der Aufrufe: die Reisetippbewertung "Transfer Flughafen nach Budapest, Taxi und Metro" von 2006 wurde bis 2010 (seitdem findet man sie ja eigentlich nicht mehr) immerhin 4.160 mal aufgerufen, für einen Tipp zu einem Urlaubsziel der zweiten Reihe sicherlich ein Spitzenwert.tschaui
das wauzih -
Flugdauer ab Deutschlandpzl64:
Aber warum dauert das ganze dann über 3h länger wie der Nonstopflug?
Ist das so ein Umweg, Island liegt doch fast auf dem Weg...
Nun ja, für Anflug,Landung, Betanken, sonstiges Bodengewusel und Start auf den Azoren geht schon einiges an Zeit drauf, außerdem ist die Flugstrecke ja auch um ~300 bis 400 km länger.
Hab' mal bei GE gaaanz grob mit dem Lineal nachgemessen:
Luftlinie Deutschland (Mitte)-DomRep ~7.600 km
Luftlinie Deutschland (Mitte)-Azoren-DomRep ~3.150 km + ~4.800 km = ~7.950 km
Luftlinie Deutschland (Mitte)-Island-DomRep ~2.250 km + ~6.150 km = ~ 8.400 kmMan kann natürlich auch darüber spekulieren, ob evtl. auf den Azoren einige Passagiere inkl. Gepäck ausgeladen werden, frei buchen kann man das zwar nicht, aber bei Kreuzfahrttouristen könnte ich mir das durchaus vorstellen.
Aber gutt, kann man lange drüber spekulieren... -
Trennung aber Reise gebucht - welche möglichkeiten?...na, auf jeden Fall noch ein Grund mehr, keine Pauschalreise sondern Flug und Hotel getrennt zu buchen:
außer bei absoluten Billigtarifen kann man den Flug i.d.R. gegen Gebühr umbuchen, und die separate Hotelbuchung kann man bei vielen Portalen noch bis zum Anreisetag kostenfrei stornieren... -
Flugdauer ab DeutschlandAuf dem Hinweg wird eine Boeing 757-300 eingesetzt, die auch auf ihrem eigenen Rückflug auf den Azoren Zwischenstation macht. Die Reichweite dieses Typs dürfte mit ca. ca. 6.400 km 'n bißchen knapp für einen Non-Stop-Flug sein.
Auf dem Rückflug von Pommes ist es hingegen eine B 767, die schafft die Strecke mühelos in einem Rutsch.
tschaui
das wauzih -
MadeiraNa, ist doch auch gut, wenn mal jemandem Madeira nicht so gut gefällt: wenn alle dorthin wollten, würde es mir sicherlich zu teuer

Doch um einen Vergleich Madeira vs. Azoren anzustellen, kann man dies m.M. am besten anhand eines Vergleichs konkreter Gegebenheiten:
Zunächst sind die Azoren erheblich dünner besiedelt als Madeira, dazu hier ein Vergleich von Madeira zur Azoren-Hauptinsel Sao Miguel:
Fläche: Madeira ~740 Quadratkilometer, Sao Miguel ~746 qkm
Bewohnerzahl: Madeira ~230.000 , Sao Miguel ~140.000
Bevölkerungsdichte: Madeira 311 Einwohner/qkm, Sao Miguel 187 Einwohner/qkm.Hinzu kommt noch, dass Madeira erheblich steileres Gelände aufweist, was bedeutet, dass das besiedelbare Gebiet erheblich kleiner ist. Somit sind einige etwas flachere Teile Madeiras an der Südküste natürlicherweise dichter besiedelt.
Da aber hier die Rede von „den Azoren“ und nicht nur von der Hauptinsel ist:
Auf allen Azoreninseln zusammen genommen leben etwa 247.000 Einwohner auf einer Gesamtfläche von ca. 2.333 qkm; die daraus resultierende Bevölkerungsdichte von etwa 106 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht ungefähr einem Drittel des Madeira-Wertes.
Insbesondere die Siedlungsweise ähnlich einem zum Meer hin geöffneten Amphitheater in den Bereichen Funchal und Camara de Lobos auf Madeira suggeriert im Übrigen eine höhere Bevölkerungsdichte als tatsächlich vorhanden, wobei deren individuelle Wahrnehmung natürlich unterschiedlich ausfällt: der eine findet diese Bauweise schrecklich, der andere faszinierend.
Diese Bebauungsdichte ist auf Madeira an der Südküste etwa von Camara de Lobos bis Santa Cruz anzutreffen, somit betrifft sie gaaanz grob gemessen etwa 15% der gesamten Küstenlänge.Doch natürlich sollte man auch einen Vergleich der Hoteldichte anstellen, gerade „Bettenburgen“ tragen ja oft erheblich zu einem negativen Erscheinungsbild bei.
Madeira verfügt insgesamt (je nach Quellenlage) über 30.000 bis 33.000 Gästebetten, für die gesamten Azoren dürften es ca. 8.000 Gästebetten sein, wovon etwa 50% auf Sao Miguel entfallen sollten.
Etwa 24.000 Gästebetten auf Madeira sind in den Bereichen Funchal und Canico/Canico de Baixo konzentriert, der Rest verteilt sich doch ziemlich gleichmäßig über den Rest der Insel, meist in Küstennähe. Es sollte bei Bedarf auch keine Schwierigkeit sein, ein etwas einsameres Hotel auf Madeira zu finden.
Die Hauptkonzentration an Hotels auf Madeira findet man sodann im Bereich der Estrada Monumental in Funchal, wo auf einer Küstenlänge von ca. 4 km Länge eine doch ziemlich dichte Bauweise vorherrscht. Im anderen Touristen-Zentrum von Canico de Baixo fällt die Konzentration von Hotels m.M. nicht so sehr in’s Auge, weil sich die Bebauung doch sehr verteilt bzw. immer wieder von normalen einstöckigen Wohn- und Ferienhäusern unterbrochen wird. Sicherlich gibt’s hier wie dort auch Sachen, die man besser gelassen hätte, das „Ding“ an der Zufahrt nach Canico de Baixo in der Nähe von Klenk’s Cafe hätte man sich m.M. besser gespart.
Doch wenn man mal lästern möchte: so sehr einfallsreich sind die Hotelarchitekten auf den Azoren -in diesem Fall auf Sao Miguel- auch nicht: Klick
doch diese Bauten in der Mitte des Bildes dürften ebensowenig beispielhaft für die gesamten Azoren sein wie die Estrada Monumental für ganz Madeira.Nun ja, wenn man denn die Einsamkeit sucht, hat man auf den Azoren dann natürlich die größere Auswahl, doch andererseits sollte man berücksichtigen, dass sich solche Bebauungsdichten auf Madeira doch nur auf ganz wenige Bereiche konzentrieren.
Insgesamt lässt sich somit kaum ein aussagekräftiger Vergleich anstellen, dazu ist der Tourismus auf den Azoren einfach (noch?) zu gering.Um jedoch eine Vorstellung davon zu haben, welche Wertigkeit die Hotelbettenzahlen auf Madeira denn haben, sei hier noch ein Vergleich mit einer wirklichen Touristenhochburg wie Gran Canaria gestattet:
Wie schon oben geschrieben, konzentrieren sich die Hotels auf Madeira auf ein Gebiet mit einer Küstenlänge von ca. 20 km Länge (Luftlinie gemessen). Dort sind etwa 24.000 Hotelbetten zu finden.
Im Süden von Gran Canaria hingegen sind auf etwa 30 km Küstenlänge (ebenfalls Luftlinie) 150.000 bis 170.000 Gästebetten (je nach Quellenlage unterschiedliche Zahlen) anzutreffen, somit in diesem Gebiet eine etwa 4fach höhere Dichte als im vergleichbaren Areal auf Madeira zu verzeichnen ist.Für mein Geschreibsel hier habe ich zum einen Zahlen und Fakten hauptsächlich aus wikipedia verwendet, ein großer Teil der Infos stammt aber auch aus einem Vorlesungs-Skript „Atlantische Inseln II“ der Universität Graz, in dem der Autor H. Wakonigg einen m.M. sehr interessanten Vergleich u.a. von Bevölkerungsentwicklung und Tourismus auf und zwischen den Atlantikinselgruppen Kapverden, Kanaren, Madeira und Azoren anstellt. Sofern es gestattet ist, als Quellenangabe hier mal der Link dazu: Klick
ist zwar 'ne ganze Menge, aber ich find's lesenswert.boa viagem
das wauzih -
Bei Flugänderung Reise stornieren?zeron161:
.../...
Es gibt genug global operierende Logistik Unternehmen deren Termin und Zeitplanung exakt funktionieren, .../...
Nun ja, das funktioniert bei Warentransporten auch nicht wirklich immer wie geplant, doch sind die Folgen für die Beteiligten bei einer Abweichung beim Transportvertrag von Waren und Gütern grundsätzlich anders gelagert, was letztlich an den unterschiedlichen branchenüblichen Vertragskonditionen liegt.
Falls ein Warenlogistikunternehmen die vereinbarten Vertragskonditionen nicht einhalten kann oder aus ökonomischen Zwängen abändern möchte, dann sind alle daraus entstehenden Belastungen i.d.R. Sache des Auftragnehmers.
Beim Personentransport und dann insbesondere bei Pauschalreisen sehen die allgemein üblichen Vertragsbedingungen -wie bekannt- total anders aus.
Und da ist es logisch, daß angesichts der auf den branchenüblichen Vertragsgrundlagen basierenden Folgen ein Warenspediteur im Frachttermingeschäft anders motiviert ist als ein Personentransporteur in Pauschalreisesegment.
tschaui
das wauzih -
MadeiraSo, nu' mal noch zu aktuellen Beeinträchtigungen von Wanderungen auf Madeira nach den sommerlichen Bränden:
als Auswirkung davon ist derzeit nur noch der Weg "PR 17 - Caminho do Pináculo e Folhadal" (portugiesische Bezeichnung) gesperrt, übertragen auf die in den gängigen Wanderführern beschriebenen Touren bedeutet das:für den Wanderführer „Madeira“ aus dem Michael-Müller-Verlag:
Tour 22: „Die Runde vom Lombo do Mouro über den Aussichtsberg Bica da Cana“
der erste Teil des Weges dürfte stark mitgenommen sein, also besser drauf verzichten.und für den Wanderführer „Madeira“ aus dem Rother-Verlag:
Tour 38: „Botanisieren im Folhadal“
der erste Teil (und natürlich auch der Rückweg) sind ziemlich stark mitgenommen, der Weg ist aus gutem Grund gesperrt, da oberhalb des Weges auch das Wurzelwerk Schaden genommen haben könnte und somit die Möglichkeit besteht, daß sich dort Steine und Felsbrocken lösen könnten.
Tour 39: „Von Bica da Cana zum Pinaculo“
diese Strecke sollte eigentlich ziemlich in Ordnung sein, lediglich im Bereich des Pinaculo-Berges (Ziel der Strecke) könnte es Beeinträchtigungen geben.In den Bereichen der auf Seite 30 dieses Threads genannten Wanderungen gibt es natürlich ab und an Stellen, die zur Zeit noch ziemlich verkokelt ausschauen.
Davon ab gibt es natürlich immer wieder mal Sperrungen von Wegen aus anderen Gründen, dazu hier nochmal der Link zu visitmadeiraschön's Grüß'le
das wauzih -
MadeiraMuendelein:
hallo wauzih,
muss man denn unbedingt mit GPS durch die Gegend rauschen?
Hallo Muendelein,
nö, ist auch meine Meinung, daß man im Auto auf Madeira oder auch anderswo nicht unbedingt ein Navi haben muss, meineiner kann jedenfalls auch gut ohne leben.Aber es kommt halt auch auf die eigenen Bedürfnisse an. Wenn der Urlaub nur kurz ist und man mal eben flott das eine oder andere ansteuern möchte und sich vor Ort überhaupt nicht auskennt, kann's hilfreich sein- nur auf Madeira sollte man sich bei den vielen Tunneln und in engen Tälern nicht bedingungslos drauf verlassen.
Beim Wandern schaut's allerdings anders aus, da möchte ich mein Garmin nicht mehr missen, doch auf 'ne vernünftige Karte sollte man auch dabei nicht verzichten.
schön's Grüß'le
das wauzih -
MadeiraHallo Annika,
na, da hat TAP ja wohl einen rabenschwarzen Tag gehabt, tut mir ehrlich leid für Euch, hab' ich bei unseren doch sehr zahlreichen Flügen mit denen so eklatant noch nicht erlebt.
Abgesehen von den Ratschlägen in anderen Teilen des Forums würd' ich's mal hier versuchen: flightright
ich hab das mal grob auf dieser Seite im "Entschädigungsrechner" durchgespielt, danach könnten pro Nase 250 € Entschädigung drinsitzen, wäre ja auch was. Andererseits -wenn's eine Pauschalreise war- müßte ja auch das Reisebüro etwas dazu sagen können.
viel Glück erstmal
das wauzih -
MadeiraDabei fällt mir ein, daß ich bei meinen obigen „Regeln“ noch eine
vergessen habe, quasi
Regel 9:
nach dem Tunnel ist vor dem Tunnel, und im Tunnel ist vor dem nächsten Tunnel, bevor’s wieder in einen Tunnel und über 'ne Brückein den nächsten Tunnel geht
Das betrifft dann hauptsächlich die Schnellstraße „ViaRapida“, und woran man sich als Madeiraneuling erstmal gewöhnen muss. Wie schon anderswo geschrieben, erschweren diese vielen Tunnel die Navigation mit modernen Mitteln doch erheblich, weil in den vielen Tunneln natürlich kaum GPS-Empfang möglich ist.
Andererseits macht es diese relativ neue Straßenführung erst möglich, eine touristische Erkundung der Insel in relativ kurzer Zeit zu bewerkstelligen.
Eine halbwegs flotte Umrundung der Insel ist somit etwa seit Beginn der 2000er Jahre möglich: diese inselumfassende Schnellstraßenführung hat ungefähr die Form einer liegenden „Acht“. Sie hat insbesondere im Nordosten noch Lücken, doch sie ermöglicht es prinzipiell, mit einigen Abstechern etwa zur Hochebene „Paul da Serra“ im Westen und zur Halbinsel „Sao Lourenco“ in wenigen Tagen die „gesamte Insel gesehen zu haben“.
So weit, so gut, doch dies kann natürlich nur ein oberflächlicher Eindruck sein.
Das Besondere an Madeira ist eigentlich, dass man diese Erkundungen quasi endlos ausdehnen kann, es gibt immer wieder Neues und Anderes zu entdecken. Dank den ein paar Beiträge vorher beschriebenen „Verirrungen“ bei unseren ersten Besuchen haben wir schnell diese Vielfältigkeit bemerkt.
Bedingt durch die zerklüftete geografische Struktur gibt es in den vielen einzelnen Tälern nicht nur eigene Mikroklimata und damit verbunden auch oft erstaunliche Unterschiede in der Vegetation in engster Nachbarschaft, auch den jeweiligen Ortschaften und ihren Bewohnern ist diese durch die Abgeschiedenheit unterschiedliche Entwicklung auch heute noch anzumerken: bis zu Beginn des 21.Jahrhunderts waren viele Orte nur auf dem Seeweg oder über sehr zeitaufwändige Wegeführungen zu erreichen, und die „Casas de Colmo“ in Santana sind nur ein Beispiel von vielen für diese unterschiedlichen Entwicklungsformen.
Ähnlich ist es bei den Wandermöglichkeiten: in den verschiedenen gängigen Wanderführern sind etwa 60 unterschiedliche Hauptwanderungen beschrieben. Insbesondere durch das System der Levada-Bewässerungskanäle ergeben sich darüber hinaus noch hunderte Möglichkeiten mehr, welche beileibe keine Variationen der Haupttouren sind, und die in immer neue unterschiedliche Winkel der Insel hineinführen- und dies nicht etwa nur für Wandercracks, sondern auch für Gelegenheitswanderer, ein bisschen Erfahrung und vernünftige Ausrüstung natürlich vorausgesetzt.
Und so ist es bei unseren Madeira-Urlauben noch heute so,dass ¾ daraus bestehen, jeweils morgens zu einem Tagesziel –welches aufgrund der Wetterlage durchaus unterwegs noch gewechselt werden kann- aufzubrechen, und dort eine Wanderung zu unternehmen. Auf der Rückfahrt gibt’s dann meist einen Abstecher in irgendeinen Abzweig hinein, der einen dann sonstwo hinführen kann, in ein abgeschiedenes Dorf, ein Tal, auf einen Bergrücken, wo es immer wieder anders, immer wieder neu ist, wo die Kartoffeln anders schmecken und das Brot, wo jede kleine Bar ein anderes Schmankerl zu bieten hat, wo es anders riecht und es immer neue Aussichten gibt, und das ist eben Madeira.
Wie das insbesondere hinsichtlich der kulturellenUnterschiede zukünftig sein wird, dürfte allerdings die Frage sein: durch die modernen schnellen Straßenverbindungen hält der moderne Zeitgeist auch in diehinteren Winkel Einzug, ebenso die neuzeitlichen Sozialsysteme. Und so befürchte ich fast, dass "dieses" Madeira nicht mehr sehr lange Bestand haben könnte: warum sollten die Menschen auch aufwändig und mühselig die Terrassenfelder beackern, wenn sie z.B. die dort herangezogenen und mühevoll abzutransportierenden Kartoffeln auch für ein paar Cent wenige Kilometer weiter im Supermarkt billig einkaufen können,warum sollten sie Schafpferche aus geschichteten Steinmauern errichten und instand halten, wenn sich flott und günstig dort auch Stallgebäude aus Stahlträgern und Thermoblechen bauen lassen, und warum sollten sie größere Felder mit Zäunen aus geflochtenen Weiden gegen den Wind schützen, wenn auch ein Verbau aus Kunststoffzäunen diesen Zweck wesentlich günstiger erfüllen kann.
Insofern sehe ich die Zukunft ein wenig skeptisch, und so kann ich nur dazu raten, bei Interesse Madeira möglichst bald zu besuchen, wenn man es noch in dieser Form erleben möchte, in 20 Jahren dürfte Vieles davon verschwunden sein.
Bestand haben dürften jedoch die Levadas, vielleicht wird sich ihre Form vielerorts auch verändern –größere Wassermengen werden vermehrt in dicken Rohren zu Tal geführt und dabei durch Wasserkraftwerke geleitet- jedoch können sie ihre Sammelfunktion nur als kleine offene Kanäle erfüllen,und ohne diese Art der Wassersammlung wäre die Zivilisation auf Madeira auch im 21.Jahrhundert nicht lebensfähig.
tschaui
das wauzih -
Madeira...na, und der Apfelkuchen nebst Kaffee, den diese Pizzeria nachmittags im Programm hat, ist mir auch schon mehrmals einen Halt auf dem Weg zum oder vom Pico Ruivo oder Queimadas wert gewesen. Wenn der dann auch vernünftige Pizza macht (keine Ahnung) kann der Laden garnicht so schlecht sein

Gegenüber dieser Pizzeria führt übrigens eine der Straßen (Estrada Dr. Agostinho Cardoso-Medico- bißchen lang zum merken) in den Ortskern von Santana.
schön's Grüß'le
das wauzih -
MadeiraHallo Sunrise,
die lange schmale und im oberen Teil auch schnurgerade Straße wird wohl die nach Queimadas gewesen sein.
Wenn man von von dort wieder runterkommt und etwa an der dritten bis fünften rechtsab führenden Straße rechtsab biegt, kommt man in den Ortskern von "Schlumpfhausen".
Santana dehnt sich flächenmäßig ziemlich stark aus, da kommt man in der Ecke von Madeira zwangsläufig irgendwo an einem Ortsschild mit der Aufschrift vorbei, und ab und an sieht man dann auch mal eines dieser Häuser, schwerpunktmäßig jedoch im genannten Ortskern.
Nun ja, wir waren bis jetzt 13mal auf der Insel, doch da kenne ich etliche Leute, die schon öfters da waren.
Unsere ersten Besuche fielen in die Zeit der großen Straßenbauwut dort. Da konnten die Straßenkarten garnicht so schnell gedruckt werden wie neue Wegführungen entstanden. Dementsprechend oft haben wir uns damals verfahren, und da hab ich mir im Laufe der Zeit meine eigene "Madeira-Logik" zurecht gebastelt.
Regel 1: alle Straßen führen irgendwie nach Funchal
Regel 2: verlass' Dich nie darauf, daß dort wo es am nötigsten wäre, auch ein Hinweisschild steht
Regel 3: sofern Hinweisschilder vorhanden sein sollten, sind alle Orte ausgeschildert, nur nicht der, zu dem Du hinwillst
Regel 4: siehst Du den Ort zu dem Du möchtest schon aus der Ferne, mußt Du mit ziemlicher Sicherheit erstmal in die entgegengesetzte Richtung fahren
Regel 5: guck' deshalb vorher auf die Karte und lerne den Straßenverlauf und die Ortsnamen möglichst auswendig
Regel 6: denk' daran, daß die Straße, die laut Karte 50 m neben Dir sein müßte, auch 300 m tiefer verlaufen kann
Regel 7: wenn die Straße von der Karte in der Realität wirklich nicht da ist, versuch's mit Kompass, Sonnenstand oder Mond
Regel 8: bleib bei Neumond im Hotel, schlechtes Karma
tschaui
das wauzih -
MadeiraHallo Sunrise,
willkommen zurück und Danke für den Bericht
Na, diese Strohhäuschen -angeblich heißen sie "Casas de Colmo"- werden ja überall beworben, und "in Santana" sollen sie sein, doch bei einer halbwegs flotten Rundfahrt tut man sich schwer, sie zu finden. Meist sieht man nur die -vermutlich sind's die- von Dir genannten beiden Häuser an der Hotel- Ferienhaussiedlung "Cabanas Village". Diese beiden Hütten sind wohl die meistfotografierten Häuser von ganz Madeira.
Doch streng genommen befinden sich diese Beiden nicht in Santana, sondern bereits im Nachbarort Sao Jorge.
Im eigentlichen Ortskern von Santana gibt es jedoch noch etliche mehr davon, sogar die Filiale einer Bank befindet sich dort in einem etwas überdimensionierten Nachbau .
Doch dieser Ortskern von Santana, den angeblich die ganze Welt kennt nur man selbst nicht, ist bei einer flotten Rundfahrt leicht zu übersehen, er liegt auch ein wenig -hmm- unscheinbar.
Für's nächste Mal hier der Versuch einer Wegbeschreibung (Karte hier anfügen wäre natürlich besser, aber nicht möglich, doch ich lass mir mal was einfallen):
Von Machico (östliche Südküste) aus ist Santana eigentlich klar ausgeschildert. Man fährt durch mehrere Tunnel auf der VE1 Richtung Norden und kommt dann erstmal durch Faial mit dem bekannten Adlerfelsen. Von dort geht es noch weiter Richtung Santana durch einen etwas längeren Tunnel, der am Ende eine lange Linkskurve hat.
Kurz nach Ende dieses Tunnels kommt man in einen größeren Kreisverkehr (am Kreisel liegt etwas erhöht ein größerer Supermarkt) , und da ist man eigentlich auch schon im Ort Santana -der Knackpunkt ist, daß man dies kaum merkt, wirklich wahrnehmbare Hinweise gibt's nicht- und so fährt man unwillkürlich weiter Richtung Sao Jorge, sieht dort die beiden oben genannten Häuser und fragt sich, ob das schon alles war kopfkratz .
Man sollte im oben genannten Kreisel jedoch "landeinwärts" abbiegen, Richtungsschilder Queimadas/Pico das Pedras/Parque Tematico und sich dann gleich links halten, dort befindet sich der eigentliche Ortskern von Santana mit den Häusern, na klar, 'nen (niedrigen) Kirchturm an dem man sich orientiern kann gibt's dort auch, ist aber von der Hauptstraße nicht so wirklich auffällig.edit: und zu dieser Kirche denn noch die Geschichte des Ortsnamens "Santana" (ist vielleicht auch wegen der Namensgleichheit mit der Latino-Pop-Stimmungskapelle gleichen Namens interessant): die Ortskirche ist der Ortsheiligen Santa Anna (Heilige Anna) geweiht; aus dem Zusammenziehen der Worte Santa+Anna entstand ganz einfach in Kurzform der Ortsname Santana

bis denne
das wauzih -
MadeiraSo, und da durch die Brände der letzten Woche natürlich auch einige der beliebten Wanderungen zeitweise gesperrt sind, hier mal ein aktueller Link zur Liste der gesperrten Wanderwege bei visitmadeira , eine Beschreibung dieser Wege (PR Wege, für die auch der Name "Vereda" gebräuchlich ist) selbst gibt's hier .
Da sich die meisten Urlauber jedoch eher an Wanderführern in Buchform orientieren, habe ich die obigen Angaben mal so halbwegs auf die Angaben in gängigen Wanderführern übertragen.Hier also die Listen derzeit gesperrter oder teilweise nicht gehbarer Wanderwege
aus wauzih's Sicht:zunächst für den Wanderführer „Madeira“ aus dem Michael-Müller-Verlag:
Tour 2: „Von Marocos zum alten Canical-Tunnel“, im Bereich des Ribeira-Seca-Tales.
Tour 5: „Von Camacha nach Assomada“
Tour 6: „Auf der Levada dos Tornos nach Monte“
Tour 7: „Von Monte hinunter nach Funchal“
Tour 20: „Von Curral das Freiras über den Hauptkamm zum Encumeada-Pass“
Tour 21: „Von der Boca da Corrida zum Encumeada-Pass“
Tour 22: „Die Runde vom Lombo do Mouro über den Aussichtsberg Bica da Cana“
Tour 27: „Von Boa Morte zu Cabo Girao“
Tour 28: „Rundwanderung bei Fontes“
Tour 29: „Von Ponta do Sol nach Ribeira Brava“Und hier die Liste für den Wanderführer „Madeira“ aus dem Rother-Verlag:
Tour 1: „Abstieg von Monte zur Levada do Bom Successo“
Tour 3: „Vom Cabo Girao nach Boa Morte“
Tour 4: „Von Boa Morte entlang der Levada do Norte“
Tour 6: „Von Monte zum Jardim Botanico“
Tour 9: „Von Camacha nach Monte“
Tour 13: „Von Marocos zum Canical-Tunnel“
Tour 14: „Vom Canical-Tunnel nach Porto da Cruz“
Tour 32: „Über den Pico Ruivo zum Encumeada-Pass“
Tour 37: „Von der Boca da Corrida zur Boca da Encumeada“
Tour 38: „Botanisieren im Folhadal“
Tour 39: „Von Bica da Cana zum Pinaculo“...und schon klar: die Liste hab’ ich mir aus den Meldungen und meinen eigenen Ortkenntnissen zusammen gezimmert, für Vollständigkeit, Beständigkeit und sonst welche Nebenwirkungen kein Gewehr & keine Flinte, und vor Ort auch mal selbst Augen und Ohren offen halten.
Nun ja, und es bleiben in jedem Fall noch genüüügend offene Wanderwege, um damit nicht nur einen Madeira-Urlaub problemlos füllen zu können.
bis denne
das wauzih -
MadeiraNa, ich hoffe mal, daß die beiden Neu-Urlauber ihren Urlaub nun genießen können, da nach letzten Meldungen die Brände auf Madeira derzeit bis auf einige kleine Restfeuerchen gelöscht sind.
Hoffen wir mal, daß das so bleibt...
schön's Grüß'le
das wauzih -
MadeiraNun ja, die Erste-Klasse-Version hab ich selbst noch nie mitgemacht, immer nur normale "Holzklasse".
der Firstclassbereich ist auf dem oder den oberen Decks. Der Hoteltransfer in Funchal ist meines Wissens auch bei der Normalversion mit im Preis drin.
Ist m.M. nach eine Kalkulationsfrage hinsichtlich der sonst kostenpflichtig hinzubuchbaren Leistungen wie der Inselrundfahrt auf Porto_Santo. Wenn man die sowieso mitmachen möchte und sonst hinzubuchen würden, beides zusammen in dem Erste-Klasse-Paket nur geringfügig teurer ist wie Normalversion+Rundfahrt+Snack, und einem ein etwas exklusiveres Ambiente eher zusagt, kann man's ja mal ausprobieren.
Das Preisniveau für Speisen und Getränke war immer recht moderat, die Frage ist nur, ob man auch wirklich Hunger hat, denn wie schon hier beschrieben: oft geht's ziemlich hoch her bzw. rauf&runter, und selbst wenn man selber einen seeehr robusten Magen haben sollte, hält sich u.U. der Appetit angesichts einiger Tonnen "Neptunsopfer" rings umher in Grenzen -und das dürfte in der Firstclass nicht anders sein als unten drunter- und schon bei der Ausfahrt in Funchal reichlich Reisetabletten einwerfen.
wohl bekomm's -
MadeiraNa, hört sich doch gutt an.
Einzig bei den Ausfahrten per Boot könnte der Wind ab und an einen Strich durch die Rechnung machen, der ist zur Zeit noch ein wenig kräftig, doch mit ziemlich nachlassender Tendenz, und weniger Wind bekommt den Flächenbränden auch nicht so gut.
grüß' mir die Insel -
MadeiraHallo meer_fan,
na, bis jetzt würd' ich den Kopf nicht hängen lassen.
Zunächst mal Grundsätzlich:
Madeira ist kein Urlaubsziel, zu dem man sich eine allzu starre Abhak-Liste machen sollte, zu vielfältig können die Wetter- und Umwelteinflüsse sein, die ein solches starres Programm wahrscheinlich in's Wanken bringen.
Andererseits bewirkt die geographische Struktur der Insel, daß negative Einflüsse wie aktuell z.B. an der zentralen Südküste oder punktuell im Westen an der Ost- oder Nordküste überhaupt nicht zu spüren sind- sie betreffen derzeit auch ca. 10% der ganzen Insel. Umgekehrte Situationen (Norden hopp, Süden Topp) haben wir dort ebenfalls schon öfter erlebt, und ich kann nicht behaupten, daß mal einer unserer mittlerweile doch ziemlich zahlreichen Madeiraaufenthalte mal eher negativ denn positiv gewesen wäre.
Die derzeitigen Brände dürften schnell wieder Geschichte sein, und ich denke mal, daß man aus der Vergangenheit gelernt hat und ein wenig wachsamer ist. Seitdem sind -relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit- auch etliche Präventionsmaßnahmen getroffen worden, so wurde z.B. etwa 300 m unterhalb des Pico-Arieiro-Gipfels eine breite Brandstraße fast rund um dieses Bergmassiv herum gebaut; ein Grund für die Ausbreitung der Brände in 2010 war, daß die Feuerwehr in diesem Gebiet zu lange brauchte, um das Feuer noch wirksam eindämmen zu können.
Wenn man als Urlauber das Ganze ein wenig flexibel handhabt und sich ab und an informiert -Möglichkeiten s.o.- sollte man sich die Stimmung nicht vermiesen lassen.
boa viagem
das wauzih