Wir haben die Rundreise von West nach Ost von Neckermann Mitte Mai 2014 gemacht. Ich will hier dann mal unsere Ergänzungen niederschreiben...
Zunächst einmal war die Wahl eine geführte Rundreise zuunternehmen für uns auf alle Fälle richtig. Selbst Auto zu fahren kam für uns nicht in Frage und öffentliche Verkehrsmittel wären uns auf alle Fälle zu unbequem gewesen. Schon allein auf Grund der Tatsache, dass wir für unseren anschließenden Tauchurlaub das Equipment dabei hatten.
Wenn ich mir den Reiseverlauf von Reisefieberfernweh so durchlese dann gibt es zwar ein Rahmenprogramm welches bei allen identisch ist,aber der Rest hängt dann doch entscheidend von der begleitenden Reiseleitung und wahrscheinlich auch von der Gruppenstärke ab.
Wir waren mit 23 Teilnehmern unterwegs und somit auch mit einem richtig großen Reisebus.
Unser Rundgang in Havanna war ähnlich, wurde aber auf Grund wolkenbruchartiger Regenfälle ein bisschen gekürzt. Wir waren zusätzlich noch in einem Lebensmittelgeschäft, wo die Kubaner mit Pesos und Lebensmittelkarten einkaufen, hier gab es sehr interessante Erläuterungen von dem Verkäufer,übersetzt durch unsere Reiseleiterin. Eigentlich hatten wir uns fakultativ auf eine Stadtrundfahrt in Oldtimercabrios für 10 CUC p.P. geeinigt, diese ist dann leider aber auch dem Regen zum Opfer gefallen. Dafür hat unsere Reiseleiterin mit uns einen Stopp im Hotel National gemacht und uns da die öffentlichen Räume gezeigt. Da wir 2007 schon mal für eine Woche in Havanna waren und dieses Mal auch schon 2 Tage vorher da waren, um die Stadt in Ruhe zu genießen und uns zu akklimatisieren, kam uns der kurze Aufenthalt entgegen. Sonst hätten wir das auch eher als zu kurz angesehen.
Als wir wieder in unserem Hotel waren haben wir uns im Supermarkt gegenüber mit Wasser für die Rundreise eingedeckt. Vorschlag unserer Reiseleiterin war 5 L Kanister zu nehmen und diese dann umzufüllen. Wir haben lieber 6 x 1,5 L Flaschen genommen und sind damit auch gut ausgekommen. Man trinkt ja zusätzlich zwischendurch noch andere Dinge außer dem Wasser
Der 2. Tag ist bei uns identisch verlaufen wie bei Reisefieberfernwehauch die fakultativen Stopps waren dieselben. Der Badestopp war bei uns in der Cayo Largo, bei der Cueva de los Peces sind wir ein bisschen durch den Wald gewandert und unsere Reiseleiterin hat uns den Nationalvogel zeigen können. Zusätzlich hatten wir am Ende der Etappe noch das Glück der Krebswanderung beiwohnen zudürfen. War zwar nicht so krass wie in manchen Naturdokus gezeigt, aber trotzdem noch beeindruckend. Wer wollte konnte aussteigen und wir konnten dort sehr coole Fotos machen.
Da unser Busfahrer Verkehrsschilder wohl eher als grobeVorschläge angesehen hat, waren wir zeitlich ein bisschen früher an den angestrebten Etappenzielen. Außerorts ist er immer 120 km/h gefahren, innerorts dauerhupend und wild gestikulierend immer so um die 80 km/h. Überholt wurde auf gut Glück. Aber es ist alles gut gegangen, da die restlichen Verkehrsteilnehmereher defensiv gefahren sind. Unsere Reiseleiterin hat aber mehrfach betont, dass er noch nie einen Unfall gehabt hat. Keine Ahnung ob sie uns nur beruhigen wollte 
In Trinidad waren wir bereits vormittags, haben dann zunächst die Töpferwerkstatt besucht, haben dann einen Stadtrundgang gemacht und waren dann in einem Kolonialhaus mit nettem Aussichtsturm. Danach durften wir einer afrikanischen Voodoo-Tanzvorstellung beiwohnen. Dort saß man sehr nett unter einer begrünten Pergola und die Cocktails waren lecker. Hinterhergab es eine Stunde Freizeit um in Trinidad shoppen zu gehen. Wir haben uns stattdessen noch nen Cocktail gegönnt, weil man dort so herrlich im Schattensitzen konnte. Nach einem weiteren kurzen Stadtrundgang gab es dann Mittagessen. Fakultativ angeboten wurde uns für den Nachmittag der Besuch eines botanischen Gartens, des Che Guevara Museums, oder ein Ausflug in eine Kaffeeplantage. Die Kaffeeplantage wurde von unserem Fahrer als mit dem großen Bus nicht machbar gekippt und da man sich dann auf keine Alternative einigen konnte ging es für uns auch ins Valle de Igenios, wo wir 3 Stopps gemacht haben. Hierfür haben wir keine fakultative Gebühr bezahlen müssen.
In Sancti Spiritus waren wir an einem Samstagabend. Unser Hotel „Plaza“ lag direkt am Hauptplatz wo am Samstagabend Open Air Disko war,wir hatten abends eine Menge Spaß von der Terrasse aus mit guten Mojitos dem Treiben zuzuschauen. Da auf Grund diverser Baustellen ein Stadtrundgang nicht ganz so spannend gewesen wäre, waren wir am nächsten Morgen nur in der Kirche und dann in einem wunderschönen kolonialen Zuckerohrherrenhaus. Der Eintritt in das Museum war wiederum fakultativ, aber mit 2 CUC erschwinglich. Die Führung war sehr sehenswert. Eine Mitarbeiterin aus dem Museum erläuterte die Ausstellungsstücke und unsere Reiseleiterin hat übersetzt.
Mittags haben wir irgendwo auf dem Weg Richtung Camagüey an einem Bauerhof mit Raststätte angehalten. Dort gab es für uns das beste Essen der Reise. Es wurde Schwein gegrillt und mit vorzüglichen Reis und Bohnen serviert. In Camagüey waren wir dann am frühen Nachmittag. Dort haben wir fakultativ statt eines Stadtrundgangs eine Fahrt mit Fahrradtaxis gemacht für 5 CUC. Das war ganz lustig, weil wir ja eine Gruppe von 12 Fahrradtaxis waren und so immer Rennen gefahren wurden… Da es noch nicht so spät war, haben mein Mann und ich die Zeit nach dem einchecken genutzt und das in unserem Reiseführer empfohlene Café Ciudad besucht. Dort gab es ausgefallene Kaffeespezialitäten, die zum einen sehr günstig und zum anderen auch extrem lecker waren… Nach dem Abendessen hätte man im Hotel ein Wasserballett besuchen können, das haben wir uns aber geschenkt und stattdessen ein paar Cocktails in einer Bar genossen.
Die Etappe Richtung Santiago de Cuba war die längste. Den Zwischenstopp Bayamo fanden wir trotz des Besuchs einer Casa de la Trova nichtso spannend und das Mittagessen fanden wir zum ersten Mal wirklich schlecht.Wir hatten dann zwar einen Zwischenstopp in der Sierra Maestra, der aber auf Grund des extrem schlechten Wetters sehr kurz ausfiel.
Der nächste Tag in Santiago de Cuba verlief dann ähnlich wiebei Reisefieberfernweh Das offizielle Ende der Tour war auch so gegen 15 Uhr.Danach sollte es fakultativ noch in einen botanischen Garten gehen, das ist aber dann wiederum dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen.
Unsere Reiseleiterin Dolares war total süß und herzlich, sprach zwar nicht so gut deutsch hat aber gerne auch mal Geschichten aus Ihrer Familie erzählt was sehr erfrischend war. Propagandafilme haben wir keine zu Gesicht bekommen.
Was wir an unserem Turbobusfahrer Armando hatten, haben wir auf der Fahrt von Holguin nach Guardalavaca gesehen. Die haben wir auf dem Hinweg in der Hälfte der Zeit bewältigt, wie die Fahrt retour nach unserem Badeanschlussaufenthalt. Wir hatten also von Anfang bis Ende der Rundreise im Badehotel denselben Fahrer.
Ich hab in einem anderen Reisebericht mal gelesen, dass die Busfahrten zu lang waren… Das steht und fällt wahrscheinlich mit dem Busfahrer…Wir waren irgendwie nie länger als 2 Stunden am Stück im Bus, was ich absolut okay fand….
2 Mal mussten wir mit unseremGepäck durch die Stadt laufen (Fußgängerzone/Baustelle). Das kann wenn man einbisschen gebrechlich ist ggf. zum Problem werden, weil ein paar höhere Bordsteine zu überwinden sind. In den kleineren Hotels gab es überall Pagen,die einem das Gepäck aufs Zimmer gebracht haben und in den größeren Hotels gab es Fahrstühle, also alles kein Problem.
Bis auf in Sancti Spritus waren wir in denselben Hotels wie Reisefieberfernweh…. Einzig das Hotel Jagua würde ich nicht wieder aufsuchen mögen, das war mir zu schmuddelig, was Tagesdecke, Lampenschirme etc. an ging. Dafür war das Essen dort besser… Alle anderen Hotels waren absolut in Ordnung oder sogar richtig gut.
Uns hat die Rundreise gutgefallen, ich würde aber nicht wieder im Mai nach Kuba fahren. Lt.Klimatabellen sollte es 6 Regentage geben. Von den insgesamt 17 Tagen die wir vor Ort waren hat es an 15 Tagen geregnet. Manche Tage wirklich nur ein Schauer von 30 Minuten, andere Tage hat es Stundenlang geregnet. Ich weiß nicht ob wir einfach nur Pech hatten, aber alle 3 Reiseleiter mit denen wir gesprochen haben sagten uns im Mai ist Regenzeit, da regnet das halt jeden Tag…