Nein sagte das Gericht, das war kein "böses" Reisebüro !
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Ein Reisebüro hatte in einem Anzeigenblatt wie folgt geworben:
"bei der Suche nach dem besten Preis zu helfen".
Darauf hatte sich ein Urlauber verlassen und dort eine Reise gebucht. Kurze Zeit später stellt er jedoch fest, das die gleiche Reise bei einem anderen RV € 849.-- blliger gewesen wäre.
Er verklagt das Reisebüro und muss vor dem OLG Celle ( AZ 11 U 202/08 ) eine Niederlage hinnehmen. Das Gericht urteilt, die Werbung sei nicht unzulässig, da sie keine Garantie auf den Erfolg verspricht. Es sei Sache des Kunden, seinen Preis selbst zu vegleichen und sich auf der Suche nach möglichen Alternativen zu begeben.
Mein Fazit: das Gericht hat auf Basis bestehender Gesetze ein Urteil gesprochen. Das ist hinzunehmen. Es ist sicher ein Einzelfall, aber für das image der Reisebüros ein klarer Rückschlag.
Gruss Gabriela
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Gabriela,
das Reisebüro hat den Reisenden ursprünglich verklagt und "gewonnen", und der Reisende die Berufung obendrein "verloren" , nur so am Rande

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Bäumelchen:
und was ändert das ?
Gruss Gabriela
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Also langsam kommt es mir so vor, als ob du ständig auf der Suche bist, nach irgendwelchen Dingen, die zeigen, was RB´s doch für eine schlechte Einrichtung sind. Allein deine threadüberschrift ist plakativ und verdreht die Tatsachen, wie Bäumelchen schon geschrieben hat. In dem Beschluss (Urteil gab es nämlich nicht) finde ich foolgende Stelle sehr bemerkenswert:
"Es wäre wie bei jeder anderen Dienstleistung auch allein Sache des Beklagten gewesen, die von der Klägerin angebotenen Preise mit denjenigen anderer Reisbüros zu vergleichen oder sich um anderweitige günstigere Angebote zu bemühen."
Es ist zwar richtig, dass auch ich persönlich weder die Dienste eines RB´s noch die eines RV´s in Anspruch nehme, sondern nur direkt mit den jeweiligen Geschäftspartnern in Kontakt trete, aber deshalb lass ich die anderen auch leben. Und über eines bin ich mir fast sicher: Der "Schaden" der durch "Falschberatung" in den RB entsteht ist wesentlich geringer, als der, den die Kunden auf der Jagd nach dem letzten einzusparenden Cent in den Wirren des internets sich selber zufügen. Ganz toll ist ja die neueste Variante der "tagesaktuellen" Preise, ein verfahren, das mich fatal an Börsenspekulation erinnert. Aber auch das große Geschäft an der Börse haben vor einiger Zeit nicht viele gemacht, als es geradzu Mode war, als Kleinsparer plötzlich in die große Finanzwelt einzusteigen (Stichwort Neuer Markt und T-Aktie) -
Eine bessere Überschrift hättest Du Dir nicht einfallen lassen könne, Gabi?! Plakativer geht´s ja nicht ...
gabriela_maier wrote:
Es ist sicher ein Einzelfall, aber für das image der Reisebüros ein klarer Rückschlag.Wieso? Verstehe ich nicht.
Und wieso glaubt man landläufig ( fälschlicherweise! ), dass ein Reisebüro stets den absolut betrachtet "billigsten" Reisepreis anbieten muss?

Das ist mitnichten so! Ein gutes Reisebüro sucht für den Kunden nach dem besten Preis, nach dem Preis aus welchem der Kunde den meisten Nutzen ziehen kann, nach dem preiswertesten Urlaub ( im Sinne von: Seinen Preis auch wert sein ). Das kann im im Idealfall ja auch mal der billigste Preis sein, aber zwangsläufig zusammenfallen tut´s nicht!chepri wrote:
In dem Beschluss (Urteil gab es nämlich nicht) finde ich foolgende Stelle sehr bemerkenswert:
"Es wäre wie bei jeder anderen Dienstleistung auch allein Sache des Beklagten gewesen, die von der Klägerin angebotenen Preise mit denjenigen anderer Reisbüros zu vergleichen oder sich um anderweitige günstigere Angebote zu bemühen."Volle Zustimmung. Oder hat man ernsthaft jemals versucht gegen Lidl vor Gericht zu ziehen, weil die dort auf Anfrage nach dem "billigsten" Gummibärchen von welche für 89 Cent für 300 g anbieten, während eine Tür weiter der Aldi die gleiche Marke für 84 Cent anbietet?

Schicken Start ins Wochenende.
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Bäumelchen:
und was ändert das ?
Gruss Gabriela
Gabriela,
am Ergebnis, dass der Reisende zweimaligst verloren hat, sicher nichts
.An der (Deiner) Intention, einem Reisebüro ans Bein zu pinkeln (Du schreibst von Imageschaden für DIE Reisebüros) , sicher eine ganze Menge, denn hier hat das Reisebüro offensichtilich völlig zurecht auch mal dem Kunden ans Bein gep... (weil der, man möge mich korrigieren, wohl nicht zahlen wollte)
Wenn mein benachbarter Fleischer sein Angebotsblättchen in die Briefkästen steckt, Hackfleisch 1 Kg 19,99 EUR, muss ich das nicht als Schnäppchen interpretieren, kaufe ich das Kilo, darf ich mich nicht beschweren, wenn ich nächsten Tages im Aldi 3 Schweine für das Geld bekommen hätte.
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wow: ins mark getroffen. Habe mich deswegen jetzt mal 1 1/2 Stunden zurückgezogen und abgewartet was so kommt.
Also ich stelle das Problem noch einmal zentral da: da wirbt ein Reisebüro damit, nach der Suche des billigsten Abieters behilflich zu sein. Das Ergebnis kennen wir ja jetzt durch das Urteil ( Beschluss ?? weiss ich nicht so genau

das ist "wischiwaschi" ! Sagt nicht aus, kostet nichts, verpflichtet zu nichts !
Ja, warum macht man das denn ? Könnte es so sein ( hallo: Konjunktiv !!! ) das da absolutes Nichtskönnen ( würde ich u.U. sogar verzeihen ) oder Absicht -wegen der Provision- dahinter steckt ?
@ chepri:
sieh mal in anderen Beiträgen von mir nach, ich bin seit 30 Jahren zufriedener Bucher über RB`s. Und dann lies auch bitte weiter, was ich über die "virtuellen RV" geschrieben habe, ich war glaube ich die Erste, die das als Spekulationsprodukte bezeichnet und verdammt habe.
@ CJ:
na ja, war sicher das du dich meldest. Es stand hier nie zur Debatte, das ein RB das Billigste anzubieten hat. Lies bitte noch mal nach, du gibts eine replik auf etwas, was niemand gefragt hat. Und Lidl hat meines Wissens nach auch nie behauptet, bei der Suche nach dem besten Preis ( eines Wettbewerbers ? ) behilflich zu sein. Warst diesmal ein bischen neben dem Thema.
Die Werbung des fraglichen Reisebüros ist Gegenstand der Diskussion. Und nichts anderes.
Erinnert mich ein bischen an das Schild eines Gasthauses: morgen isst man hier umsonst ! Und wer am nächsten Tag das realisieren wollte, ja, dem wurde wieder das gleiche Schild gezeigt.
Oder an ein Zeugnis: hat sich immer bemüht die gestellten Ansprüche zu erfüllen.
Das war ein Einzelfall, völlig klar. Habe ich auch nie bestritten. Aber es ist trotzdem ein Imagesschaden für die RB`s. Hier wurde Vertrauen missbraucht. Und das sollte man auch deutlich aussprechen.
Gruss Gabriela
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Gabriela,
gabriela_maier wrote:
da wirbt ein Reisebüro damit, nach der Suche des billigsten Abieters behilflich zu sein.Richtig! Behilflich zu sein heißt nicht erfolgreich zu sein und tatsächlich den billigsten Preis anzubieten.
Es werben tagtägliche diverse Unternehmen und Händler damit, die billigsten zu sein und so oft trügt halt auch der Schein. Und? Wir alle sind mündige Konsumenten und können selber entscheiden wo wir was kaufen, wo wir welche Verträge abschließen und genau dieses wurde eben so auch von richterlicher Seite bejaht.Das Geschäftsgebaren eines einzelnen Unternehmers auf eine ganze Branche hin zu verallgemeinern ist wenig hilfreich und gleicht eher im übertragenden Sinne dem von Dir hier kritisierten Zusammenhang...

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@ Louboutin:
heute wurden 3 russische Biatlethen von der WM wegen dopings nach Hause geschickt. Nur 3 !! Man spricht aber auch hier von einem Imageschaden für diesen Sport.
Ein veröffentliches Urteil ( oder Beschluss ) über einen solchen Vorfall ist ein Imageschaden für die RB
s. Niemand behauptet, das es ( mehrere, alle, viele oder what else ) RBs sind. Man liest das und macht sich seine Gedanken. Ist das u.U. auch bei meinem RB denkbar ? Oder nicht ? Oder doch ?Das meine ich mit Imageschaden.
Gruss Gabriela
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Also ich habe immer noch nicht verstanden, was Du mit Imageschaden meinen könntest. Vielleicht hilfst Du mir ein wenig auf die Sprünge.
Was genau machst Du Dir für Gedanken, wenn Du dieses Urteil/Beschluss hörst bzw. die Berichterstattung liest. Und was für einen "Vorfall" vermagst Du zu erkennen, ich sehe keinen.

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Ach Gabrielea,
jeder weiß, dass in allen Sportarten gedopt wird. Von Imageschaden sprechen hier auch nur die Funktionäre, weil sie damit weismachen wollen, es sei völlig überraschend gekommen.
Ebenso verhält es sich mit den RB`s, da ist es nicht anders, als in anderen Branchen auch. Einmal sind es "die" Abrechnungsbetrügereien bei der Ärzteschaft (sicher auch nur ein paar schwarze Schafe), ein andermal ist es eben eine andere Gruppe. Ich verstehe nur nicht, warum du in der letzten Zeit einen so radikalen Kurs eingeschlagen hast, ich habe früher deine oftmals sehr kritischen beiträge gerne gelesen und ihnen oftmals auch zugestimmt. Nur was du momentan abziehst, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Wie schon gesagt: RB´s machen Fehler, der gewöhnliche Pauschaltourist auf der internet-tour macht sicher noch mehr Fehler. -
Ein ähnlicher Fall ist für den Kunden auch nicht positiver ausgegangen.
Hier vertritt der Richter die Meinung, daß der Kunde dem Reisebüro nicht ausdrücklich den Auftrag erteilt hätte, alle erdenklichen Anstrengungen zu unternehmen, aus dem Gesamtangebot aller Reiseveranstalter das günstigste Angebot herauszufinden. Daher wurde die Klage abgewiesen.
Gruß privacy
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Am besten ichhelfe niemanden mehr. Ich bin niemanden mehrbehilflich Ich bin hier auch nicht mehrbehilflich hier im Forum ein schönes Hotel zu finden. Und ich glaube auch niemanden,der mir bei der Suchebehilflich ist.
Weil ich weiß,dass das mal daneben gehn könnte.
Anders herum haben dann alle User hier einen Imageschaden?
Nein denn auch ich selber vergleiche die Tipps und entscheide doch selber welches der Tipps oder Angebote ich annehme und welchen ich glauben schenken kann,
Nur wenn einer bei der Suche behilflich ist, und diese nicht zum gewünschten Ergebnis führt es gleich einer ganzen Branche ein Imageschaden anhängen?
Fazit: Es gibt Gute und weniger Gute. Es gibt Erfolgreiche und weniger Erfolgreiche.
Und nicht jede einzelne Hilfe führt automatisch zum Erfolg oder mir gewünschten Ergebnis.
LG Traumzeit -
chepri wrote:
Wie schon gesagt: RB´s machen Fehler, der gewöhnliche Pauschaltourist auf der internet-tour macht sicher noch mehr Fehler.Schon wieder diese Verallgemeinerung, und ja du hattest es schon mal gesagt in diesem Beitrag
chepri wrote:
Und über eines bin ich mir fast sicher: Der "Schaden" der durch "Falschberatung" in den RB entsteht ist wesentlich geringer, als der, den die Kunden auf der Jagd nach dem letzten einzusparenden Cent in den Wirren des internets sich selber zufügen.und trotzdem trifft es für mich nicht zu. Die Schlechtleistungen von mir (leider) frenquentierter Reisebüros sind so eindeutig vorhanden wie meine Gutleistungen bei andersweitigen Buchungsformen. Hatte ich nur einerseits Pech und andererseits Glück? Davon gehe ich nicht aus.
LG Ginus
PS: wie kann ich das hier immer wieder beschworene gute Reisebüro finden?
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leute,leute,
ich bin zwar neu hier, aber das geht einfach zu weit, hinz und kunz wirbt mit billigen preisen, ohne das sie wirklich günstig sind, aber der gemeine konsument wird immer den ratten hinterherlaufen, sobald die musik ertönt , sei es im internet , sei es offline... hauptsache der billige jakob verspricht es...
@ chepri
ich habe deine beiträge schon lange verfolgt und eine affinität pro rsb konnte ich nicht erkennen, daher finde ich es bemerkennswert, das du eine imaginäre lanze für den offline vertrieb brichst.fazit: ob online oder offline, der VA gibt den Preis vor, d.h. der Preis ist immer der gleiche, man mag es wahrhaben wollen oder nicht , die Reise kostet immer nur das gleiche ob mit Beratung im RSb oder ohne, man hat nix gespart.. nur man kann sich den eigenen ärger ersaparen...
i.d.s.
